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„Die Fans können sich auf ein Spiel freuen, wo es hoffentlich hoch und runter geht“

Englische Woche zum Abschluss der Hinrunde der Saison 2022/23! Am Dienstagabend (8.11., 18:30 Uhr) empfangen unsere Kiezkicker zunächst Holstein Kiel, bevor es am Sonnabend (12.11., 13 Uhr) dann zum Karlsruher SC geht. Vor dem letzten Heimspiel in diesem Jahr gegen Kiel beantwortete Cheftrainer Timo Schultz die Fragen der Medienvertreter*innen und sprach dabei u.a. über...

...die personelle Situation und die kurze Vorbereitungszeit auf das Spiel gegen Kiel: „Gestern stand nur Regeneration an, da haben wir auch unser Spiel analysiert. Heute steht schon die Spielvorbereitung an. Zwei Tage nach dem Spiel wäre sonst frei, wir werden heute aber ganz normal trainieren und vielleicht noch das eine oder andere mit Blick auf Kiel einstudieren. Nach dem Spiel in Düsseldorf ist jeder Tag weniger bis zum nächsten Spiel eigentlich ganz gut. Nach dem Spiel waren ein paar Wehwehchen dabei und so müssen wir schauen, wer wie frisch für das Spiel gegen Kiel ist. Im Grunde genommen stehen bis auf Betim Fazliji alle Spieler zur Verfügung.“

...den Platzverweis von Betim Fazliji: „Wir haben darüber gesprochen. Alles weitere werden die Jungs klären, sie haben ihren eigenen Strafenkatalog. Ich habe mir die Szene angeguckt, die Aktion ist natürlich vollkommen unnötig. Er wollte den Düsseldorfer Spieler nicht verletzen, der nimmt die Bewegung aber dankend an. Als Schiedsrichter kannst du die Rote Karte natürlich auch geben.“

...aktuelle Themen: „In vielen Bereichen setzen wir unseren Matchplan richtig gut um. Wenn's aber ins letzte Drittel reingeht, fehlt uns schon ein bisschen die Klarheit, der Zug zum Tor und vielleicht auch der letzte Wille, die letzten Meter in die Box zu machen und diese zu besetzen. Wir müssen für die zweiten Bälle besser aufgestellt sein, um ein Powerplay aufziehen zu können. Das ist in den letzten Spielen nicht gut gelungen. Wir haben entweder relativ schnell den Abschluss gesucht oder den Ball einfach zu häufig verloren. Wir müssen dranbleiben, die Jungs müssen Spiel für Spiel ihre Erfahrungen sammeln, an den Spielen und Situationen wachsen und die nächsten Schritte gehen. Als Mannschaft verteidigen wir sehr gut und diszipliniert und halten uns an die Abläufe. Im Fußball zählen aber Ergebnisse. Es geht darum, Tore zu erzielen und Gegentore zu verhindern. Das haben wir in den letzten Spielen leider nicht gut gemacht.“

...das Abrutschen auf Platz 16 und den Druck, punkten zu müssen: „Wir sehen die Tabelle auch. Wir hätten gerne mehr Punkte und würden gerne auf einem besseren Platz stehen. Dass das nicht der Fall ist, haben wir uns selbst zuzuschreiben. Wir wissen, dass wir Ergebnisse und Punkte brauchen. Trotzdem wird das unsere Arbeit mit den Jungs nicht verändern. Die haben jeden Tag Lust und wollen sich weiterentwickeln.“

...Gegner Holstein Kiel: „Sie haben eine sehr erfahrene Mannschaft, mit Spielern, die schon lange in Kiel spielen und in der zweiten oder auch ersten Liga unterwegs sind. Beide Trainer kennen das gegnerische Team sehr gut. Ich denke, dass beide Mannschaften offensiv spielen werden und sich die Fans auf ein Spiel freuen können, wo es hoffentlich hoch und runter geht, wo beide Mannschaft Chancen haben werden und wir unsere Chancen hoffentlich ein bisschen besser nutzen werden. Kiel hatte im Verlauf dieser Saison ein paar Schwankungen drin. Sie haben bewiesen, dass sie sowohl offensiv als auch defensiv sehr stabil sein können. Mit Ausnahme des Spiels in Paderborn (2:7) haben sie sich größtenteils sehr solide präsentiert.“

...eine mögliche Systemumstellung: „Wir haben uns gestern Kiel angeguckt und werden uns heute weiter mit ihnen beschäftigen. Es hängt auch davon ab, wie frisch und fit unsere Jungs sind. Auf einigen Positionen haben wir nicht mehr so viele Alternativen, da müssen wir genau hinschauen, was wir dem Einzelnen zutrauen. Kann er von Beginn an spielen oder reicht die Kraft doch nicht für mehr als 60 Minuten. Die Systemfrage sollten wir für das Spiel gegen Kiel nicht zu hoch hängen. Es geht darum, intensiv zu spielen und den Gegner zu stressen. Wenn man sie in Ruhe lässt, werden sie immer wieder Lösungen finden und ihre offensiven Qualitäten ausspielen können. Wir spielen zuhause und werden das Visier hochklappen. Wir werden nach vorne spielen, mutig und aggressiv sein. Das wird für uns auch der Schlüssel zum Erfolg sein.“

...die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen: „Die können wir nicht wegdiskutieren. Ich bin gefühlt 16 Jahre hier und gefühlte 13 Jahre waren wir zuhause stärker als auswärts. Dieses Jahr ist der Unterschied zu groß, da macht man sich schon Gedanken, woran das liegen kann. Es gibt einzelne Faktoren, warum man zuhause stärker ist. Das Millerntor ist natürlich eine Festung. Wir haben die Fans im Rücken und da steckt man den einen oder anderen Rückschlag besser weg und kommt zurück ins Spiel. Auswärts haben wir aber auch schon gute Leistungen gezeigt, es aber nicht geschafft, uns zu belohnen. Oft waren es Kleinigkeiten, es sind aber zu viele Spiele, die wir nicht gewinnen konnten. Da müssen wir einen Ansatz finden, um das schleunigst zu ändern. Jetzt steht aber erst einmal ein Heimspiel an. Wir kümmern uns erst einmal um Kiel, bevor wir uns um Karlsruhe kümmern. Dass wir das vielleicht den einen oder anderen größeren Hebel umlegen müssen, ist uns schon bewusst.“

...Parallelen und Unterschiede zur Saison 2020/21: „Wir sind als Gruppe wesentlich gefestigter, die Erfahrung der letzten beiden Jahre hilft uns, die Situation zu bewerten, wie sie ist. Mit aller Vorsicht natürlich, weil wir einfach zu wenig Punkte haben. Aber auch mit dem Wissen, dass das Fundament der Mannschaft viel stabiler und gesicherter ist, als es vor zwei Jahren der Fall war. Ähnlich ist, dass wir wieder gut rausfiltern können, wo unsere Probleme sind und wir diese konkret angehen können. Nach dem letzten Spiel werden wir das in aller Ruhe machen, jetzt legen wir den Fokus erst noch auf die letzten beiden Spiele. Als Trainer will ich die Mannschaft bestmöglich auf die beiden Spiele einstellen, um möglichst viele Punkte zu holen. Erst danach geht's dann in die Analyse.“

...das letzte Heimspiel des Jahres und seine Vorfreude: „Letztes Heimspiel in diesem Jahr, ausverkauftes Haus und Dom - viel schöner kann es nicht sein. Ich kann nur für mich sprechen. Wenn die Lichter im Hintergrund zu sehen sind und das Flutlicht an ist, dann kribbelt es noch mal ganz anders. Das geht auch den meisten Spielern so.“

 

(hb)

Fotos: Witters

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