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"Wir wollen ihnen zeigen, dass wir nicht mehr das St. Pauli aus dem Hinspiel sind"

Im bereits vorletzten Heimspiel der Saison empfangen unsere Boys in Brown am Sonntag (25.4., 13:30 Uhr) die SpVgg Greuther Fürth. Vor der Partie gegen den Tabellenzweiten nahm sich Cheftrainer Timo Schultz einmal mehr viel Zeit, um die vielen Fragen der Medienvertreter*innen zu beantworten. Dabei sprach unser Coach u.a. über...

…die personelle Situation: "Bei Eric Smith gehe ich fest davon aus, dass er heute wieder voll trainieren kann. Sebastian Ohlsson hat immer noch leichte Probleme mit dem Innenband im Knie, das wird eher nichts. Für Christopher Buchtmann und Ryo Miyaichi kommt das Spiel sicherlich noch zu früh, alle anderen Spieler müssten beim Training aber auf dem Platz stehen."

…die Erkenntnisse aus der Niederlage in Düsseldorf: "Wir haben in den ersten 20, 25 Minuten ein gutes Spiel gemacht, haben uns Chancen herausgespielt und Lücken gefunden, auch wenn der Gegner kompakt gestanden hat. Düsseldorf hat aber eine richtig gute Mannschaft, sie haben vollkommen verdient gewonnen. Das muss man dann auch mal akzeptieren, auch wenn ich als Trainer nie gerne verliere. Wenn etwas mal nicht so gut läuft wie beim Gegentor, dann müssen wir bei uns und unserem Spiel bleiben und dürfen nicht hektisch werden. Wir haben die Ruhe und ein bisschen die Arroganz in unserem Spiel vermissen lassen. Das ist noch ein Schritt, den wir als Mannschaft gehen müssen, um noch stabiler zu werden. Das wussten wir aber schon vorher, das geht nicht von heute auf morgen. Allgemein der Weg und viele Sachen aus dem Spiel in Düsseldorf sind richtig. Das zeigen ja auch die letzten Ergebnisse. Ein Rückschlag gehört zur Entwicklung auch dazu. Eigentlich haben wir es immer gut geschafft, Misserfolge aus den Kleidern zu schütteln."

…mögliche Änderungen für die Partie gegen Fürth: "Sicherlich wird der eine oder andere Spieler von Anfang an spielen, der gegen Düsseldorf nicht von Anfang an gespielt hat. Das ist ganz normal in einer Englischen Woche. Experimente wird es am 31. Spieltag aber nicht geben, wir werden bei unseren Abläufen bleiben. Gegen Fürth werden wir auf jeden Fall Spieler auf den Platz bringen, die zu 100 Prozent fit sind. Es wird ein sehr intensives Spiel. Da gilt es, volle Power auf den Platz bringen zu können."

…die Chance auf den Titel Rückrundenmeister: "Erst einmal ist es der Lohn für unsere Arbeit, dass wir in der Kategorie so weit oben stehen. Auf der anderen Seite kann man sich dafür gar nichts kaufen. Es zählt die ganze Saison und da müssen wir leider die Hinrunden-Tabelle dazu nehmen. So stehen wir genau da, wo wir hingehören, irgendwo im Mittelfeld. Wir wollen weiter punkten und die Saison möglichst gut abschließen. Wir wollen uns für die Arbeit, die wir hier machen, und unsere Leistungen belohnen. Das ist auch das Hauptziel der Mannschaft. Wir wollen so gut spielen wie möglich."

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…Gegner Fürth: "Spielerisch gehören sie zu den drei besten Teams der Liga. Sie haben über die gesamte Saison konstant guten Fußball gespielt. Sie verfügen über eine hoch individuelle Qualität, funktionieren aber auch als Mannschaft hervorragend, gerade in ihrem System mit der Raute. Rechtzeitig zum Saisonendspurt können sie personell aus dem Vollen schöpfen. Ich rechne fest damit, dass sie bis zum Ende oben dabei bleiben und einen der ersten drei Plätze belegen werden. Entsprechend werden sie bei uns sicherlich auch auftreten – mit einer breiten Brust und viel Selbstvertrauen. Von der Spielanlage her wollen sie immer nach vorne spielen. Man kann sich auf ein Spiel freuen, in dem beide Teams offensiv denken. Das kann ein cooles Spiel werden, auch wenn zwei gleiche Systeme aufeinandertreffen. Das gleicht sich dann manchmal aus, beide Trainer werden aber versuchen, ihre Lösungen zu finden. Wir freuen uns auf das Spiel, genau solche Spiele gegen Top-Mannschaften wollen wir machen. Mit denen wollen wir uns messen und gucken, was wir gut machen und wo wir uns noch verbessern müssen. Das gilt für jeden einzelnen Spieler, aber auch für uns als Mannschaft. Wir werden einiges tun, es Fürth so schwer wie möglich zu machen, wollen aber auch aktiv nach vorne spielen. Wir wollen ihnen zeigen, dass wir nicht mehr das St. Pauli aus dem Hinspiel sind."

…das Aufstiegsrennen: "Es ist in diesem Jahr ein super enges Rennen. Bochum macht über die komplette Saison gesehen einen sehr stabilen Eindruck, ihnen reichen wahrscheinlich schon maximal zwei Siege, um aufzusteigen. Es würde mich wundern, wenn sie sich die Butter noch vom Brot nehmen lassen. Fürth macht einen sehr stabilen Eindruck, sie haben noch mal Kräfte gesammelt und alle Mann an Bord. Bei den Kielern ist es angesichts der Corona-Situation mit vielen Spielen in kurzer Zeit mehr oder weniger eine Wundertüte. Unser Stadtrivale hat auch noch wichtige Spiele vor der Brust und muss zusehen, dass er dreifach punktet."

…das Quarantäne-Trainingslager: "Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass auch auch gerne zuhause bei meiner Familie bin. Es darf sich aber keiner beschweren, mal ins Hotel zu gehen und die Zeit mit den Mannschaftskollegen zu verbringen, wenn damit sichergestellt wird, die Saison zu Ende zu bringen. Das sollte über allem stehen. Wir werden sicherlich Inhalte finden, an denen wir noch arbeiten können, und werden uns die Zeit Corona-konform auch gut vertreiben können."

 

(hb)

Fotos: Witters

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