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2:3 gegen Bochum: Kiezkicker unterliegen trotz zweimaliger Führung

Gegen starke Bochumer mussten sich die Profis des FC St. Pauli am Donnerstagabend (28.1.) mit 2:3 geschlagen geben. In der vor allem im ersten Durchgang spektakulären Begegnung brachten Guido Burgstaller (4.) und Kofi Kyereh (32.) die Kiezkicker zweimal in Führung, die aber jeweils Simon Zoller ausgleichen konnte (28. und 42.). Im zweiten Durchgang spielten die Gäste dann ihre Stärken aus und kamen letztlich verdient aber in der Entstehung glücklich durch ein Eigentor von Daniel Buballa zum entscheidenden dritten Treffer (63.).

Sechs Punkte aus den vergangenen beiden Partien boten Cheftrainer Timo Schultz eigentlich keinen Anlass für personelle Veränderungen in seiner Startelf. Und so rückte lediglich Adam Dźwigała hinten rechts in die Viererkette, weil Sebastian Ohlsson mit muskulären Problemen passen musste. Die Gäste waren als erfolgreichstes Zweitligateam in das neue Jahr gestartet, hatten aber am vergangenen Spieltag beim SV Sandhausen erstmals nach zuvor vier Siegen nur Remis gespielt. Dennoch beließ es auch Coach Thomas Reis bei einer Änderung und brachte von Beginn an Gerrit Holtmann anstelle von Milos Pantovic.

Die Bochumer stellten vor dem Spiel die beste Abwehr der Liga, gerieten aber früh ins Hintertreffen, weil St. Pauli einen Start nach Maß erwischte. Nachdem Omar Marmoush in guter Position noch der Ball versprungen war (2.), konnte Burgstaller nach Vorarbeit von Leart Paqarada kurz darauf einnetzen (4.). Dabei traf der Österreicher aus kurzer Distanz zunächst nur die Latte, den Abpraller drückte er dann zu seinem dritten Saisontor über die Linie. Doch die Gäste zeigten sich nicht geschockt und suchten ihrerseits den Weg nach vorne. Dabei küsste eine durch Philipp Ziereis abgefälschte Holtmann-Flanke die Latte (9.) und auch der Abschluss von Maxim Leitsch nach einer Ecke war nicht ungefährlich (13.).

Der VfL erarbeitete sich in dieser Phase ein spielerisches Übergewicht, während die Kiezkicker auf Kontergelegenheiten lauerten. Zoller versuchte es aus halbrechter Position, zielte aber rechts am Tor vorbei (19.). Auf der Gegenseite verpasste Omar Marmoush nach starkem Dribbling das Abspiel auf den besser postierten Burgstaller (25.). Stattdessen schlugen die Bochumer zu. Von Robert Zulj auf die Reise geschickt legte Zoller den Ball an Dejan Stojanovic vorbei und schob ins leere Tor ein (28.). Es waren wilde Minuten am Millerntor, in denen erst Finn Ole Becker auf der Linie den Kopfball von Leitsch klären konnte (31.), bevor Kyereh mit einem fulminanten Distanzschuss zum 2:1 traf (32.). Marmoush hätte sogar noch erhöhen können, verzog von der rechten Seite aber deutlich (33.).

Das bessere Ende der extrem ereigsnisreichen ersten Hälfte hatten die Bochumer für sich. Nach Flanke von Holtmann und einem Missverständnis in St. Paulis Hintermannschaft köpfte erneut Zoller am zweiten Pfosten zum 2:2-Ausgleich ein (43.), der gleichzeitig den Pausenstand bedeutete.

Perfekter Start: Guido Burgstaller trifft zur frühen Führung.

Perfekter Start: Guido Burgstaller trifft zur frühen Führung.

Für den zweiten Durchgang nahmen beide Trainer jeweils einen Wechsel vor. Bei Bochum kam Pantovic für Herbert Bockhorn in die Partie und bei den Kiezkickern feierte Luca Zander sein Comeback anstelle von Dźwigała. Nach der extrem temporeichen ersten Hälfte ließen es beide Teams nach dem Seitenwechsel zunächst kontrollierter angehen. Erste Torgefahr brachte ein Freistoß für die Bochumer, den Zulj ans Außennetz setzte (57.). Stojanovic wäre allerdings zur Stelle gewesen. Für Braun-Weiß tauchte Marmoush im Strafraum der Gäste auf, doch dem Ägypter fehlte weiterhin das Glück im Abschluss (60.). Und auch hinten fehlte den Hausherren anschließend das Glück. Denn der Schuss von Zulj wäre für Stojanovic wohl haltbar gewesen, doch Daniel Buballa fälschte ihn unhaltbar ins eigene Netz ab (63.). Schultz brachte dann mit Afeez Aremu und Leon Flach frische Kräfte im Mittelfeld, Becker und Rico Benatelli gingen raus (70.). Die Gäste blieben allerdings die spielbestimmende Mannschaft, hielten den Ball lange in den eigenen Reihen und ließen defensiv kaum etwas zu. Offensiv setzten weiter Zulj und Zoller die Akzente. Letzterer konnte in der 74. Minute einen Kopfball nicht gut genug platzieren. Beim Schuss von Pantovic kurz darauf hatte St. Pauli Glück, dass der Bochumer Holtmann in der Schussbahn stand (76.).

Für die Schlussminuten kamen noch Simon Makienok und Maximilian Dittgen (83.) in die Partie, den erhofften Offensivschwung brachte die Maßnahme aber nicht mehr. Stattdessen agierte der VfL bis in die Nachspielzeit souverän und brachte die Führung letztlich ungefährdet ins Ziel. Die Gäste bleiben durch den Erfolg ein heißer Kandidat im Aufstiegsrennen, während die Kiezkicker den Spieltag auf dem Relegationsplatz abschließen.

FC St. Pauli

Stojanovic - Dźwigała (46. Zander), Ziereis, Buballa, Paqarada (83. Dittgen) - Benatelli (70. Aremu), Becker (70. Flach), Kyereh, Zalazar - Marmoush, Burgstaller (83. Makienok)

Cheftrainer: Timo Schultz

 

VfL Bochum

Riemann – Gamboa, Bella Kotchap, Leitsch, Danilo Soares – Losilla, Tesche – Bockhorn (46. Pantovic), Zulj (89. Masovic), Holtmann (90.+1 Eisfeld) - Zoller (83. Ganvoula)

Cheftrainer: Thomas Reis

 

Tore: 1:0 Burgstaller (4.), 1:1 Zoller (28.), 2:1 Kyereh (32.), 2:2 Zoller (43.), 2:3 Buballa (Eigentor, 63.)

Gelbe Karten: - / Gamboa

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)

 

(hbü)

Fotos: Witters

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