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Aues Steve Breitkreuz: „Ich erwarte ein enges und leidenschaftliches Spiel“

Am Freitagabend (31.3., 18:30 Uhr) kämpfen der FC Erzgebirge Aue und unsere Kiezkicker im direkten Aufeinandertreffen um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Vor der Partie sprachen wir mit Aues Innenverteidiger Steve Breitkreuz nicht nur über die zurückliegende Länderspielpause und den Trainerwechsel, sondern auch über seine Zeit in Aue und die Partie gegen unseren FCSP.

Moin moin Steve. In der Vorwoche ruhte der Ball in Liga zwei. Wie habt Ihr die zurückliegende Länderspielpause genutzt? Welche Vorzüge hat eine solche Pause für Dich persönlich, wie hast Du sie genutzt?

In der Länderspielpause kann man die Zeit gut nutzen, um den Kopf frei zu bekommen und um Zeit mit der Familie zu nutzen.

Vor der Pause seid Ihr nach dem bitteren 1:4 gegen Dresden dreimal in Folge ungeschlagen geblieben und konntet darunter das wichtige Spiel gegen den Karlsruher SC mit 1:0 gewinnen und nach 0:2-Rückstand in Bielefeld noch einen Punkt holen. Ihr steht zwar weiterhin auf einem direkten Abstiegsplatz, es lief zuletzt aber merklich besser. Warum?

Vielleicht mussten wir durch den Rücktritt unseres Trainers (Anm. d. Redaktion: Pavel Dotchev trat nach der Niederlage gegen Dresden zurück) als Team mehr zusammenrücken. Wir haben nach der Partie in Bielefeld, als wir nach 0:2-Rückstand noch 2:2 gespielt haben, gemerkt, dass wir einen solchen Rückstand aufholen können. Dadurch haben wir Mut geschöpft.

Seit einigen Wochen ist Domenico Tedesco Euer neuer Cheftrainer. Bei seinem Debüt konntet Ihr den KSC besiegen und anschließend beim VfL Bochum (1:1) punkten. Worauf hat er in den vergangenen Wochen Wert gelegt? Was ist er für ein Typ?

Ich schätze unseren neuen Trainer als sehr offen, sympathisch und ehrlich ein. Er ist sehr akribisch und hervorragend ausgebildet. So viel Zeit hat er aber noch nicht gehabt, uns seine Philosophie beizubringen, alles musste sehr schnell funktionieren. Wir arbeiten daran aber täglich, um das zu verfeinern und zu verbessern.

Zurück zu Dir. Nach neun Jahren bei Hertha BSC bist Du im Sommer 2015 zum FC Erzgebirge Aue gewechselt. Von der Großstadt Berlin mit ca. 3,5 Mio. Einwohner ging’s für Dich in die Kleinstadt Aue mit ca. 18.000 Einwohner. Wie schnell und gut bist Du mit der Umstellung klargekommen? Was magst Du besonders an Aue?

Damit bin ich gut klargekommen. Für mich hieß es, aus Berlin auszuziehen und selbstständig zu werden. Da war ich allerdings auch schon 23 Jahre alt. Ich habe mich auf die Aufgabe einfach gefreut. An Aue schätze ich besonders, dass im Gegensatz zu einer Großstadt nicht oberflächlich, sondern nach Bodenständigkeit sowie harter und ehrlicher Arbeit bewertet wird. Damit kann ich mich ganz gut identifizieren.

Bei den Veilchen läuft es für Dich richtig gut. In der laufenden Saison hast Du ligaweit den viertbesten Zweikampfwert und neben gerade einmal sechs anderen Zweitligaprofis hast Du nicht eine Minute gefehlt. In der Vorsaison, Deiner ersten in Aue, hast Du nur zwei Spiele verpasst. Dein Geheimrezept?

Das gibt es nicht. Ich versuche einfach, so professionell wie möglich zu leben und clever zu regenerieren.

Am Freitagabend wird die finale Phase mit den letzten neun Spieltagen der Saison eingeläutet. Sowohl oben, vor allem aber unten geht es richtig eng zu. Was für ein Saison-Finish erwartest Du?

Ich gehe von einem sehr engen Saisonfinale aus, in dem wir möglicherweise noch ein bis zwei Vereine mit runterziehen können. Ich glaube an uns und denke, dass wir es am Ende packen werden.

Im Hinspiel konntet Ihr einen frühen Rückstand drehen und am Ende mit 2:1 gewinnen – mit Dir als Siegtorschützen in der Nachspielzeit. Was für ein Spiel erwartest Du am Freitagabend?

Ich gehe davon aus, dass es ein enges und leidenschaftliches Leidenschaft Spiel wird. Wir wollen als Gastgeber natürlich versuchen zu gewinnen.

 

(hb)

Fotos: Witters / DFL

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