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2:1 - Kiezkicker holen wichtigen Dreier und beenden Aue-Heimfluch

Nach zuletzt vier sieglosen Spielen haben unsere Kiezkicker am Sonntag (14.6.) wieder gewonnen, am Millerntor besiegten sie den FC Erzgebirge Aue mit 2:1 (2:0). Dimitrios Diamantakos (22.) und Henk Veerman (41.) brachten die Kiezkicker in Führung, ehe Diamantakos noch vor der Pause einen Elfmeter verschoss (45.+2). Aue verkürzte zwar noch mal durch Ex-Kiezkicker Sören Gonther (74.), konnte die erst zweite Niederlage am Millerntor aber nicht mehr verhindern.

Für das Heimspiel gegen die Sachsen nahm Cheftrainer Jos Luhukay im Vergleich zum zurückliegenden 0:2 beim VfL Bochum vier Veränderungen vor. Daniel Buballa, Matt Penney, Finn Ole Becker und Henk Veerman ersetzten Marvin Senger, Johannes Flum, Ryo Miyaichi und Viktor Gyökeres. Drei Wechsel hingegen auf Seiten der Gäste nach dem 1:0 gegen den Karlsruher SC: Dennis Kempe, John Patrick Strauß und Philipp Zulechner starteten anstelle von Calogero Rizzuto, Jan Hochscheidt und Pascal Testroet.

Die am Millerntor sieben Mal in Folge unbesiegten Kiezkicker (vier Siege, drei Remis) wollten gegen das auswärtsschwächste Team der Liga drei wichtige Zähler einfahren, um den Liga-Endspurt deutlich entspannter angehen zu können. Beide Teams suchten bei leichtem Regen von Beginn immer wieder den Weg nach vorne, eine nennenswerte Torszene konnte sich zunächst aber keine Mannschaft erspielen. Dann aber die Gäste mit der ersten Chance: Florian Krüger kam nach einer Flanke von John Patrick Strauß frei zum Kopfball – Außennetz (10.). Aue mit der nächsten Möglichkeit, doch Dimitrij Nazarov jagte einen Freistoß aus 20 Metern in die braun-weiße Mauer (12.).

Aue blieb in der Folge etwas zielstrebiger und auch gefährlicher. Nach Flanke von Clemens Fandrich nahm Nazarov das Leder direkt, er zielte aus acht Metern nur etwas zu ungenau. Der Ball strich hauchdünn über den Querbalken hinweg (18.). Mehr Zielwasser hatte auf der Gegenseite Dimitrios Diamantakos getrunken! Nach toller Vorarbeit des aufgerückten Sebastian Ohlsson, der sich nach Doppelpass mit Matt Penney im Strafraum gegen Malcolm Cacutalua durchsetzen und den Ball flach in die Mitte bringen konnte, traf Diamantakos aus sieben Metern ins kurze Eck – 1:0 (22.)!

Im Anschluss wirkte Aue etwas geschockt, die Kiezkicker nach einer guten halben Stunde dann auch mit der nächsten Möglichkeit. Waldemar Sobota legte rechts raus in den Lauf von Christian Viet und der spielte den Ball flach zurück zu Diamantakos. Der Grieche zog aus 19 Metern ab, jagte das Leder aber gut zwei Meter drüber (32.). Die Gäste kamen nicht viel später aber wieder gefährlich in den FCSP-Strafraum, doch Leo Østigård war im Fünf-Meter-Raum per Grätsche gerade noch zur Stelle und verhinderte so, dass Nazarov einen Querpass von Krüger zum Ausgleich über die Linie drücken konnte (38.). Kurz darauf hatte Cacutalua das 1:1 auf dem Fuß, nach einer Ecke zielte er aber zu ungenau (39.).

Die mangelnde Chancenverwertung der Gäste sollte sich erneut rächen, denn die Kiezkicker schlugen nur 120 Sekunden zurück und erhöhten auf 2:0! Matt Penney brachte eine Flanke von der linken Seite in den Strafraum, diese erreichte Henk Veerman. Weil Gegenspieler Jacob Rasmussen keine gute Figur machte, konnte sich der Angreifer freistehend die Ecke aussuchen. Veerman wählte aus acht Metern das linke Eck und ließ Aue-Keeper Martin Männel keine Abwehrchance (41.).

Mit dem Pausenpfiff hätte es noch besser für die Luhukay-Elf kommen können, denn Rasmussen brachte den aufgerückten Zander zu Fall und Schiedsrichter Thorben Siewer zeigte auf den Punkt. Diamantakos trat an und entschied sich für einen Flachschuss in die Mitte. Männel tauchte zwar in die linke Ecke ab, konnte den Schuss aber mit dem Fuß parieren (45.+2). So ging es nur mit dem 2:0 und nicht mit einem 3:0 in die Kabine.

Dimitrios Diamantakos (2.v.re.) bedankt sich bei Sebastian Ohlsson (re.) für dessen perfekte Vorarbeit zum 1:0.

Dimitrios Diamantakos (2.v.re.) bedankt sich bei Sebastian Ohlsson (re.) für dessen perfekte Vorarbeit zum 1:0.

Für die zweiten 45 Minuten nahmen beide Cheftrainer je einen Wechsel vor, bei unseren Kiezkickern blieb Penney in der Kabine, für ihn nun Luis Coordes dabei. Der nächste Elfmeter für die Luhukay-Elf oder nicht – so ging’s in Halbzeit zwei los. Strauß hatte das Leder nach einem Diamantakos-Kopfball im Zurücklaufen an den Arm bekommen, Siewer zeigte aber nicht noch mal auf den Punkt. Eine vertretbare Entscheidung (47.).

Aue hatte dann die erste richtig gute Möglichkeit nach dem Seitenwechsel und was für eine. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld kam Cacutalua drei Meter vor dem Tor frei zum Kopfball. Der Abwehrspieler gab dem Ball nicht die entscheidende Richtungsveränderung und setzte das Leder wenige Zentimeter neben den linken Pfosten. Tief durchatmen auf braun-weißer Seite (54.). Aue blieb am Drücker, der zur Pause eingewechselte Jan Hochscheidt bediente Dennis Kempe und der zog aus 14 Metern ab. Buballa konnte den Schuss aber blocken (57.).

Kurz darauf musste der angeschlagene Viet raus, für ihn nun Rico Benatelli in der Partie (59.). Aue wollte mit aller Macht den Anschlusstreffer erzielen, doch die Kiezkicker ließen defensiv nur wenig zu und spielten sich das eine oder andere Mal bis zum gegnerischen Strafraum durch. Und auch hinein wie bei einem Angriff über die linke Seite, als Diamantakos nur das Außennetz traf (64.). Kurz darauf schickte Aue-Coach Dirk Schuster mit Christoph Daferner und Pascal Testroet zwei frische Stürmer auf den Rasen - der Anschlusstreffer sollte her (66.)

Nicht das Sturm-Duo, sondern wieder einmal Cacutalua hatte aber die nächste Chance für die Gäste, seinen 23-Meter-Schuss faustete Robin Himmelmann gekonnt weg (69.), wenig später verpasste Daferner dann am langen Pfosten (70.). Vier Minuten später gelang den Sachsen dann jedoch der Anschlusstreffer. Ex-Kiezkicker Sören Gonther war nach einer Ecke von Philipp Riese per Kopf zur Stelle und sorgte kurz vor dem Anbruch der Schlussviertelstunde noch mal für Spannung (74.). Luhukay brachte mit Viktor Gyökeres für Diamantakos noch einmal einen frischen Offensivspieler (80.), dieser sollte für wichtige Entlastung sorgen.

Aue erhöhte noch mal den Druck: Kempe verzog aus dem Rückraum (81.), bei einem Kopfball von Rasmussen packte Himmelmann zudem sicher zu (88.). Auf der Gegenseite zielte der eingewechselte Marvin Knoll aus halblinker Position noch mal zu hoch (90.+1), ehe Himmelmann auf der Gegenseite noch mal alles geben musste. Nach einer Hochscheidt-Flanke kam Testroet aus neun Metern zum Abschluss, der Keeper verhinderte den Ausgleich (90.+3) und hielt so den wichtigen Sieg, den ersten Heimsieg gegen die Sachsen seit fast zwölf Jahren, fest.

FC St. Pauli

Himmelmann - Zander, Østigård, Buballa, Penney (46. Coordes) - Viet (59. Benatelli), Ohlsson, Becker (84. Knoll) - Sobota - Diamantakos (80. Gyökeres), Veerman (84. Tashchy)

Cheftrainer: Jos Luhukay

 

FC Erzgebirge Aue

Männel - Strauß (84. Strauß), Cacutalua, Gonther, Rasmussen - Kempe (87. Sessa), Riese, Fandrich, Nazarov (66. Daferner) - Zulechner (66. Testroet), Krüger (46. Hochscheidt)

Cheftrainer: Dirk Schuster

 

Tore: 1:0 Diamantakos (22.), 2:0 Veerman (41.), 2:1 Gonther (74.)

Bes. Vorkommnis: Männel hält Foulelfmeter von Diamantakos (45.+2)

Gelbe Karten: Østigård, Penney / Rasmussen, Strauß

Schiedsrichter: Thorben Siewer

 

(hb)

Fotos: Witters

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