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Konkurrenten als mahnendes Beispiel: Kiezkicker vor schwerem Spiel gegen Osnabrück

Nach dem 4:1 beim FC 08 Homburg und dem damit verbundenen Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals ist der FC St. Pauli am Sonnabend (9.12., 20:30 Uhr) in der Liga beim VfL Osnabrück zu Gast. Im letzten Auswärtsspiel des Jahres 2023 wollen die Boys in Brown drei Punkte holen, unterschätzen dürfen sie den Tabellenletzten dabei keineswegs, hat der VfL doch schon gegen drei Topteams gepunktet.

Eine Halbzeit lang bissen sich unsere Kiezkicker am Dienstagabend (5.12.) im DFB-Pokal am Viertligisten Homburg die Zähne aus, ehe sie die Partie am Ende deutlich mit 4:1 für sich entscheiden. Der Einzug ins Viertelfinale war unterm Strich hoch verdient, es war allerdings eine Leistungssteigerung nach der Pause notwendig. Gegen wen es im Januar oder Februar 2024 im Viertelfinale gehen wird, bleibt abzuwarten. Das entscheidet sich am Sonntagabend (10.12., ab 19:15 Uhr) in der ARD Sportschau. Fest steht aber, dass keine 24 Stunden vor der Auslosung in der 2. Bundesliga ein schweres Auswärtsspiel beim VfL Osnabrück ansteht, auch wenn es auf dem Papier eine klare Sache zu sein scheint.

An der Bremer Brücke kommt es zum Duell der Gegensätze. Der Tabellenletzte empfängt den Spitzenreiter. Die Mannschaft mit den meisten Niederlagen und der längsten Durststrecke (acht Spiele in Folge ohne Sieg) trifft auf das einzige noch ungeschlagene Team. Die laufschwächste Mannschaft erwartet das laufstärkste Team. Durchschnittlich spulten unsere Jungs neun Kilometer mehr pro Spiel ab als die Lila-Weißen. Zudem empfängt die schlechteste die beste Defensive der Liga. Noch nie kassierte unser FCSP in 15 Ligaspielen weniger als die bislang erst 13 Gegentore, für Osnabrück hingegen bedeuten die 37 Gegentore und auch die bislang nur sieben Punkte nach 15 Spieltagen einen neuen Negativrekord.

Der nicht zufriedenstellende Saisonverlauf veranlasste die Verantwortlichen des VfL in der Länderspielpause Mitte November dazu, Cheftrainer Tobias Schweinsteiger zu beurlauben. Unter Interimstrainer Martin Heck unterlag der Aufsteiger mit 0:2 gegen den 1. FC Magdeburg, in der Vorwoche feierte Uwe Koschinat dann sein Debüt als neuer VfL-Coach. Der hatte sich seinen Einstand ganz anders vorgestellt, im so wichtigen Spiel bei den Königsblauen mussten sich die Osnabrücker am Ende deutlich mit 0:4 geschlagen geben. Mit einem Sieg hätten die Lila-Weißen den Rückstand auf S04 und Relegationsplatz 16 auf drei Zähler verkürzen können, so aber wuchs dieser auf neun Zähler an.

Sowohl gegen unseren FCSP als auch im abschließenden Spiel bei Hertha BSC brauchen die Niedersachsen dringend Zählbares, um nicht mit einer zu großen Hypothek in die Rückrunde zu starten. Entsprechend wird der Tabellenletzte alles reinhauen und es unseren Kiezkickern so schwer wie möglich machen, mit Punkten im Gepäck von der Bremer Brücke abzureisen. „Wir wollen ein ganz anderes Gesicht zeigen, denn es ist klar, dass man St. Pauli nicht mit einer abwartenden Spielweise kontrollieren kann“, so VfL-Coach Koschinat vor der Partie.

So klar die Rollenverteilung auf dem Papier auch sein mag, so klar formulierte Cheftrainer Fabian Hürzeler aber auch, dass sich sein Team „von der Tabellensituation nicht blenden“ lasse. Seine Mannschaft habe in dieser Saison schon oft bewiesen, dass sie solche Spiele mit maximaler Professionalität angegangen ist, betonte er vor der Partie in Osnabrück, wo seine Schützlinge erneut auf die Probe gestellt werden. Das 0:4 auf Schalke war in der laufenden Saison nach einem 0:4 gegen Fürth und 0:7 gegen Hannover die dritte sehr deutliche Niederlage, die sieben weiteren Pleiten fielen aber stets knapp aus. Auch aufgrund teils später Gegentore haben die Osnabrücker den einen oder anderen Zähler zu wenig geholt.

Gewarnt müssen unsere Jungs vor allem deshalb sein, weil der VfL fünf seiner sieben Zähler gegen drei der aktuell vier besten Teams der Liga geholt hat. Den bislang einzigen Saisonsieg gab es gegen den Tabellenzweiten HSV (2:1), zudem trotzte das Schlusslicht den drittplatzierten Düsseldorfern und auch den viertplatzierten Kielern (jeweils 1:1) einen Punkt ab. Und so gilt es für unser Team einmal mehr, auch das Spiel beim Tabellenletzten Osnabrück mit der maximalen Professionalität anzugehen. Wie nicht nur zuletzt in Homburg, sondern auch in der gesamten Saison haben unsere Boys in Brown mehrfach bewiesen, dass sie genau das können.

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FC St. Pauli TV - die Stimmen
vor dem Spiel

Vor dem Spiel an der Bremer Brücke haben wir uns mit Hauke Wahl und Elias Saad unterhalten.

 

(hb/hv)

Foto: Witters

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