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„Auf Schalke erwartet uns eine laute Atmosphäre“

Am Freitagabend (1.3., 18:30 Uhr) sind die Kiezkicker zu Gast beim FC Schalke 04. Auf der Pressekonferenz vor der Partie in der Veltins-Arena sprach Cheftrainer Fabian Hürzeler u.a. über...

...seine Erwartungen an das Spiel: „Auf Schalke erwartet uns eine laute Atmosphäre. Dafür musst du bereit sein – als Spieler und als Mannschaft. Schalke ist eine Mannschaft, die individuell sehr stark besetzt ist und gerade zuhause schon sehr gute Spiele gemacht hat. Deswegen wird es ein harter Gegner, auf den wir vorbereitet sein müssen. Wir müssen uns sowohl auf eine Fünfer- als auch auf eine Viererkette vorbereiten. Ich kann nur Vermutungen aufstellen. Sie haben in beiden Systemen schon gute Spiele gemacht. Ich glaube, dass sie zuhause aktiv sein wollen und auch aktiv sein werden und sich nicht nur hinten reinstellen. Das spricht dann eher für die Viererkette. Aber im Pokalspiel gegen uns haben sie mit einer Fünferkette gespielt und das hat besonders in der ersten Halbzeit gut funktioniert. Ich kann mir beide Systeme sehr gut vorstellen und es ist unsere Aufgabe, die Mannschaft auf beides vorzubereiten. Schalke hat in jedem Spiel die Möglichkeit, Tore zu erzielen. Gegen Magdeburg laufen sie in der zweiten Halbzeit auch ein- oder zweimal alleine auf das Tor zu. Auch in den Spielen davor hatten sie ihre Chancen. Sie haben eine hohe individuelle Qualität, die auch eine gute Mischung hat. Karaman bewegt sich viel im Zwischenraum, Lasme hat viel Tiefgang und mit Terodde haben sie einen Zielspieler. Das sind unterschiedliche Spielertypen und wir wissen nicht, wie sie spielen werden. Das macht es schwierig, sich auf das Spiel vorzubereiten. Es ist wichtig, dass wir im Verbund verteidigen, um ihre individuelle Stärke aus dem Spiel zu nehmen.“

…das letzte Auswärtsspiel auf Schalke: „Wenn 60.000 Fans versuchen, auf den Platz zu kommen und die Spieler feiern, dann macht das was mit dir. Natürlich sind das Bilder, die immer in Erinnerung bleiben. Wir versuchen, ähnliches zu erreichen. Aber es ist noch ein sehr weiter weg. Es ist wichtig, Träume zu haben, die dir Orientierung geben. Es war eine sehr hitzige Atmosphäre im positiven Sinn. Einige Spieler waren vor knapp zwei Jahren dabei, dennoch ist es etwas Besonderes.“

…die personelle Situation: „Außer Etienne Amenyido sind alle Spieler einsatzfähig. Da müssen wir weiter von Tag zu Tag schauen. Ich glaube, dass er heute wieder ins Mannschaftstraining einsteigt. Simon Zoller erwartet ein Baby, da müssen wir auch abwarten, wie sich das in den nächsten Stunden oder Tagen entwickelt.“

…die Lehren aus dem Spiel gegen Kiel: „Beim Verteidigen fängt viel im Kopf an. Da geht es um die Bereitschaft und die Einstellung. Da haben wir in der zweiten Halbzeit einen Schritt weniger gemacht. Das war das Gegenteil zum Spiel gegen Braunschweig, wo wir ein Mann weniger waren. In Kiel haben wir 3:0 geführt, da machst du eher einen Schritt weniger. Das ist etwas, das nicht zu unserer Identität passt. Wir wollen intensiv Fußball spielen. Wir sind zwar viel gelaufen, was die intensiven Läufe angeht, war es aber unterdurchschnittlich. Das müssen wir uns ankreiden in der zweiten Halbzeit. Dann kommt dazu, dass wir Entscheidungen gemeinsam treffen müssen. Wenn Spieler einzeln einen Sprint machen, öffnen sich Räume dahinter. Das haben wir gegen Kiel nicht gut gemacht. Mit dem Ball hatten wir in der zweiten Halbzeit zu wenig Lösungen. Da haben wir Mut und Klarheit missen lassen.“

…eine drohende Gelbsperre bei einigen Spielern: „Auf kurz oder lang wird es passieren. Zu dem Zeitpunkt in der Saison ist es normal, dass wir Spieler im vier Gelben Karten haben. Das ist aber kein Thema. Es ist wichtig, dass die Spieler in keinem Zweikampf zurückziehen. Wir haben die Möglichkeit, zu rotieren und die ganze Breite des Kaders zu nutzen.“

…den Lauf von Dapo Afolayan: „Dapo ist sehr selbstkritisch und war in der Hinrunde in gewissen Phasen mit seiner Leistung nicht zufrieden. Er hat in der Winterpause viel an sich gearbeitet und geht gewisse Dinge professioneller und seriöser an. Wir versuchen, viel individuell mit ihm zu arbeiten und ihm Möglichkeiten auf der rechten Seite aufzuzeigen, um seine Stärken einzubringen. Das ist ja nicht seine Stammposition. Es geht immer darum, dass der Spieler bereit ist, sich zu entwickeln. Das hat Dapo von Woche zu Woche immer mehr erkannt und er setzt viele Dinge gut um. In Kiel hat er aber in der zweiten Halbzeit im ein oder anderen Moment die Defensive schleifen lassen. Das hat mir nicht gefallen.“

…den Saisonendspurt: „Eine Saison ist ein Marathon. In der entscheidenden Phase musst du stabil sein, Widerstände annehmen und bereit sein, den inneren Schweinehund überwinden. Das ist genau die Phase, in der wir gerade sind. Ich glaube, das ist die schwerste Phase der Saison, weil du nicht nur gewinnen kannst, sondern du kannst auch etwas verlieren. Das sind Dinge, die im Kopf passieren – bei den Spielern aber auch in der ganzen Gruppe.“

 

(mh)

Fotos: FC St. Pauli

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