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2:2 in Sandhausen - Kiezkicker zum vierten Mal in Folge ungeschlagen

Die Kiezkicker haben ihre Serie dank des 2:2 (1:1) beim SV Sandhausen auf vier Spiele ohne Niederlage ausgebaut. Viktor Gyökeres hatte die Braun-Weißen zunächst in Führung geschossen (28.), Kevin Behrens konnte aber kurz vor der Pause per Foulelfmeter ausgleichen (45.). Nach dem Seitenwechsel ging der SVS durch Robin Scheu zunächst in Führung (63.), ehe Dimitrios Diamantakos zum 2:2-Endstand treffen sollte (78.). In den Schlussminuten vergaben beide Teams dann den möglichen Siegtreffer.

Im Vergleich zum zurückliegenden 3:1-Heimsieg gegen den VfL Osnabrück musste Cheftrainer Jos Luhukay zwei Veränderungen vornehmen. Für den an der Schulter verletzten Henk Veerman begann Viktor Gyökeres, zudem lief Luca Zander für den gelbgesperrten Sebastian Ohlsson auf. SVS-Coach Uwe Koschinat nahm nach dem turbulenten 4:4 beim VfL Bochum einen Wechsel vor, für den gelbgesperrten Gerrit Nauber rückte Tim Kister in die Innenverteidigung.

Die Gastgeber erwischten den besseren Start, sie legten sehr druckvoll los. Nach gerade einmal 45 Sekunden hatte Aziz Bouhaddouz die Führung auf dem Fuß, als er aus 13 Metern frei zum Abschluss gekommen war. Der Ex-Kiezkicker verzog aber um knapp einen Meter (1.). Weitere 50 Sekunden später kam das Leder im FCSP-Strafraum erneut zu Bouhaddouz, dieses Mal scheiterte er am gut reagierenden Robin Himmelmann (2.). Der SVS mit einer weiteren Doppelchance: Erst konnte Himmelmann einen 14-Meter.Schuss von Kevin Behrens entschärfen, dann verzog abermals Bouhaddouz deutlich (10.).

"Wir müssen versuchen, beide auszuschalten", hatte Luhukay vor der Partie noch vor Bouhaddouz und Behrens gewarnt. In der Anfangsphase gelang das seiner Mannschaft nicht. Immerhin: Das Torjäger-Duo des SVS hatte zu wenig Zielwasser getrunken. Die Kiezkicker hätten den Spielverlauf nach einem feinen Spielzug über Viktor Gyökeres, Rico Benatelli, Ryo Miyaichi und Marvin Knoll dann auf den Kopf stellen können. Knoll legte im Strafraum per Hacke für Benatelli auf. Der aufgerückte Mittelfeldspieler traf das Leder nicht richtig und setzte es aus 13 Metern links vorbei (14.). Kurz darauf probierte es Gyökeres aus 20 Metern, doch SVS-Keeper Martin Fraisl packte sicher zu (16.).

Die Gastgeber blieben stets gefährlich und kamen zu einer weiteren Möglichkeit. Behrens legte für Julius Biada ab, doch dessen Schuss konnten die Kiezkicker gerade noch blocken (23.). Nicht zu stoppen war auf der Gegenseite dann Gyökeres. Nach einem Freistoß der Gastgeber konterten die Kiezkicker: Miyaichi spielte einen perfekten 50-Meter-Pass in den Lauf von Gyökeres, der das Leder super annahm, sich gegen Leart Paqrada behauptete und aus 14 Metern in die linke untere Ecke traf – 1:0 (28.)!

Die Koschinat-Elf wirkte ein bisschen geschockt, sorgte wenig später aber erneut für Torgefahr. Biada hatte aus spitzem Winkel abgezogen, doch der Ball rauschte am langen Pfosten vorbei (33.). Bis kurz vor der Pause passierte nicht mehr viel, dann aber foulte Matt Penney den aufgerückten Dennis Diekmeier am linken Strafraumrand, es gab Elfmeter für den SVS. Behrens übernahm und jagte das Leder in die Mitte, Himmelmann hatte sich für die linke Ecke entschieden – 1:1 (45.).

Viktor Gyökeres setzt sich im Duell mit Leart Paqarada durch und trifft zur zwischenzeitlichen Führung.

Viktor Gyökeres setzt sich im Duell mit Leart Paqarada durch und trifft zur zwischenzeitlichen Führung.

Für die zweiten 45 Minuten nahm Coach Jos Luhukay einen Wechsel vor, Penney blieb in der Kabine. Für ihn war nun James Lawrence auf den Rasen, er feierte sein Comeback nach exakt drei Monaten. Lawrence rücke ins Abwehrzentrum, Kapitän Daniel Buballa dafür auf die linke Abwehrseite. Spielfluss kam zu Beginn der zweiten Hälfte aufgrund des einen oder anderen Fouls nicht auf. Nach einer Paqarada-Ecke hatte Bouhaddouz dann die erste Chance für den SVS, sein Kopfball aus gut acht Metern ging aber deutlich drüber (54.).

Luhukay musste kurz darauf auch schon seinen zweiten Wechsel vornehmen. Für Knoll ging’s nach einem Zusammenprall mit Lawrence beim vorangegangenen Paqarada-Eckball nicht weiter, Finn Ole Becker mischte ab sofort mit (57.). Nach einer weiteren Ecke der Gastgeber zappelte der Ball dann im Netz der Kiezkicker. Leo Østigård köpfte diese in Richtung Strafraumkante, wo Robin Scheu lauerte und das Leder direkt nahm, aber nicht richtig traf. Das machte den Ball aber erst so richtig gefährlich, der Aufsetzer segelte über Himmelmann über die Torlinie hinweg zum 1:2 (63.).

Nachdem Biada einen Freistoß aus 18 Metern in die Mauer gesetzt hatte, reagierte Luhukay auf den Rückstand. Er schickte Angreifer Boris Tashchy für Waldemar Sobota auf den Platz (68.). Tashchy sollte mithelfen, die erste Niederlage seit vier Wochen abzuwenden, die Braun-Weißen taten sich aber wie schon seit dem Seitenwechsel sehr schwer, die SVS-Defensive in Bedrängnis zu bringen. Der SVS nutzte die sich nun mehr bietenden Räume und konterte über Diekmeier. Dessen Schuss aus halbrechter Position konnte Himmelmann per Fuß entschärfen (73.).

Im Gegenzug dann mal wieder die Boys in Brown: Nach mustergültiger Flanke des aufgerückten Zander probierte es Tashchy artistisch per Fallrückzieher, der Ball ging aber deutlich vorbei (74.). Genauer zielt wenig später Dimitrios Diamantakos. Der Angreifer setzte sich an der linken Strafraumkante gegen Aleksandr Zhirov durch, zog in die Mitte und traf wuchtig unter die Latte. Fraisl hatte keine Chance und so stand es 2:2 (78.)!

Die große Chance zum möglichen Siegtreffer hatte Miyaichi dann auf dem Fuß. Nach langem Benatelli-Pass tauchte er kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit frei vor Fraisl auf, entschied sich nicht für einen Torschuss, sondern für einen Querpass auf Diamantakos, der Pass aber zu ungenau und die Chance vertan (89.). Weil Linsmayer für den SVS in der Nachspielzeit nach Diekmeier-Flanke per Kopf nur die Latte getroffen hatte, endete die Partie 2:2. Zwar verpassten die Boys in Brown den ersten Auswärtssieg außerhalb Hamburg nach mehr als einem Jahr, sie bauten ihre Serie aber auf inzwischen vier Spiele ohne Niederlage in Folge aus.

SV Sandhausen

Fraisl - Diekmeier, Kister, Zhirov, Paqarada - Scheu (75. Linsmayer), Paurevic, Taffertshofer - Biada (86. Türpitz) - Bouhaddouz, Behrens

Cheftrainer: Uwe Koschinat

 

FC St. Pauli

Himmelmann - Zander, Østigård, Buballa, Penney (46. Lawrence) - Benatelli - Miyaichi, Sobota (68. Tashchy), Knoll (57. Becker), Gyökeres - Diamantakos

Cheftrainer: Jos Luhukay

 

Tore: 0:1 Gyökeres (28.), 1:1 Behrens (45., FE), 2:1 Scheu (63.), 2:2 Diamantakos (78.)

Gelbe Karten: Paqarada, Behrens / Penney, Østigård

Schiedsrichter: René Rohde (Rostock)

Zuschauer: 9.872

 

(hb)

Fotos: Witters

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