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„Konzentriert und fokussiert“ - Kiezkicker wollen 2. Runde erreichen

Der DFB-Pokal und unser FC St. Pauli. Das passt seit vielen Jahren irgendwie nicht mehr so richtig zusammen. In der jüngeren Vergangenheit war fast immer schon nach der ersten Runde Schluss. Das soll sich am Freitagabend (17.8.) ändern, wenn die Kiezkicker beim SV Wehen Wiesbaden antreten.

„Es wird höchste Zeit, das dann mal zu ändern“, hatte Johannes Flum vor dem Heimspiel gegen den SV Darmstadt rausgehauen. Der letzte Sieg gegen die Lilien lag 17 Jahre zurück, dank des 2:0-Heimsieges ist diese Serie nun aber Geschichte. Eine ganz andere Geschichte ist die des FC St. Pauli im DFB-Pokal. Seit der allseits bekannten B-Serie in der Saison 2005/06 mit dem Einzug ins Halbfinale gegen Bayern München (0:3) ist es wie verhext: Sieben Mal war seitdem bereits nach der ersten Runde Schluss, nur fünf Mal ging’s in Runde zwei, aber nie darüber hinaus.

„Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“, lautet der bekannteste Spruch zum DFB-Pokal. Das hat unser FC St. Pauli vor 13 Jahren als Underdog unter Beweis gestellt, seitdem aber oft auch erleben müssen. Treten die Kiezkicker in Runde eins bei einem Drittligisten an, ist das Aus eigentlich schon besiegelt, zumindest laut der jüngsten Statistik. 2001 folgte das Erstrunden-Aus beim SV Darmstadt 98 (1:3), 2008 beim FC Erzgebirge Aue (4:5 n.E.), 2013 beim SC Preußen Münster (0:1) und im Vorjahr beim SC Paderborn (1:2). 20 Jahre liegt der letzte Erstrundensieg der Kiezkicker gegen den drittklassigen SV Meppen zurück, 1:0 hieß es Ende August 1998 für unseren FCSP. 

Beim SV Wehen Wiesbaden, der im Vorjahr nur knapp die Relegationsspiele zur 2. Bundesliga verpasst hatte, wollen die Kiezkicker auch diese Bilanz zu den Akten legen. Wie? „Wir wollen da weitermachen, wo wir zuletzt aufgehört haben“, stellte FCSP-Cheftrainer Markus Kauczinski, der neben Marc Hornschuh und Jan-Philipp Kalla auf Christopher Buchtmann und wohl auch auf Luca Zander verzichten muss, vor der Partie klar.

Gelingt es seiner Elf, an die beiden Siege gegen Magdeburg und Darmstadt anzuknüpfen, ist ein erster Schritt in Richtung zweite Runde schon mal getan. Klar ist, dass unsere Kiezkicker wieder an ihre Leistungsgrenze gehen müssen. „Wir wissen, dass der Unterschied zwischen der 2. Bundesliga und der 3. Liga nicht groß ist“, warnt Mats Møller Dæhli. „Da müssen wir wieder auf den Punkt konzentriert und fokussiert sein", so Innenverteidiger Christopher Avevor, der mit Blick auf den erfolgreichen Saisonstart hinzufügt: „Wir gehen die Aufgabe Wehen Wiesbaden aber mit viel Selbstbewusstsein an.“

Vor Selbstbewusstsein strotzte unser Pokalgegner Wehen Wiesbaden bis zur Vorwoche nicht. Nach dem Auftaktsieg in der 3. Liga gegen Aalen (2:1) folgten zwei Niederlagen gegen Energie Cottbus (0:2) und Hansa Rostock (2:3). Am vergangenen Wochenende feierte die Elf von Rüdiger Rehm dann aber wieder ein Erfolgserlebnis. Gegen Absteiger Eintracht Braunschweig holten seine Schützlinge in den Schlussminuten ein 1:3 auf und sicherten sich noch einen Zähler – wertvoll für die Moral im Team und gut fürs Selbstvertrauen.

Wenn am Freitagabend (17.8.) um 20:45 Uhr der Ball in der Brita-Arena rollt, sind die jüngsten Ergebnisse aber nicht entscheidend. Dann zählt nur die Tagesform und da wollen unsere Braun-Weißen die Nase vorne haben und die zweite Runde erreichen.

 

(hb)

Fotos: Witters / Eibner


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