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Der FC St. Pauli trauert um Christian Hinzpeter

Der FC St. Pauli trauert um den ehemaligen Vizepräsidenten und Geschäftsführer Christian Hinzpeter. Christian war von 1990 bis 1997 hauptamtlicher Geschäftsführer und Vizepräsident des FCSP. Der langjährige St. Paulianer ist am Freitag (3.12.) im Alter von 67 nach einer Krankheit verstorben. Unser tiefes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und Freunden.

 

Den gebürtig aus Frankfurt stammenden Christian Hinzpeter zog es, nachdem er aus München nach Hamburg kam, sehr schnell ans Millerntor. Dort fühlte er sich wohl und unter seinesgleichen. Wohl 1987 lernte Christian den damaligen Mannschaftsarzt Peter Benkendorf bei einer Feier nach einem gewonnenen Spiel in der Kneipe La Paloma kennen. Und ab da nahm die Geschichte seinen Lauf. Benkendorf stellte Christian Hinzpeter dem damaligen Präsidenten Otto Paulick vor und aus dem Fan Hinzpeter wurde nach einer Zeit als Beisitzer des Präsidiums in den folgenden Jahren der Vizepräsident Hinzpeter.

Er war unter anderem zuständig für die Fanbelange beim FC St. Pauli und damit ein wichtiges Bindeglied zwischen dem damals konservativen Präsidium und einer immer progressiver werdenden Fanszene. So war er es, der die Öffnung des Vereins in Richtung der neuen linken Fanszene ermöglichte und das Engagement des FC St. Pauli gegen Nazis auch im Verein festigte. Außerdem förderte er die Umschreibung der Stadionordnung, unterstützte den Frauenfußball beim FCSP und vertrat Fan-Interessen. Kurz zusammengefasst: Der FC St. Pauli wäre ohne die Offenheit und das Engagement von Christian Hinzpeter in seiner Position als Vizepräsident heute ein anderer Verein.

V.l.n.r.: Vizepräsident Hermann Klauck, Präsident Heinz Weisener und Vizepräsident Christian Hinzpeter im Oktober 1991.

V.l.n.r.: Vizepräsident Hermann Klauck, Präsident Heinz Weisener und Vizepräsident Christian Hinzpeter im Oktober 1991.

Unvergessen seine Worte an das Publikum im Millerntor-Stadion am letzten Spieltag der Saison 1994/95. Der FC St. Pauli führte im entscheidenden Spiel um den Aufstieg gegen den FC Homburg bereits mit 5:0, als einige Zuschauer*innen einen Pfiff des Schiedsrichters als Schlusspfiff interpretierten und den Platz stürmten. Nach viel Aufregung und Trubel griff Christian Hinzpeter - aus der Schiedsrichterkabine kommend - zum Mikrofon und verkündete der wartenden Menge, dass der Schiedsrichter bestätigt habe, dass er das Spiel abgepfiffen habe. Ein großer Tag für den FC St. Pauli und sicherlich auch ein großer Tag für Christian Hinzepeter.

1997 trennten sich die Wege des FC St. Pauli und Christian Hinzpeter. Doch dem FCSP blieb er immer verbunden und so trat er 2020 in den Vorstand des 1910 e.V. ein und nahm den Platz von Tjark Woydt ein. Einen Posten, den Christian viel zu kurz ausfüllte. Mit 67 Jahren verstarb Christian Hinzpeter am Freitagmorgen (3.12.).

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.

Präsident Oke Göttlich zum Tod von Christian Hinzpeter: „Ich bin unfassbar schockiert. Er geht früh, viel zu früh. Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie. Christian Hinzpeter war Wegbereiter des FC St. Pauli in die Moderne. Er hatte schon früh einen Draht in die Fan-Szene. Der FC St. Pauli verliert einen großen Gestalter des Vereins und ist Christian dankbar dafür.“

 

Fotos: Witters

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