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Nichts zu holen in Heidenheim: Kiezkicker unterliegen mit 0:3

Es bleibt dabei: nichts zu holen in Heidenheim. Am Ostersonntag (21.4.) verloren die Kiezkicker auch ihr fünftes Spiel beim 1. FCH. Beim 0:3 hatten Marc Schnatterer (18.) und Nikola Dovedan (26., 28.) die Gastgeber mit ihren Treffern bereits im ersten Durchgang auf die Siegerstraße gebracht. Nach dem Seitenwechsel hatte der FC St. Pauli nach kurzer Drangphase nicht mehr viel hinzuzusetzen und musste sich nach dem Platzverweis für Finn Ole Becker (73.) letztlich der Niederlage fügen.

Cheftrainer Jos Luhukay hatte angekündigt, dass seine Mannschaft an die gute Leistung aus der zweiten Hälfte gegen Arminia Bielefeld anknüpfen wolle. Und auch personell schlug sich dieses Vorhaben nieder, denn die Startelf bildeten in Heidenheim jene elf Spieler, die beim Wiederanpfiff gegen die Arminia auf dem Rasen gestanden hatten. Mats Møller Dæhli, der in der Vorwoche noch begonnen hatte, fehlte aufgrund von muskulären Problemen komplett. Für den Norweger stand Marvin Knoll in der ersten Elf. FCH-Trainer Frank Schmidt bot St. Pauli-Schreck Schnatterer (neun Torbeteiligungen in neun Begegnungen mit den Kiezkickern) wieder von Beginn an auf und auch Top-Torjäger Robert Glatzel, der unter der Woche zwei Einheiten krankheitsbedingt verpasst hatte, stand in der Startformation.

Die ersten Minuten bei sommerlichen Temperaturen gehörten den Gastgebern. Erst probierte es Sebastian Griesbeck aus der Distanz (2.), kurz darauf durfte sich auch Schnatterer versuchen (5.). Beide Schüsse verfehlten den Kasten von Robin Himmelmann allerdings deutlich. Gefährlicher wurde es anschließend auf der Gegenseite: Ryo Miyaichi fand Christopher Buchtmann am Strafraum und Kevin Müller musste sich bei dessen Abschluss gehörig strecken, um zur Ecke zu klären (9.). Teil vier des Fernschuss-Schlagabtauschs in der lebhaften Anfangsphase legte dann Robert Andrich nach, doch auch der Mittelfeldmann zielte vorbei (10.).

Der vierte Versuch brachte dann schließlich die Führung für die Gastgeber. Schnatterer nutzte den Freiraum, den ihm St. Paulis Hintermannschaft am Strafraum gewährte, und überwand Himmelmann mit einem trockenen Schuss unten links ins Tor (18.). Im Gegenzug wurde Miyaichi in aussichtsreicher Position aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung zu Unrecht zurückgepfiffen (22.). Justin Hoogma hatte den Japaner mit einem langen Ball auf die Reise geschickt. Heidenheim gab sich mit der Führung nicht zufrieden und konnte durch Dovedan gleich doppelt nachlegen. Erst setzten Andrich und Glatzel den Österreicher in Szene (26.), anschließend wurde er von Niklas Dorsch bedient (28.). Bei beiden überlegten Abschlüssen war Himmelmann machtlos.

Für die Braun-Weißen war in dieser ersten Hälfte nichts zu holen. Stattdessen liefen sie meist hinterher und mussten froh sein, dass Dovedan in der 36. Minute die Chance zum Hattrick durch einen unplatzierten Abschluss im Strafraum liegenließ. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs schaltete Heidenheim angesichts der deutlichen Führung einen Gang zurück und überließ der Luhukay-Elf ein wenig die Initiative. Aufgrund vieler Ungenauigkeiten im Passspiel wusste diese das aber nicht zu nutzen und so ging es mit dem 0:3 in die Kabine.

Im zweiten Durchgang durfte dann Finn Ole Becker nach seinem Kurzeinsatz gegen Bielefeld in der Vorwoche weitere Profi-Luft schnuppern, Buchtmann blieb dafür draußen. Der Youngster führte sich mit einem Abschluss direkt gut ein, dieser geriet aber zu zentral auf Müller (46.). Die ersten Minuten nach Wiederbeginn machten den rund 1.600 mitgereisten St. Pauli-Anhängern dennoch Hoffnung auf Besserung. Knoll sorgte mit einem Freistoß aus 20 Metern für die nächste gefährliche Szene (48.). Bei den Gastgebern ist Schnatterer der Mann für die ruhenden Bälle. Sein Versuch kurz darauf strich knapp rechts am Kasten vorbei (50.). Andrich (55.) und erneut der auffällige Becker (59.) konnten weitere Abschlüsse verbuchen, große Gefahr kam jedoch in beiden Fällen nicht auf.

Für die beiden Torschützen Schnatterer und Dovedan war dann Feierabend. In der 64. Minute brachte Schmidt für sie Robert Leipertz und Denis Thomalla. Luhukay tauschte mit Richard Neudecker für Jeremy Dudziak ebenfalls, zuvor war bei den Kiezkickern bereits Ersin Zehir für Florian Carstens gekommen (58.). Angesichts der klaren Verhältnisse verflachte die Partie Mitte der zweiten Hälfte immer mehr. Heidenheim beschränkte sich weitestgehend auf die Ergebnisverwaltung und St. Pauli fehlten an diesem Nachmittag die Mittel, um die Defensive der Gastgeber ernsthaft zu fordern. Den gebrauchten Tag komplett machte dann der Platzverweis von Becker, der nach wiederholtem Foulspiel in der 73. Minute die Gelb-Rote Karte sah und vorzeitig den Platz verlassen musste.

In Überzahl suchte Heidenheim noch einmal den Weg nach vorne. Leipertz hätte in der 79. Minute weiter erhöhen können, verfehlte aber aus spitzem Winkel das Tor. Abgesehen davon spielten es die Gastgeber in der Schlussphase souverän herunter, während die zehn St. Paulianer auf Schadensbegrenzung bedacht waren. Erneut Leipertz hätte dennoch fast das 4:0 erzielt, doch der ebenfalls eingewechselte Richard Neudecker kratze den Ball von der Linie (90.). Schiedsrichter Benjamin Cortus sah keinen Grund für eine Nachspielzeit und pfiff die Begegnung kurz nach dieser Szene ab. Mit dem Sieg kann sich Heidenheim weiterhin Hoffnungen auf einen der vorderen Plätze machen, während sich die Kiezkicker wohl endgültig aus dem Aufstiegsrennen verabschieden.

FC St. Pauli

Himmelmann - Park, Carstens (58. Zehir), Hoogma, Dudziak (68. Neudecker) - Flum, Knoll - Miyaichi, Allagui, Buchtmann (46. Becker) - Meier

Cheftrainer: Jos Luhukay

 

1. FC Heidenheim

Müller - Busch, Mainka, Theuerkauf, Beermann - Schnatterer (64. Leipertz), Andrich, Griesbeck, Dorsch - Glatzel (77. Skarke), Dovedan (64. Thomalla)

Cheftrainer: Frank Schmidt

 

Tore: 1:0 Schnatterer (18.), 2:0, 3:0 Dovedan (26., 28.)

Gelbe Karten: - / Becker

Gelb-Rote Karte: Becker (73.)

Schiedsrichter: Benjamin Cortus

Zuschauer: 13.500

 

(hbü)

Fotos: Witters

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