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"That's the way, aha aha, we like it"

Das Jahr 2021 neigt sich dem Ende entgegen und so wir blicken noch mal auf die vergangenen zwölf Monate und die insgesamt 19 Heimspiele zurück. Konnten unsere Kiezkicker im Jahr 2020 am Millerntor gerade einmal drei Heimsiege bejubeln, lieferten sie in diesem Jahr aber sowas von ab. 15 Heimspiele konnten sie gewinnen, seit der Rückkehr der Fans ans Millerntor feierten sie acht Heimsiege in Folge. Eine überragende Bilanz, die sowohl Mannschaft als auch Fans mal so richtig gefallen hat.

Mit den beiden Auswärtsspielen in Fürth (1:2) und Würzburg (1:1) begann das Jahr 2021 für unsere tief im Abstiegskampf steckenden Boys in Brown, auch im ersten Heimspiel nach dem Jahreswechsel gelang der erhoffte Befreiungsschlag nicht, gegen Kiel mussten sie sich trotz guter Leistung mit einem 1:1 zufriedengeben. Das Besondere am ersten Heimspiel im Jahr 2021? Es sollte die einzige Punkteteilung am Millerntor bleiben. 15 Siege und nur drei Niederlagen ließ die Schultz-Elf folgen – was für eine Bilanz! 

Im zweiten Heimspiel des Jahres bejubelten die Kiezkicker dann aber die ersten drei von insgesamt 46 Zählern, die am Millerntor geholt wurden, Regensburg wurde mit 2:0 besiegt. "Ich habe immer gewusst, dass wir die Qualität haben. Die haben wir öfters gezeigt, Kleinigkeiten haben aber gefehlt", erklärte Guido Burgstaller nach dem ersten Millerntor-Dreier im Jahr 2021. Cheftrainer Timo Schultz fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: "Beim Abpfiff habe ich mich zu Andreas Bornemann umgedreht und ihm gesagt, dass das Spiel noch nicht zu Ende sein kann, weil wir noch kein Gegentor bekommen haben." Bis zum letzten Hinrunden-Spieltag der Vorsaison hatte es gedauert, bis seine Schützlinge endlich mal ein Spiel ohne Gegentor beenden sollte.

Cheftrainer Timo Schultz und Sportchef Andreas Bornemann nach dem 2:0 gegen Jahn Regensburg.

Dabei sollte es im Jahr 2021 nicht bleiben. Sieben der 14 weiteren Heimsiege im Jahr 2021 wurden ohne Gegentor eingefahren. Viele Siege wie das 4:0 gegen Würzburg in der Vorsaison, das 3:0 gegen Holstein Kiel zum Auftakt in die neue Spielzeit oder auch das 4:0 gegen Hansa Rostock wurden in überzeugender Manier und auch in der Höhe verdient gewonnen. Einige Spiele hatten es aber in sich und waren teilweise bis zur letzten Minute offen, wie das 3:2 gegen Darmstadt im Februar. Hier verspielten die Kiezkicker zunächst eine 2:0-Führung, ehe Burgstaller in der Schlussphase das 3:2 erzielte. Die letzte Szene des Spiels sorgte noch mal war Herzrasen. Erst kratzte Sebastian Ohlsson den Ball gerade noch von der Linie, ehe der Querbalken mithalf, den dritten Heimsieg in Folge zu sichern. Es war das Glück des Tüchtigen. 

Neun Tage nach dem Krimi gegen Darmstadt dann das erste der beiden Derby-Heimspiele im Kalenderjahr 2021. "Ich habe meine Jungs gesagt, dass sie das entscheidende Tor nicht zu früh schießen sollen", scherzte ein bestens gelaunter Schultz nach dem Abpfiff. Es sag schon nach einem torlosen Remis aus, da jagte Daniel-Kofi Kyereh das Leder in Minute 88 sehenswert zum 1:0 in die Maschen. "Ich habe den Ball ins Tor geknallt und fertig", so unsere Nummer 17 nach dem Derbysieg. Was wäre wohl am Millerntor los gewesen, wenn die Ränge bis unters Dach gefüllt wären. Schade, dass die Fans diesen Derbysieg nur vorm Fernseher erleben und den Sieg nicht gemeinsam mit der Mannschaft am Millerntor bejubeln konnten.

Was Anfang März noch nicht möglich war, konnte Mitte August dann aber nachgeholt werden. Im zweiten Heimspiel der neuen Saison gelang den Boys in Brown der vierte Derbysieg im fünften Duell mit den "Rothosen", dieses Mal avancierte Simon Makienok mit zwei Treffer zum Matchwinner. Immerhin 10.003 Fans waren am Millerntor dabei und die 9.292 FCSP-Fans feierten den Erfolg zusammen mit dem Team. "Als ich eingelaufen bin, hatte ich Gänsehaut. Es war einfach unbeschreiblich, wie die Fans uns heute getragen haben", so der kurz zuvor von Arminia Bielefeld verpflichtete Marcel Hartel. Der mit zwei Toren spielentscheidende Simon Makienok fügte hinzu: "Es war ein sehr großer Moment für mich und ein geiles Spiel für uns." Wer will der Aussage schon widersprechen...

Doppel-Torschütze Simon Makienok, Marcel Hartel und Leart Paqarada bejubeln im Derby den Treffer zum zwischenzeitlichen 3:1 von Makienok.

Neben dem Heimsieg gegen den Stadtrivalen gewannen die Boys in Brown auch die sieben weiteren Heimspiele in der laufenden Saison, begonnen hatte alles mit einem überzeugenden 3:0-Erfolg gegen Kiel Ende Juli. Mit tollen Auftritten und durchweg erfrischendem Offensiv-Fußball wurden auch alle anderen Heimspiele gewonnen, darunter ein 4:1 gegen den FC Ingolstadt 04, das 3:0 gegen Dynamo Dresden oder auch das bereits erwähnte 4:0 gegen Rostock. Beim letzten Auftritt am Millerntor dann eine Premiere, erstmals fand ein Heimspiel zur neuen Anstoßzeit am späten Sonnabend um 20:30 Uhr statt und auch das konnten die Kiezkicker für sich entscheiden – 2:1 gegen Schalke 04. 

Das Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig Anfang April wiederum war das vorerst letzte Montagabend-Heimspiel des FC St. Pauli und auch das konnte unsere Mannschaft mit 2:0 für sich entscheiden. Das vorerst letzte Montagabend-Tor am Millerntor erzielte Daniel-Kofi Kyereh. Die letzten beiden Millerntor-Tore im Jahr 2021 waren Guido Burgstaller vorbehalten, gegen seinen Ex-Club Schalke erzielte er seine Treffer 26 und 27 im Kalenderjahr 2021 und trug so entscheidend zum perfekten Abschluss eines überragenden Jahres am Millerntor bei.

An dieser Stelle sollen die drei Heimpleiten gegen den VfL Bochum (2:3), SC Paderborn 07 (0:2) und Hannover 96 (1:2) natürlich nicht unerwähnt bleiben, die 15 Siege in 19 Partien sprechen aber für sich und so kann man nur das unterschreiben, was die FCSP-Fans seit ihrer Rückkehr ans Millerntor in jedem Heimspiel angestimmt haben: "That’s the way, aha aha, we like it!"

 

(hb)

Fotos: FC St. Pauli / Witters

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