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Siegesserie gerissen: Der FC St. Pauli unterliegt mit 0:2 in Düsseldorf

Der FC St. Pauli hat bei Fortuna Düsseldorf mit 0:2 verloren und damit den fünften Sieg in Serie verpasst. Die Schultz-Elf hatte stark begonnen, musste dann jedoch den Rückstand durch Felix Klaus hinnehmen (26.). Die Gastgeber steigerten sich in der Folge und konnten nach dem Seitenwechsel durch Kevin Danso auf 2:0 erhöhen (48.). Die Kiezkicker suchten den Weg nach vorne, fanden jedoch zu selten Lösungen in der Offensive, während Düsseldorf sogar einige Möglichkeiten für weitere Treffer ungenutzt ließ und einen letztlich verdienten Heimerfolg feiern konnte.

Angesichts von drei Pflichtspielen innerhalb von neun Tagen setzte Timo Schultz trotz der jüngsten Siegesserie auf eine dosierte Rotation und nahm im Vergleich zum ungefährdeten Erfolg gegen Würzburg drei Änderungen in der Startelf vor. Guido Burgstaller kehrte für Max Dittgen zurück in den Angriff, zudem kamen Afeez Aremu und Tore Reginiussen für Rico Benatelli und Philipp Ziereis von Anfang an zum Zug. An der taktischen Ausrichtung mit Mittelfeld-Raute änderte sich jedoch nichts. Auch die Gastgeber gingen nach zuletzt zwei Siegen mit Rückenwind in die Begegnung. Anders als sein Gegenüber Schultz setzte Fortuna-Coach Uwe Rösler auf Kontinuität und verzichtete auf Wechsel in Startelf. Das bedeutete auch, dass Ex-Kiezkicker Rouwen Hennings zunächst auf der Bank Platz nahm.

Die Fortuna setzte zu Beginn auf frühes Pressing und hätte nach einem Ballgewinn durch Dawid Kownacki die erste große Chance der Partie Partie für sich verbuchen können, wenn der Pole zuvor nicht im Abseits gestanden hätte (3.). Nach ähnlichem Schema ergab sich auch die erste Chance für den FC St. Pauli, bei der Omar Marmoush Keeper Florian Kastenmeier aber nicht überwinden konnte (14.). Abgesehen davon gab es aufgrund der konzentrierten Defensivarbeit auf beiden Seiten bis weit in den ersten Durchgang hinein kaum offensive Höhepunkte.

Der FC St. Pauli war das aktivere Team und auch die besseren Werte bei Ballbesitz, Zweikämpf- und Passquote sprachen zu diesem Zeitpunkt für die Gäste, in Führung ging aber die Fortuna. Beim Schuss von Kristoffer Peterson nach starkem Solo konnte Dejan Stojanovic noch parieren, beim Abstauber des nachgerückten Klaus war er jedoch machtlos (26.). Mit der Führung übernahmen die Hausherren auch die Initiative und erarbeiteten sich durch Klaus per Freistoß (31.) und einen Abschluss durch Peterson (32.) weitere gute Möglichkeiten. Die Kiezkicker mussten sich ihrerseits erstmal schütteln und arbeiteten sich zum Ende der Halbzeit wieder besser in die Partie. Am Pausenrückstand konnten sie jedoch nichts mehr ändern.

Auffälligster Akteur im ersten Durchgang aber ohne Glück im Abschluss: Omar Marmoush

Auffälligster Akteur im ersten Durchgang aber ohne Glück im Abschluss: Omar Marmoush

Der zweite Durchgang begann ähnlich wie der erste: Die Düsseldorfer attackierten früh den Spielaufbau der Braun-Weißen, die den Druck durch lange Bälle zu überspielen versuchten. Durch ihr Pressing kamen die Gastgeber zu zwei Ecken nacheinander, wobei Innenverteidiger Danso bei der zweiten am höchsten stieg und per Kopf auf 2:0 erhöhte (48.). Und wie schon nach dem ersten Tor wollten die Fortunen nachlegen. Der aufgerückte Leonardo Koutris scheiterte an Stojanovic (51.) und auch Peterson (55.) und Marcel Sobottka (58.) zielten nicht genau genug. Auf der Gegenseite sorgten lediglich ein Freistoß von Marmoush (54.) und ein Fernschuss von Zalazar (63.) für etwas Gefahr. Gegen die jetzt zunehmend tiefer stehenden Düsseldorfer brachte Timo Schultz erst Benatelli für Aremu und später auch Jannes Wieckhoff für Finn Ole Becker.

St. Pauli war um den Anschluss bemüht, gewährte den Düsseldorfern dadurch aber auch immer wieder Räume und Chancen, wobei Peterson (72.), Kownacki (76.) sowie die eingewechselten Shinta Appelkamp (78.) und Hennings (85.) teilweise beste Gelegenheiten auf das vorentscheidende 3:0 verpassten. Ein Kopfball von Burgstaller hätte die Begegnung noch einmal spannend machen können, doch ein Reflex von Kastenmeier verhinderte den Anschlusstreffer (86.). Nach einer weiteren guten Chance für Rouwen Hennings (88.) ging es dann in die vierminütige Nachspielzeit, in der sich trotz weiterer Gelegenheiten für die Gastgeber aber nichts mehr am Ergebnis und dem letztlich verdienten Erfolg der Fortuna ändern sollte.

Fortuna Düsseldorf

Kastenmeier - Zimmermann, Danso, Krajnc, Koutris - Sobottka, Bodzek (77. Borrello) - Klaus (68. Iyoha), Prib (68. Piotrowski), Peterson (77. Appelkamp) - Kownacki (81. Hennings)

Cheftrainer: Uwe Rösler

 

FC St. Pauli

Stojanović - Paqarada, Lawrence, Reginiussen, Zander - Aremu (56. Benatelli), Becker (65. Wieckhoff), Kyereh (73. Daschner), Zalazar - Burgstaller, Marmoush (73. Dittgen)

Cheftrainer: Timo Schultz

 

Tore: 1:0 Klaus (26.), 2:0 Danso (48.)

Gelbe Karten: Peterson, Piotrowski / Kyereh, Lawrence, Reginiussen, Paqarada, Hain (Torwarttrainer)

Schiedsrichter: Michael Bacher (Amerang-Kirchensur)

 

(hbü)

Fotos: Witters

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