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„Wir müssen auf jeden Fall hellwach sein“

Nach dem Last-Minute-Remis gegen den SC Paderborn 07 (2:2) gastieren unsere Kiezkicker am Sonnabend (3.9., 13 Uhr) bei der SpVgg Greuther Fürth. Vor der Partie bei den Mittelfranken nahm sich Cheftrainer Timo Schultz viel Zeit für die Fragen der Medienvertreter*innen und sprach u.a. über...

...die Trainingswoche und die personelle Situation: „Es sind alle Mann an Deck. Adam Dźwigała ist wieder im Lauf- und auch schon wieder im leichten Balltraining. Sonst sind alle Spieler fit, was mich sehr freut. Die Trainingswoche war sehr gut, wir haben noch zwei Einheiten vor uns, da wollen wir uns noch den letzten Feinschliff und die Frische holen. Dann hoffen wir auf ein gutes Auswärtsspiel.“

...die Offensive und die Besetzung im Angriff: „Tore sind für Stürmer immer Argumente. Man muss sich unsere vier Stürmer einzeln angucken. Etienne Amenyido hat große Teile der Vorbereitung verpasst, ihn haben wir in den letzten Woche herangeführt, immer mit ein paar Minütchen mehr. Bei ihm müssen wir gucken, reicht es eher für 30 oder schon für 60 Minuten. Igor Matanović hat die ersten fünf Spieltage immer von Beginn an gespielt und hat jetzt eine Pause bekommen. Johannes Eggestein und David Otto präsentieren sich wie alle anderen gut im Training, alle haben die Berechtigung zu spielen. Man schaut immer, was passt gut zum Gegner, wie präsentieren sie sich im Training und wie gut sind sie drauf. Alle vier haben Chancen, da vorne zu spielen. Im Training und im Spiel kann man Argumente sammeln, dass man beim nächsten Spiel auf dem Platz steht und im Idealfall von Anfang an.“

...den hohen Aufwand, den seine Mannschaft betreibt: „Wir sind in jedem Spiel mehr gelaufen und gesprintet als der Gegner. Das ist ein gutes Zeichen. Die Mannschaft ist fit, wir haben laufstarke Spieler. Alle, die gut durch die Vorbereitung gekommen sind, sind auf einem extrem hohen Level. Wir wissen auch, dass wir das für unser Spiel brauchen. Wir brauchen laufstarke Spieler, gerade wenn wir in der Raute spielen. Gerade nach Seitenverlagerung muss man viele Räume zulaufen. Die können wir gehen und das auch im höheren Tempo. Das wird hoffentlich auch so bleiben und ist eine Stärke von uns.“

...die eigenen Stärken: „Wir sind eine Mannschaft, die wirklich gut Fußball spielen kann. Wir haben unseren Plan mit Ball und unsere Abläufe. Jeder Spieler weiß, was er zu tun hat. Wenn wir in die Ballzirkulation und ins Spielen kommen und unsere Abläufe durchbekommen, dann werden wir immer wieder erfolgreich vors gegnerische Tor kommen und auch Tore schießen. Im Umschaltverhalten haben wir große Schritte gemacht und sind, was den Zugriff und die Absicherung angeht, deutlich besser geworden. In den letzten Spielen haben wir allerdings einige Situationen zugelassen, die uns so nicht passieren dürfen. Bei der defensiven Stabilität müssen wir noch unsere Schritte machen.“

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...die Spielweise der SpVgg: „Sie haben teilweise begeisternde Spiele hingelegt, gerade am ersten Spieltag gegen Kiel haben sie unfassbar viel Power nach vorne entwickelt. Gemessen am Aufwand, den Fürth betreibt, stehen sie momentan nicht auf dem richtigen Tabellenplatz. Symbolisch ist das Spiel in Kaiserslautern, wo sie zur Halbzeit 3:0, 4:0 oder 5:0 führen können, den Platz am Ende aber als Verlierer verlassen. Sie haben gute Spiele absolviert und hatten sehr gute Phasen drin. Auf lange Sicht werden sie noch erfolgreicher spielen. Sie sind in der Offensive sehr variabel mit guter individueller Qualität. Wir müssen auf jeden Fall hellwach sein, trotzdem ergibt sich für uns die Chance, durch Balleroberungen schnellstmöglich im Umschalten selbst gefährlich zu werden. Wir müssen auf der einen Seite auf der Hut sein, auf der anderen sind wir schon so selbstbewusst, dass wir das wegverteidigen, selber spielbestimmend sein und einen Auswärtssieg holen können.“

...das Duell gegen die ebenfalls junge Fürther Mannschaft: „Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die in der Art und Weise, wie sie Fußball spielen, eine ähnliche Struktur haben. Es sind zudem zwei Vereine, die Wert darauf legen, Spieler im Kader zu haben, die sich sowohl sportlich als auch im Sinne des Marktwertes entwickeln können. Auch als junger Spieler kann man unvoreingenommen, unvorbelastet und frei an die Sache herangehen. Erfahrung ist letztendlich immer etwas, das man sich erspielen muss und was über Einsatzzeiten kommt. Die wollen wir unseren Spielern auch geben. Wir haben trotzdem auch Jungs dabei, die jahrelang schon in der zweiten Liga oder bei anderen Stationen auf höchstem Niveau unterwegs waren. Ob es im Laufe der Saison ein Vor- oder Nachteil ist, dass ich eine junge oder alte Mannschaft habe, das muss immer zu der Art und Weise, wie man spielt und wie sich ein Verein ausrichten möchte, passen. Ich sehe da nicht den großen Vor- oder Nachteil, ob der Gegner älter oder jünger ist.“

...den erhofften Auswärtssieg bei lange sieglosen Fürthern: „Wir sind grundsätzlich nicht in der Position, den Gegner zu unterschätzen. Die Gefahr sehe ich überhaupt nicht. Fürth hat eine gute Mannschaft und ist ein Absteiger aus der Bundesliga. Es ist immer schwer, in die neue Liga reinzukommen. Sie haben einen neuen Trainer und einen neu zusammengestellten Kader, der relativ jung ist. Die Probleme, die sie momentan haben, kommen nicht aus der kalten Hose, sondern sind absehbar gewesen. Für uns gilt es, das auszunutzen, dass sie noch nicht voll drin in der Saison sind und sich noch nicht zu einhundert Prozent gefunden haben. Wir müssen unsere Stärken aber auf den Platz bekommen und das spielen, was wir können und was uns stark macht. Dann können wir jeden Gegner in der Liga schlagen.“

...mögliche Neuverpflichtung am heutigen letzten Tag des Transferperiode: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Kader, den wir haben. Wir haben es immer betont: Wir vertrauen unseren Jungs zu einhundert Prozent - von vorne bis hinten. Wenn jemand dazukommt, dann ist er herzlich willkommen. Ich bin Trainer und kümmere mich um die Jungs, die da sind. Alles Weitere wird man sehen.“

 

(hb)

Fotos: Witters

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