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"Jeder bei uns sieht, dass es sich zu investieren lohnt"

Es geht Schlag auf Schlag in der 2. Bundesliga. Nachdem die Kiezkicker die Hinserie mit einem 2:0 gegen Jahn Regensburg am Sonntag (24.1.) gerade erst beendet haben, empfangen sie am Donnerstagabend (28.1.) auch schon den VfL Bochum. Vor dem Start in die Rückrunde sprach unser Cheftrainer Timo Schultz mit Medienvertreter*innen u.a. über...

…seine Gemütslage nach den beiden Siegen: "Man muss nicht drumherum reden. Dass man in so einer Phase, in der man punktet und gewinnt, deutlich besser schläft und positivere Gedanken hat, liegt in der Natur der Sache. Es war aber auch nicht so, dass ich in der Zeit, in der es nicht so gut gelaufen ist, jede Nacht wachgelegen habe und nicht mehr wusste, wo vorne und hinten ist. Dass es mehr Spaß macht, wenn man auch mal ein Spiel gewinnt, geht nicht nur mir so, sondern allen, die es gut mit dem FC St. Pauli halten. Wir wissen aber auch, dass es erst der Anfang sein kann. Entsprechend geht es direkt wieder in die Analyse und an die Arbeit mit der Mannschaft und das macht Spaß."

…mögliche Wechsel in der Englischen Woche: "Ich sehe keine Gefahr, dass irgendein Spieler, der gegen Regensburg gespielt hat, gegen Bochum nicht zu 100 Prozent leistungsfähig sein soll. Wenn es Wechsel im Vergleich zum Regensburg-Spiel geben sollte, dann nur aus sportlichen oder taktischen Gründen. Wir können mit allen Spielern planen und haben einige Alternativen, sodass ich gar nicht ausschließen mag zu wechseln. Anders verhält es sich dann aber von Donnerstag auf Sonntag. Das ist aber nur in meinem Hinterkopf, jetzt zählt nur Bochum."

…den hohen Konkurrenzkampf: "Konkurrenz belebt das Geschäft ist ein Stichwort, was ganz viel Wahrheit beinhaltet. Die Jungs sehen, dass schon etwas dazugehört, es in den Kader zu schaffen, und dass noch mehr dazugehört, um es auf den Platz zu schaffen. Die Situation hat sich im Vergleich zur Hinserie grundlegend geändert, da hat sich der Kader eigentlich immer von allein aufgestellt. Jeder Spieler hat in jedem Training die Möglichkeit, sich anzubieten und zu zeigen, dass er in die Mannschaft will. Für mich als Trainer ist es eine schöne Situation, auch wenn die eine oder andere härtere Entscheidung dazukommt. Wir versuchen, mit den Jungs zu sprechen und es immer auch zu begründen. Es ist wichtig, dass wir eine offene Kommunikation haben. "

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…einen Kaderplatz für Mittelfeldspieler Eric Smith: "Er hatte drei, vier Wochen länger Pause als Tore, ihn wollen wir in eine hundertprozentige Wettkampfverfassung bringen. So haben wir es mit ihm auch abgesprochen. Sein Feedback diese Woche war, dass er sich deutlich besser als letzte Woche fühlt. Er wird von Tag zu Tag spritziger und griffiger. Man sieht aber auch so schon, dass er eine enorme Qualität mit dem Ball hat. Er wird ein wertvoller Spieler für uns werden. Ich freue mich, wenn er das erste Mal auf dem Platz steht, das wird auch nicht mehr lange dauern. Die Jungs, die es gerade gespielt haben, haben es aber auch sehr gut gemacht.“

…die Bedeutung der Kommunikation auf dem Platz: "Nur reden allein wird nicht helfen, aber man sorgt zumindest dafür, dass alles organisiert ist und die Mitspieler wach sind. Je mehr wir kommunizieren, verbal und non-verbal, und je mehr ich meinem Mitspieler zeige, dass ich ‚on fire‘ bin, dass ich organisiere, für Struktur, eine Wachheit und eine gewisse Aggressivität sorge, desto wacher und aufmerksamer ist die Mannschaft natürlich. Wir haben jetzt einige Spieler auf dem Platz, die das Ruder an sich gerissen haben. Ich glaube, dass wir in der Hinserie zwei, drei Spiele wie gegen Karlsruhe, Osnabrück und Aue drin hatten, wo uns diese Mannschaften in dem Bereich überlegen waren und uns, wenn ich an das Spiel in Braunschweig denke, den Schneid abgekauft haben. Ich hoffe, dass uns das in der Rückrunde gar nicht mehr oder deutlich seltener passiert."

…einen möglichen Brustlöser nach den beiden Siegen: "Für den Kopf war es wirklich wichtig zu sehen, dass wir nach dem Winter gut rausgekommen sind und dass die Sachen, die wir verändert haben, uns in die richtige Richtung führen. Wir haben jetzt ein knackiges Auftaktprogramm und ich will gar nicht ausschließen, dass wir auch noch mal unter den Strich rutschen. Das würde uns aber nicht zurückwerfen, weil wir einen anderen Weg mit einer kleinen Kurskorrektur eingeschlagen haben, ohne das Ziel und das Miteinander großartig zu verändern. Jeder bei uns sieht, dass es sich zu investieren lohnt. In der Woche auf dem Trainingsplatz und am Wochenende. Bei uns wird immer über allem stehen, dass wir uns auf uns konzentrieren und die Intensität hochhalten. Wenn wir das, was wir gut können - Fußball spielen, umschalten und uns in die Zweikämpfe reinschmeißen – auch weiterhin gut machen, dann werden wir auch gut spielen und erfolgreich sein. Mittelfristig werden wir dann auch die Punkte einfahren, die wir brauchen, um in eine bessere Situation zu kommen."

…Gegner VfL Bochum: "Man muss nur auf die Tabelle gucken, dann sieht man, dass wir ein ordentliches Kaliber vor der Brust haben. 33 Punkte, Platz zwei, nur 17 Gegentore und sieben Spiele zu Null. Das spricht Bände. Sie haben eine top Zweitliga-Mannschaft mit vielen sehr erfahrenen Spielern. Ich gehe ich davon aus, dass sie bis zum Ende oben dabei sein werden. Wir wissen, was auf uns zukommt. Wir haben in diesem Jahr aber auch Selbstvertrauen sammeln können und rechnen uns schon eine Chance aus, die Bochumer schlagen zu können."

…den schnellen Start in die Rückrunde: "Das ist genau richtig so. Ich mag Englische Wochen, egal ob man das erste Spiel gewonnen oder verloren hat. Man hat immer direkt wieder die Möglichkeit zu spielen. Dafür arbeiten wir auch, um zu spielen. Angesichts unserer Neuzugänge hätte eine Winterpause gutgetan, um ein paar Sachen einzustudieren. Wir haben es jetzt aber ganz gut hinbekommen, die Struktur zu verändern, mehr Sicherheitsdenken reinzubekommen und den Spirit neu anzufeuern. Mit dem eingeschlagenen Weg können wir ganz zufrieden sein. Die letzten drei, vier Wochen waren für uns extrem wichtig. Die Mannschaft hat sich in Würzburg aus dem Schlamassel rausgezogen, gegen Kiel hatten wir dann ein gutes, vielleicht sogar das beste Spiel. Gegen Hannover und Regensburg haben wir uns für mutige Auftritte belohnt. Wir hatten ähnliche Spiele in der Hinrunde, die wir nur unentschieden gespielt oder unglücklich verloren haben. Es sind die Kleinigkeiten, die man sich im Training erarbeiten kann, dass man in Hannover keinen Elfmeter gegen sich bekommt und in der 92. Minute das Tor macht. Das haben wir uns erarbeitet, den Spirit legen wir momentan an den Tag. Man muss aber auch zugeben, dass wir auch das nötige Spielglück haben, das uns in der Hinserie gefehlt hat. Ich hoffe, dass uns das noch ein bisschen treu bleibt."

 

(hb)

Fotos: Witters

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