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"Zusammenarbeit von Präsidium und Aufsichtsrat auf einem neuen, besseren Level"

Unsere Aufsichtratsvorsitzende Sandra Schwedler blickte bei der Mitgliederversammlung auf das vergangene Jahr zurück. Sie freute sich dabei sehr über die sportliche Entwicklung und erklärte im Namen des Aufsichtsrates, dass Präsident Oke Göttlich und sein Team die beste Wahl für die kommenden vier Jahre sind, um den Verein durch die Krise zu steuern und auch um die Weiterentwicklung des Vereins im Sinne der Mitglieder fortzuführen.

Sandra Schwedler blickte auf ein "ereignisreiches Jahr" zurück und bedankte sich anschließend zunächst bei den Mitgliedern. "Ihr habt sportliche Alternativen geboten, als gemeinsames Training drinnen und/oder draußen nicht möglich war. Ihr habt Euer Abteilungsleben ins Digitale verlegt und dort Abteilungsversammlungen und/oder Weihnachtsfeiern ausgerichtet, Ihr habt Euch ausgetauscht und gegenseitig unterstützt. Und das auch abteilungsübergreifend. Wir haben im Großen und Ganzen unsere Mitgliederzahl – egal, ob aktiv Sport treibend oder fördernd, stabil halten können. Keine Selbstverständlichkeit in dieser Zeit."

Auch bei den Fans, die in einer nicht immer einfachen sportlichen Zeit weiter dabei geblieben sind und die Härten eines Abstiegskampfs nicht einmal gemeinsam im Stadion durchstehen konnten. Das hat eine enorme emotionale Herausforderung dargestellt. "Für uns alle eine Zerreißprobe. Dass so viele dem Verein treu geblieben sind, als die Welt stillstand, nichts mehr wie gewohnt war und der Spielbetrieb trotzdem fortgeführt wurde, ist wahrlich etwas Besonderes", so unsere Aufsichtsratsvorsitzende.

Sie dankte anschließend auch noch allen Partner*innen und Sponsor*innen, die gemeinsam mit dem Verein durch die schwere Zeit gehen, sowie allen Mitarbeiter*innen. "Kurzarbeit, Homeoffice, mentale Belastungen im Familien- und Freundeskreis, Einschränkungen in der Freizeitgestaltung und dazu noch eine ungewisse sportliche Situation. Trotzdem wart Ihr da und habt den Verein – in Euren unterschiedlichen Funktionen und Rollen – durch diese Zeit getragen. Es ist uns klar, dass wir als Verein dieses schwierige Jahr ohne Euch und Euren Einsatz nicht überlebt hätten. Danke!"

Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen sei auch an den Gremien nicht "spurlos" vorbeigegangen. "Die enorme Verantwortung in einer ungewissen Zeit, monatelanges Krisenmanagement und – natürlich nicht zu vergessen – die persönliche Belastung durch Corona haben ihre Spuren hinterlassen. Aber die manchmal durchaus aufreibenden Diskussionen hatten auch etwas Gutes. Es ist uns in den letzten Monaten gelungen, die Zusammenarbeit von Präsidium und Aufsichtsrat gemeinsam auf ein neues, besseres Level zu heben", so Schwedler, die anschließend detaillierter das vergangene Jahr Revue passieren ließ.

Hinsichtlich der sportlichen Entwicklung stellte unsere Aufsichtsratsvorsitzende noch mal klar, dass sich trotz vieler strittiger Punkte und Diskussionen der Aufsichtsrat und das Präsidium auch in der schwersten Zeit einig waren, am eingeschlagenen Weg des sportlichen Konzepts und den dafür Verantwortlichen festzuhalten. "Der Mut, an dieser Stelle weder aktionistisch noch populistisch zu handeln, wurde belohnt. Nicht umsonst stehen wir nun da, wo wir stehen, und das nach einem bisher wirklich guten Saisonverlauf mit durchaus ansehnlichem Fußball. Danke und weiter so!"

Der Ausbau der Infrastruktur sei ein weiterhin wichtiges Thema. "Ein zeitgemäßes und angemessenes Nachwuchsleistungszentrum zu schaffen, ist eines der drängendsten Themen im Bereich Sport. Wir hoffen, eine Lösung zu finden, auch mit der Stadt", so Schwedler, die mit Blick auf die Finanzen und die aktuell turbulenten Zeit fortführte: "Die Strategie der Vergangenheit, wenig Risiko einzugehen, hat sich mehr als gelohnt. Wir agieren weiterhin mit ruhiger Hand und haben frühzeitig aktiv möglichen Liquiditätsengpässen entgegengewirkt. Wir mussten dabei bisher nichts von unserem vielbeschworenen Tafelsilber anfassen und sind als Verein unabhängig geblieben. Wir alle arbeiten daran, dass es auch in den kommenden Jahren so bleibt." Allerdings stellte Schwedler auch klar, dass Corona und die finanziellen Auswirkungen den Verein noch Jahre beschäftigen werden.

Trotz der Corona-Pandemie gab es diverse Projekte in und um den Verein, die einiges verändert und bewirkt haben. Schwedler hob zwei Projekte aus dem vergangenen Jahr beispielhaft hervor: DIIY und die Erstellung eines Nachhaltigkeitskonzeptes. "Die Produktion einer eigenen nachhaltigen Teamsportkollektion sei für den Verein mehr als ein Business-Case, es gehe auch darum, die Unabhängigkeit auszubauen und die Welt ein Stückchen zu verändern. Und dabei machen wir noch nicht annähernd alles perfekt. Aber eben doch Stück für Stück ein bisschen anders und damit besser", so Schwelder. Hinsichtlich des Nachhaltigkeitskonzeptes, das ökonomische, ökologische sowie soziale Dimensionen umfasst, erklärte sie, dass es dabei zu einer umfassenden Zusammenarbeit zwischen hauptamtlichen Mitarbeiter*innen sowie Ehrenamtler*innen aus sporttreibenden Abteilungen, der AFM sowie dem Fanspektrum gekommen ist. "Auch hier sind wir weder im Bereich Nachhaltigkeit noch bei der Partizipation perfekt. Aber wir haben uns auf einen Weg gemacht. Und das begrüßen wir im Aufsichtsrat sehr."

Anschließend widmete sich unsere Aufsichtsratsvorsitzende der Wahl des Präsidiums. Im Namen des Aufsichtsrates stellte sie klar: "Wir sind davon überzeugt, dass Oke mit seinem Team der Beste ist, um den Verein durch die Krise zu steuern, und auch, um die Weiterentwicklung unseres Vereins im Sinne der Mitglieder fortzuführen." Dies begründete sie mit grundlegendem strategischen sowie ebenso vorausschauendem proaktiven Handeln. Mit Blick auf die vergangenen Jahre benannte sie dabei die finanzielle Weitsicht ohne vereinsgefährdende Risiken, die Stärkung des Amateursports, Kontinuität und Professionalisierung des Sportbereichs auf Grundlage eines langfristigen Konzepts, weitere Schritte bei ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit, erste Schritte bei digitalen Zukunftsthemen, den Ausbau der Unabhängigkeit sowie Besetzung von wichtigen gesellschafts-, aber auch sportpolitischen Themen.

Zahlreiche Projekte und Entwicklung, so Schwedler, wurden in den vergangenen im Verein gestartet, nicht alle sind inzwischen abgeschlossen und seien erfolgreich gewesen. "Trotzdem haben diese uns als Verein nach vorne gebracht und waren absolut erforderlich, um in einer schneller drehenden Welt als Verein fit für die Zukunft zu sein", so unsere Aufsichtsratsvorsitzende, die in der Folge einige Punkte benannte, die im Verein in den letzten Jahren verändert oder ausgebaut wurden. Die Fortführung wirtschaftlich vernünftigen und konservativen Handelns, die Entwicklung strategischer Finanzplanung, den Aufbau der Eigenvermarktung, die ersten Schritte in puncto Digitalisierung, den Aufbau des Geschäftsbereichs Amateursport, die Umstrukturierungen in der Führungsebene oder auch die Anstrengungen für einen gerechteren Wettbewerb, für Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung durch Vereine sowie für die Stärkung von 50+1.

"Präsidium, Aufsichtsrat und Geschäftsleitung haben gemeinsam klare Ziele bis 2025 formuliert sowie festgehalten, was den Verein in seinen verschiedenen Ausprägungen und der zugrundeliegenden Vision ausmachen sollte. Daher sehen wir den Verein in der Konstellation mit Oke auch für die nächsten vier Jahre sehr gut aufgestellt", so Schwedler, die sich bei allen Präsidiumsmitgliedern für die Arbeit im vergangenen Jahr bedankte, ehe sie abschließend die Entlastung des Präsidiums nach § 20 Art. 6 der Satzung bei der Mitgliederversammlung beantragte.

 

Fotos: FC St. Pauli / Witters

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