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4:3 gegen Regensburg: Braun-weißer Siegeswille wird belohnt

Der FC St. Pauli hat am 31. Spieltag seinen ersten Sieg unter Neu-Coach Jos Luhukay eingefahren. Beim 4:3-Erfolg gegen den SSV Jahn Regensburg bewiesen dessen Schützlinge eine herausragende Moral. Nachdem Hamadi Al Ghaddioui mit einem Doppelpack zwei Mal vorlegte (27., 40.), glichen Dimitrios Diamantakos (35.) und Johannes Flum (52.) jeweils aus. Anschließend brachte Marvin Knoll die Kiezkicker mit einem Freistoßtor in Führung (72.), ehe Ryo Miyaichi den Deckel drauf machte (86.). Der Anschlusstreffer durch Sargis Adamyan kam aus Gäste-Sicht zu spät (90.+5). 

Für das vorletzte Heimspiel der laufenden Saison entschied sich das Trainerteam um Chefcoach Jos Luhukay auf einigen Positionen umzustellen. Vor dem Spiel kündigte sich im Aufstellungsbogen eine Dreierkette mit Marvin Knoll im Zentrum an, dersein Positionsspiel in der Praxis jedoch variabel ausübte und viel Laufarbeit vor der Verteidigung leistete. Dafür entschieden sich die Braun-Weißen wesentlich eher anzulaufen und den Gegner bereits früh unter Druck zu setzen. Da die Gäste für eine ähnliche Spielphilosophie bekannt sind, entwickelte sich ein sehr zweikampfintensives Zweitligaspiel mit vielen wechselnden Ballbesitzphasen.

Daraus resultierte, dass sich das Spielgeschehen in der Anfangsphase weitestgehend zwischen die Strafräume verlagerte. Die erste Torannäherung lieferte Sargis Adamyan, dessen Abschluss aus 20 Metern das Außennetz streifte (7.). Auf der Gegenseite fehlte Jeremy Dudziak bei seinen Versuchen die letzte Präzision (16., 22.). Anschließend machte Regensburg den ersten Schritt auf der Ergebnistafel: Marco Grüttner schirmte ein Adamyan-Zuspiel am Fünfmeterraum ab und legte quer für Hamadi Al Ghaddioui, der aus drei Metern einschob (27.). Im Gegenzug verpasste Ryo Miyaichi, der an der Strafraumkante zum Abschluss kam und an Jahn-Keeper André Weis scheiterte, noch den Ausgleich (28.).

Dafür schlug kurz darauf Dimitrios Diamantakos zu. Die Sturmspitze, die für Alex Meier in die Startelf rückte, schloss aus 18 Metern humorlos ab und die Kugel schlug unhaltbar flach neben dem rechten Pfosten ein (35.). Mittlerweile fanden auch die Hochkaräter ihren Weg in die Partie, sodass kurz darauf der Torschütze erneut vor Weis auftauchte, der den Heber des Griechen allerdings parierte (37.). Auf der Gegenseite marschierte Adamyan auf der Grundlinie entlang und chippte den Ball ins Zentrum. Erneut stand Al Ghaddioui goldrichtig und lenkte das Kunstleder mit der Brust zur zweiten Gästeführung ins Netz (40.).

Viele Zweikämpfe: Beide Duellanten schenkten sich im ersten Durchgang nichts.

Viele Zweikämpfe: Beide Duellanten schenkten sich im ersten Durchgang nichts.

Die Kiezkicker kamen mit einem Wechsel aus der Kabine zurück: Daniel Buballa kam für Yiyoung Park ins Spiel, sodass die St. Paulianer sich wieder klar in einer Viererkette ordneten. Den Boys in Brown war nach dem Seitenwechsel der Siegeswillen umgehend anzumerken. Weis parierte einen Knoll-Freistoß zur Seite. Dort flankte Florian Carstens das Spielgerät zurück ins Zentrum, wo Kapitän Johannes Flum den Ball in den Kasten schädelte – Ausgleich (52.). Anschließend entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Luhukay-Elf die Oberhand gewann. Ein weiterer Knoll-Freistoß klatschte erst an den Pfosten und dann verhinderte Marcel Correia beim Nachschuss von Flum den braun-weißen Führungstreffer (62.).

Die Geschichte der zweiten Halbzeit sollten die brandgefährlichen Freistöße von St. Paulis Nummer Fünf gegen seinen Ex-Verein bleiben. Nach einem Foul an Mats Møller Dæhli bekamen die Braun-Weißen einen Freistoß am linken Strafraumrand ausgesprochen. Knoll schnappte sich das Spielgerät und donnerte die Kugel an der Mauer vorbei zum 3:2 in die Maschen (72.). Mittlerweile hatten die St. Paulianer das Spiel im Griff und waren dem vierten Treffer näher, als der Jahn dem Ausgleich. Nach einer scharfen Hereingabe von Christopher Buchtmann ließ Miyaichi den Matchball auf das halbleere Tor zunächst noch ungenutzt (83.). Danach machte der Flügelflitzer nach einem Zuspiel den Deckel drauf, indem er nach einem weiteren Buchtmann-Zuspiel, Weis umkurvte und cool einschob (86.). Der erste Dreier nach sechs sieglosen Spielen war perfekt - der erste für Cheftrainer Luhukay, auch wenn Adamyan in der fünften Minute der Nachspielzeit noch auf 3:4 verkürzte. 

FC St. Pauli

Himmelmann – Carstens, Knoll, Hoogma – Park (46. Dudziak), Flum (66. Zehir), Dudziak - Møller Dæhli, Buchtmann, Miyaichi – Diamantakos (76. Alex Meier)

Cheftrainer: Jos Luhukay

 

SSV Jahn Regensburg

Weis – Saller (77. Nietfeld), Nachreiner, Correia, Föhrenbach – George, Geipl (77. Stolze), Thalhammer (65. Fein), Adamyan – Grüttner, Al Ghaddioui

Cheftrainer: Achim Beierlorzer

 

Tore: 0:1 Al Ghaddioui (27.), 1:1 Diamantakos (35.), 1:2 Al Ghaddioui (40.), 2:2 Flum (52.), 3:2 Knoll (72.), 4:2 Miyaichi (86.), 4:3 Adamyan (90.+5)

Gelbe Karten: Flum, Miyaichi / Saller, Nachreiner, George

SR: Patrick Alt

Zuschauer: 29.546 (ausverkauft)

 

(ms)

Fotos: Witters

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