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Für mehr Vielfalt in der Belegschaft: der FCSP verfasst Leitlinien Diversität

Das Präsidium des FC St. Pauli hat Leitlinien verabschiedet, um Diversität und Inklusion beim Arbeitgeber FC St. Pauli zu fördern. Mit diesem Schritt soll das Arbeitsumfeld vielfältiger, offener und inklusiver werden. Der FC St. Pauli will nicht nur nach außen seiner sozialen Verantwortung gerecht werden, sondern Fairness und Chancengleichheit auch nach innen leben. Gleichzeitig hilft eine vielfältige Belegschaft, mehr Perspektiven und Stimmen wahrzunehmen, um sich als Unternehmen zu verbessern.

Ausgehend von dem Mitgliederbeschluss aus dem Jahr 2019, paritätisch besetzte Gremien beim FC St. Pauli zu schaffen, welcher auch ein Konzept für Geschlechterparität für die hauptamtliche Führung fordert, gründete sich 2020 die Steuerungsgruppe Diversität. In einem partizipatorischen Prozess und mit der Unterstützung der Beratungsstelle für Inklusion im Fußball "KickIn!" wurden seitdem mehrere Handlungsfelder bearbeitet und mögliche Maßnahmen für die weitere Vereinsentwicklung entworfen. Gleichzeitig hat sich der FC St. Pauli mit Unternehmen in Hamburg vernetzt, die sich dem Thema Diversität ebenfalls verschrieben haben.

Die Projektleiter*innen Reyk Sonnenschein (Abteilung Strategie, Nachhaltigkeit, Veränderung) und Laura Becker (Leitung Personal) haben gemeinsam mit  Kolleg*innen aus verschiedenen Abteilungen sechs Leitlinien auf den Weg gebracht, zu denen sich das Präsidium des FC St. Pauli bekennt.

Die sechs Leitlinien:

  • Bekenntnis zu Vielfalt
  • Handeln nach dem FC St. Pauli Zielbild 2025
  • Quotenregelung als Steuerungselement
  • Transparenz und Diversität in Führung und Personalentwicklung
  • Förderung individueller Lebens- und Karriereplanung im Unternehmen
  • Flexible Organisation

Die Gruppe hat sich das Ziel gesetzt, dass der FC St. Pauli in Zukunft keine Quote für Frauen in Führungspositionen benötigt. Gleichzeitig betont Oke Göttlich, dass es dafür jedoch vorgeschaltet einer Quote bedarf: "Eine Quote ist absolut notwendig, um irgendwann keine Quote mehr zu haben, weil man mit der Zeit, so die Idee, eine zufriedenstellende paritätische Besetzung auf verschiedenen Vielfalts-Dimensionen hat." Weiter betont der Präsident, dass er sich wünsche, der FC St. Pauli wäre bereits vielfältiger, als er aktuell ist.

Was sind die nächsten Schritte?

Nun geht es darum, die Grundlagen zu nutzen und umzusetzen. So werden Führungskräfte in Bezug auf diversitätssensible Personalauswahl intensiv beraten. Gleichzeitig laufen aktuell Workshops mit allen Mitarbeitern*innen des Vereins zu inklusiver und diskriminierungsfreier Kommunikation. Darüber hinaus steht das Projekt "STEILPASS" zur Förderung vielfältiger und barrierefreier Arbeitsplätze in den Startlöchern.

In einem Podcast des FC St. Pauli erklären Laura Becker und Oke Göttlich, warum die Leitlinien sinnvoll sowie nützlich sind - und warum unterschiedliche Perspektiven sowie Partizipation ein Vorteil im Wettbewerb sind. 

Fotos: FC St. Pauli

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