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"Vorwärts kommt man nur, wenn man seine eigene Komfortzone verlässt"

Im Heimspiel gegen den Karlsruher SC geht's für unsere Kiezkicker am Sonntag (8.11., 13:30 Uhr) darum, die gute Derby-Leistung zu bestätigen und den zweiten Saisonsieg einzufahren. Vor der Partie gegen den Tabellenvorletzten äußerte sich Cheftrainer Timo Schultz ausführlich zum Spiel, zu seiner Mannschaft und zum KSC. Dabei sprach Schulle über...

...die personelle Situation: "Da hat sich zum letzten Wochenende nicht viel verändert. Boris Tashchy und Philipp Ziereis sind wieder ins Training eingestiegen, zu Beginn der Woche aber noch nicht zu 100 Prozent. Wir werden in den nächsten beiden Tagen schauen, inwiefern es Sinn macht."

...eine mögliche Rückkehr von Kapitän Christopher Avevor in die Startelf: "Karlsruhe hat mit Philipp Hofmann einen klaren Zielspieler. Da ist die Überlegung, ob wir mit einer Dreier- oder Viererkette agieren. Jackson ist als Kapitän immer eine Option, die anderen Jungs haben es im Derby aber auch sehr gut gemacht. Als Trainer ist es immer gut, wenn man nicht nur einen oder zwei, sondern mehrere Innenverteidiger hat. Sie haben alle ihre Stärken und wir schauen, was am besten zu Karlsruhe passt."

...James Lawrence und seine Abwesenheit in der Länderspielpause: "Auf der einen Seite freue ich mich für James, dass er berufen wurde. Ich wäre auch gerne mal Nationalspieler gewesen, aber Ostfriesland war leider nie ein eigenständiger Staat (lacht). Ich hoffe, dass er zum Einsatz kommt und Spielpraxis sammeln kann. Das ist das Einzige, was James, der sich im Training sehr gut präsentiert, noch fehlt. Ich hoffe, dass er unversehrt zurückkommt."

...die aktuelle Tabellensituation: "Mit einem Sieg bist du auf einmal Vierter, mit einer Niederlage vielleicht auf Platz zwölf oder 13. Für uns geht es darum, den Trend und die Art und Weise, wie wir spielen und tagtäglich trainieren, zu bestätigen. Dann werden die Ergebnisse auch kommen - ob nun am Sonntag gegen Karlsruhe oder zwei Wochen später in Paderborn. Ich wehre mich dagegen, als Trainer permanent auf die Tabelle zu gucken und nur nach Ergebnissen zu schauen. Dann würden wir nicht so Fußball spielen, wie wir es aktuell machen. Wir wollen riskieren, offensiv spielen und auch mal Fehler machen. Das rein Ergebnisorientierte ist nicht mein Ding. Das wird auch nie die Art und Weise sein, wie der FC St. Pauli Fußball spielt."

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...den Druck, mal wieder drei Punkte holen zu müssen: "Ich bin nicht blauäugig und weiß, dass man als Trainer irgendwann an Ergebnissen gemessen wird und Punkte braucht. Ich betone aber noch mal: Mir sind ein gutes Spiel, aus dem man am Ende vielleicht nur einen Punkt mitnimmt, die Entwicklung der Mannschaft, die Entwicklung innerhalb der Mannschaftsteile und die Entwicklung der Spieler tausend Mal lieber als irgendwas Dahingemogeltes. Darauf kann ich nicht aufbauen und daraus keine Stärke ziehen. Dann werde ich in drei Monaten nicht weiter sein, als es aktuell der Fall ist. Wir wissen, was wir können und was wir nicht können. Wir wollen vorwärtskommen. Vorwärts kommt man nur, wenn man seine eigene Komfortzone verlässt. Man sieht bei der Mannschaft, dass sie Lust hat, neue Sachen zu entwickeln und einen Weg zu gehen, der auch mal steinig ist. Wenn wir so weitermachen, bin ich mir sicher, dass wir vor Weihnachten eine Menge Punkte haben werden und was wichtiger ist, dass wir uns bis dahin als Mannschaft weiterentwickelt haben werden."

...die vielen Gegentore und die Defensivarbeit: "Wenn man auf unser Torverhältnis guckt, ist es offensichtlich, dass wir da zulegen müssen. Ich mache mir da aber keine Sorgen, weil die Jungs in den letzten Spielen gut gearbeitet und wir viele gute Defensivspieler haben. Als Mannschaft müssen wir noch konsequenter sein und im Moment des Ballverlustes direkt gegen den Ball arbeiten und im Gegenpressing noch aktiver sein. So können wir viele gefährliche Aktionen des Gegners noch schneller unterbinden. Ich bin zuversichtlich, dass wir bei dem Thema schnell besser werden."

...KSC-Torjäger Philipp Hofmann: "Er ist ein sehr spielintelligenter Stürmer, der in der Luft brutal schwer zu verteidigen ist, Bälle sehr gut festmacht und direkt weiterleitet. Es ist immer schwer, physisch starke Spieler zu verteidigen, gerade wenn man Aktionen im eigenen Strafraum zulässt. Wir müssen immer wieder eng dran sein, vor allem aber müssen wir die Zuspiele verhindern. Je mehr Zuspiele Hofmann im Strafraum bekommt, desto gefährlicher kann er werden. Wenn wir Karlsruhe möglichst weit weg von unserem Tor halten, dann haben wir schon mal viel geschafft."

...die Rolle als Favorit angesichts der Tabellensituation: "Es sind noch nicht viele Spieltage absolviert und es ist alles noch eng beieinander, da sollte man die Tabelle nicht heranziehen. Wir haben ein Heimspiel und gehen in das wie in jedes andere Spiel auch. Wir wollen es gewinnen und so bereiten wir uns auch vor."

 

(hb/hv)

Fotos: Witters

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