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"Vor allem in der Luft konkurrenzfähig sein und den eigenen Stil durchbringen"

Zum Auftakt des 3. Spieltages sind unsere Kiezkicker am Freitagabend (2.10, 18:30 Uhr) beim SV Sandhausen gefordert. Vor dem Abschlusstraining und der Abreise nach Sandhausen stand unser Cheftrainer Timo Schultz erst noch den Medienvertreter*innen Rede und Antwort. Vor der Partie beim SVS sprach er u.a. über...

...die personelle Situation: "Nicht bei 100 Prozent sind nur Christopher Buchtmann und Ryo Miyaichi, sonst sind eigentlich alle Spieler auf dem Trainingsplatz. Durch die letzten Wochen haben Luca Zander und Luis Coordes ein bisschen Rückstand. Bei Daniel Buballa sah es gestern sehr gut aus, er sollte einsatzfähig sein. Wir werden eine gute Startelf und auch eine gute Bank haben, das war in den letzten Spielen aber auch schon so. Es ist mir lieber, dass ich die Qual der Wahl und nicht nur 16 Spieler dabei habe. Ich freue mich, dass so viele Jungs fit sind, das erhöht den Konkurrenzampf und hebt das Trainings-Niveau an, was man sich als Trainer natürlich wünscht."

...den Konkurrenzkampf im Team: "Die Tatsache, dass die Saison gestartet ist und der eine oder andere gesehen hat, dass er entweder nicht von Anfang an oder gar nicht dabei ist, schürt natürlich die Unzufriedenheit. Vielleicht hat da der eine oder andere Spieler gemerkt, dass es doch nicht genug war, was er in der Vorbereitung angeboten hat. Wir haben viele junge Spieler dabei, manchmal fehlt mir die Härte und ein bisschen mehr Reibung untereinander, sich auf dem Platz auch mal die Meinung zu sagen."

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...Neuzugang Guido Burgstaller: "Er ist ein ganz bodenständiger und feiner Typ, der sich super in eine Mannschaft einordnet und sich integrieren kann. Aufgrund der kurzen Woche hatten wir gestern nur ein relativ kurzes Training, man hat aber gesehen, dass er kicken kann. Er hat in all den Jahren bei all seinen Stationen nachgewiesen, dass er Tore schießen kann. Er wird auf jeden Fall im Kader sein."

...die Optionen im Sturm und eine mögliche Doppelspitze: "Taktisch sind wir sehr flexibel. In der Vorbereitung haben wir viel mit Dreierkette und zwei oder drei Stürmern gespielt. Spielen wir mit einer Viererkette, haben wir meist mit einem zentralen Stürmer agiert. Daniel-Kofi Kyereh hat gezeigt, dass er das gut ausfüllt, wir haben mit Boris Tashchy, Simon Makienok und Guido Burgstaller aber auch drei klassische Stürmer im Kader. Kofi ist eher ein Spieler, der sich lieber in den Halbräumen aufhält und mehr aus der Tiefe kommt. Ich bin sehr zufrieden, was die Position angeht."

...Gegner Sandhausen: "Das wird sicherlich ein klassisches Zweitliga-Spiel. Sandhausen hat eine physisch sehr starke Mannschaft, die mit vielen langen und hohen Bällen agiert. Da wissen wir, was auf uns zukommen wird. Sie haben ein eingespieltes Team, mit zwei sehr guten und torgefährlichen Stürmern sowie großen und zweikampfstarken Spielern in der Defensive. Wir müssen gegen sie vor allem in der Luft konkurrenzfähig sein und im Gegensatz zum Spiel gegen Heidenheim schneller und besser Druck auf den Ball bekommen. Wenn wir den Ball haben, wollen wir ihn am Boden behalten und schnell spielen. Es wird auch darum gehen, den eigenen Stil durchzubringen und sich nicht zu sehr dem Stil des Gegners anzupassen."

...mögliche Tipps von Ex-Sandhäuser Leart Paqarada: "Es ist naheliegend, dass man sich mit einem Spieler, der jahrelang in der gegnerischen Mannschaft gespielt hat, den Trainer und das Umfeld kennt, austauscht. Wir haben die Spiele von Sandhausen aber auch angeguckt, zudem kenne ich viele Spieler schon seit Jahren, weil sie in der Liga bekannt sind. Deshalb glaube ich nicht, dass sie etwas machen werden, was uns völlig überraschen wird. Trotzdem nimmt man den einen oder anderen Tipp natürlich gerne mit, wenn man einen Experten im eigenen Haus hat."

Leart Paqarada (re.) war im März noch Gegenspieler von Ryo Miyaichi, nun ist er laut Timo Schultz der "Experte im eigenen Haus".

Leart Paqarada (re.) war im März noch Gegenspieler von Ryo Miyaichi, nun ist er laut Timo Schultz der "Experte im eigenen Haus".

...die dürftige Auswärtsbilanz: "Mich verfolgt diese Historie überhaupt nicht. Ich denke, dass wir in Bochum einen super Start hingelegt haben. Unser Ziel ist es, egal ob zuhause oder auswärts, drei Punkte zu holen. Nichts anderes ist unser Ziel für das Spiel in Sandhausen. Was in der Vergangenheit war, interessiert mich nicht. Dieses Erbe wollen wir nicht übernehmen."

...die Stimmung nach dem Saisonstart mit Niederlage, Remis und Sieg: "Als Trainer versucht man, sich nicht von den Ergebnisse leiten zu lassen. Unser Part ist es, das Ganze analytisch zu sehen und natürliche eine mittel- und langfristige Entwicklung voranzutreiben. Wenn ich mich da jedes Mal in meiner Trainingsplanung von den Ergebnissen treiben lasse, haben wir irgendwann automatisch so ein Wellental, das wir nicht haben wollen. Ich kann aber sagen, dass die Stimmung nach dem Sieg gegen Heidenheim besser war als nach der Pokal-Niederlage."

...eine mögliche Euphorie nach dem guten Ligastart und der Burgstaller-Verpflichtung: "Ich habe schon immer gesagt, dass es mir in beide Richtungen immer zu schnell geht. Nach dem Spiel in Elversberg musste ich nicht alles in Schutt und Asche reden, genauso wenig werde ich jetzt durchdrehen und den Jungs erzählen, dass wir nächstes Jahr in der Allianz Arena spielen. Wir haben vier Punkte geholt, aber wer die Spiele verfolgt und Ahnung von Fußball hat, hat gesehen, dass auch Glück dabei war, auch wenn wir uns die Punkte aufgrund des hohen Aufwandes verdient haben. Wir haben noch eine Menge zu tun, um eine gute Rolle in der Liga zu spielen. Um Spiele zu gewinnen, müssen wir uns als Mannschaft und sich jeder Einzelne noch verbessern."

 

(hb)

Fotos: Witters

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