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1:1 gegen Bochum - Kiezkicker verpassen erhofften Heimsieg

Die Kiezkicker haben sich am Freitagabend (8.11.) mit 1:1 vom VfL Bochum getrennt. Bochum ging am Millerntor in einer munteren Partie früh durch Simon Zoller in Führung (5.), Waldemar Sobota gelang aber der schnelle Ausgleich (10.). Nach dem Seitenwechsel hatten die Braun-Weißen mehr vom Spiel, verpassten aber den Heimsieg.

Für das dritte Heimspiel binnen zehn Tagen nahm Cheftrainer Jos Luhukay im Vergleich zum zurückliegenden 2:2 gegen den Karlsruher SC drei Veränderungen in der Startelf vor. Für Luca Zander, Finn Ole Becker (beide Bank) und Matt Penney (verletzt) begannen Sebastian Ohlsson, Philipp Ziereis (erster Startelfeinsatz seit Dezember 2018) und Viktor Gyökeres. Bochums Coach Thomas Reis wechselte nach dem 3:1-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg zwei Mal: Für Stefano Celozzi (verletzt) und Manuel Wintzheimer (Bank) starteten Jordi Osei-Tutu und der zuletzt gelb-gesperrte Silvere Ganvoula.

Die Gäste erwischten im ausverkauften Millerntor den besseren Start und hatten nach gerade einmal 26 Sekunden die erste Chance. Nach flacher Hereingabe von Ganvoula verzog Danny Blum jedoch aus gut zehn Metern (1.). Etwas genauer als Blum, aber auch nicht genau genug, zielte auf der Gegenseite dann Waldemar Sobota. Sein Schuss aus 14 Metern klatschte an den linken Pfosten, es fehlten nur Zentimeter zur Führung (4.). Wieder rüber auf die andere Seite, wo die Gäste ihre zweite Chance dann aber eiskalt nutzten. Nach scharfer Hereingabe von Blum landete das Leder bei Simon Zoller. Aus sieben Metern traf dieser aus zentraler Position im Fallen ins lange Eck – 0:1 (5.).

Es ging weiter hin und her und auch die Kiezkicker nutzten ihre zweite Torchance. Nach einer guten Kombination über mehrere Stationen bekam Sobota das Leder von Mats Møller Dæhli zugespielt. Sobota ließ einen Gegenspieler aussteigen, legte sich den Ball vor dem Strafraum noch einmal zurecht und traf dieses Mal genau ins links Eck – 1:1 (10.)! Es blieb alles andere als langweilig am Millerntor, das nächste Raunen ging wenig später durchs Stadion, nachdem Anthony Losilla im Anschluss an eine Ecke eine Flanke von Danilo Soares an den Außenpfosten geköpft hatte (16.).

Nach der turbulenten Anfangsphase mit Möglichkeiten hüben wie drüben blieben weitere Torszenen zwar aus, die Partie blieb in der Folge aber spannend, weil viel Tempo im Spiel war und die nächste Chance jederzeit folgen konnte. Es dauerte jedoch eine Weile, ehe sich der sehr auffällige Sobota das Leder schnappte, einen Gegenspieler stehen ließ und aus dem Rückraum mit dem schwächeren linken Fuß abzog. Der Ball ging links am Bochumer Kasten vorbei (28.). Kurz darauf probierte es Ohlsson dann aus fast 30 Metern. Der Ball drehte sich zwar zum Tor, es fehlte am Ende aber ein guter Meter (31.).

Die Kiezkicker erspielten sich in dieser Phase ein Übergewicht und dann hatten alle Braun-Weißen den Torschrei auf den Lippen. Bei einer Sobota-Ecke kam Leo Østigård aus acht Metern frei zum Kopfball, doch Riemann verhinderte mit einem Reflex das 2:1 (33.). Die Gäste blieben aber stets gefährlich und so kam Soares nach Doppelpass mit Zoller aus halblinker Position zum Abschluss. Sein Schuss wurde noch abgefälscht und deshalb erst so richtig gefährlich, das Leder rauschte aber am langen Pfosten vorbei (37.). Es war die letzte nennenswerte Szene einer sehr unterhaltsamen ersten Halbzeit.

Waldemar Sobota war in der ersten Halbzeit der torgefährlichste Kiezkicker, hier bejubelt er seinen Treffer zum 1:1.

Waldemar Sobota war in der ersten Halbzeit der torgefährlichste Kiezkicker, hier bejubelt er seinen Treffer zum 1:1.

Personell unverändert kehrten beide Teams auf den Rasen zurück. Wie in Halbzeit eins legten zunächst die Gäste den Vorwärtsgang ein. Nach einer Flanke von Chung-Yong Lee traf Ganvoula das Leder aber nicht richtig, Robin Himmelmann nahm den Ball problemlos auf (46.). Dann war aber wieder die Luhukay-Elf an der Reihe. Nach einer Ecke von Sobota köpfte der aufgerückte Ziereis das Leder aber deutlich vorbei (51.). Es war eine weiterhin von beiden Teams intensiv geführte Partie, spielerische Höhepunkte hatten zu Beginn der zweiten Hälfte jedoch noch Seltenheitswert.

Aufregung dann nach einer von mehreren Ecken für die Kiezkicker: Østigård war einen Tick schneller am Ball als Danilo Soares und blieb anschließend angeschlagen liegen. Die Kiezkicker wollten einen Elfmeter, doch Schiedsrichter Florian Badstübner wertete den Zweikampf nicht als Foul (55.). Die Kiezkicker hatten mehr vom Spiel und blieben am Drücker. Der auf dem linken offensiven Flügel eingesetzte Gyökeres probierte es von der seitlichen Strafraumkante, leicht abgefälscht strich das Leder am langen Pfosten vorbei (63.).

Mitte der zweiten Hälfte hatte Dimitrios Diamantakos dann das 2:1 auf dem Fuß, aus leicht spitzem Winkel scheiterte er aber an Riemann, der per Fuß klären konnte. Im direkten Gegenzug kam Lee im Duell mit Østigård dann im Strafraum zu Fall, auch hier entschied Badstübner nicht auf Strafstoß (67.) In der Folge nahm Jos Luhukay die ersten beiden Wechsel vor: Erst kam Marvin Knoll für Møller Dæhli (68.), wenig später dann Henk Veerman für Diamantakos (73.).

Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff brachte Lee das Leder zunächst lang in den Strafraum und fand im aufgerückten Losilla einen Abnehmer. Bochums Kapitän traf das Leder aber nicht richtig und setzte es  deutlich neben Kasten (77.). Kurz darauf musste Himmelmann dann sein ganzes Können zeigen, als Lee frei vor ihm auftauchte. Mit einer starken Fußabwehr verhinderte Himmelmann aber den möglichen Rückstand (78.). Auf der Gegenseite probierte es der aufgerückte Ohlsson noch einmal aus dem Rückraum, er jagte das Leder aber in Richtung Gästeblock (86.).

Nach Foul an Knoll gab es dann noch mal einen Freistoß aus 22 Metern, sehr zentral vor dem Bochumer Strafraum. Knoll und Sobota standen bereit. Knoll übernahm und schlenzte das Leder nur hauchdünn am Tor zum vermeintlichen Siegtreffer vorbei (89.). Es sollte einfach nicht sein, nach zwei Minuten Nachspielzeit pfiff Badstübner die Partie ab und so mussten sich die Braun-Weißen mit einem Zähler begnügen.

FC St. Pauli

Himmelmann - Ohlsson, Ziereis, Østigård, Buballa - Flum - Miyaichi, Sobota, Møller Dæhli (68. Knoll), Gyökeres - Diamantakos (73. Veerman)

Cheftrainer: Jos Luhukay

 

VfL Bochum

Riemann - Osei-Tutu, Lorenz, Bella Kotchap, Danilo Soares - Losilla, Tesche - Zoller (90. Wintzheimer), Lee, Blum - Ganvoula

Cheftrainer: Thomas Reis

 

Tore: 0:1 Zoller (5.), 1:1 Sobota (10.)

Gelbe Karten: Ziereis / Danilo Soares, Blum

Schiedsrichter: Florian Badstübner

Zuschauer: 29.546 (ausverkauft)

 

(hb)

Fotos: Witters

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