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Herber Dämpfer in Hannover: Kiezkicker unterliegen 96 mit 0:4

Der FC St. Pauli muss im Nordduell bei Hannover 96 eine 0:4-Niederlage hinnehmen. Ex-Kiezkicker Marvin Ducksch hatte die Gastgeber schon früh in Führung gebracht (6.), die Hendrik Weydandt per Kopf noch in der Anfangsphase ausbauen konnte (17.). Gerade als sich die Kiezkicker im zweiten Durchgang endlich besser in die Partie gefunden hatten, zerstörte der dritte Treffer durch Genki Haraguchi die letzten Hoffnungen auf einen Punktgewinn (61.). In der Schlussphase markierte der eingewechselte Cedric Teuchert schließlich noch das 4:0 gegen weit aufgerückte Hamburger (80.).

Aufgrund der Belastung der Englischen Woche hatte Jos Luhukay Veränderungen in der Startelf angekündigt. Im Vergleich zum Heimsieg gegen Aue ließ der Niederländer seine Defensive inklusive Sebastian Ohlsson als Stabilisator vor der Abwehr jedoch unverändert, auf den offensiveren Positionen tauschte der Cheftrainer hingegen viermal. In der Zentrale begannen Marvin Knoll und Rico Benatelli anstelle von Waldemar Sobota und Youngster Christian Viet. In der vordersten Reihe ersetzten Luis Coordes und Viktor Gyökeres Henk Veerman und den angeschlagenen Dimitrios Diamantakos. Auch Luhukays Gegenüber Kenan Kocak hatte bei seinem Team vier Veränderungen vorgenommen, unter anderem begann im Angriff Hendrik Weydandt anstelle von John Guidetti neben dem zuletzt treffsicheren Ex-Kiezkicker Marvin Ducksch.

Die Gastgeber, schon vor der Partie befreit von allen Aufstiegsträumen und Abstiegssorgen, hatten am Wochenende gegen Darmstadt verloren und ihnen war von Beginn an anzumerken, dass sie die Niederlage vergessen machen wollten. Marcel Franke nach einer Ecke (3.) sowie Ducksch im Umschaltspiel (4.) konnten die ersten guten Einschussmöglichkeiten noch nicht nutzen. Die kalte Dusche für die Kiezkicker folgte jedoch kurz darauf, als Weydandt alleine vor Robin Himmelmann querlegte, sodass Ducksch nur noch einschieben musste (6.). Möglich wurde der Treffer, weil Leo Østigård im Aufbauspiel als letzter Mann weggerutscht war.

Nach dem unglücklichen Auftakt waren die Kiezkicker bemüht, in die Partie zu finden, doch Hannover machte weiter Druck und erhöhte durch Weydandt auf 2:0 (17.). Julian Korb hatte den großgewachsenen Angreifer mit einer Flanke an den Fünfmeterraum eingesetzt. Ein erstes offensives Lebenszeichen setzten die Kiezkicker durch einen Konter über Coordes, den Finn Ole Becker allerdings nicht platziert abschließen konnte (24.). Abgesehen von dieser Szene gelang dem Team allerdings wenig. 96, die offensivstärkste Mannschaft der vergangenen Wochen, agierte zielstrebiger und kam durch Ducksch zur nächsten Gelegenheit, die Himmelmann entschärfte (27.). So dauerte es bis in die Schlussminuten des ersten Durchgangs, ehe sich die Begegnung ein wenig beruhigte. Die Boys in Brown konnten sich nun mehr Spielanteile erarbeiten, was aber auch daran lag, dass die Gastgeber einen Gang zurückschalteten. Folgerichtig ging es dann mit dem 2:0 in Pause.

Früher Nackenschlag: Marvin Ducksch bringt Hannover 96 mit 1:0 in Führung (6.).

Früher Nackenschlag: Marvin Ducksch bringt Hannover 96 mit 1:0 in Führung (6.).

Trotz des Rückstands kehrten die Kiezkicker personell unverändert auf den Rasen zurück, während Genki Haraguchi bei Hannover den angeschlagenen Linton Maina ersetzte. Anders als zu Beginn des Spiels agierten die Gastgeber nun zurückhaltender, sodass das Spielgeschehen sich öfter in Hannovers Hälfte abspielte. Mehr als ein letztlich ungefährlicher Fernschuss durch Marvin Knoll sprang jedoch nicht heraus (54.). Jos Luhukay reagierte und brachte Johannes Flum für Ohlsson (54.) und kurz darauf Henk Veerman und Maximilian Franzke (60.) für Viktor Gyökeres und Becker. Die Hoffnungen auf den Anschlusstreffer erhielten jedoch direkt im Anschluss einen erneuten Dämpfer. Haraguchi konnte am Strafraum abziehen und sein Schuss segelte noch leicht abgefälscht unhaltbar für Himmelmann in den Winkel (61.).

Die Partie war damit so gut wie entschieden und plätscherte relativ ereignisarm der Schlussphase entgegen. Hannover tat nicht mehr als nötig, während St. Pauli an diesem Abend die Durchschlagskraft und Ideen fehlten, um ernsthafte Torgefahr zu entwickeln. Stattdessen nutzten die Hausherren eine Kontersituation über die eingewechselten John Guidetti, Haraguchi und letztlich Teuchert als Abnehmer in der Mitte zum vierten Treffer (80.). Dabei blieb es bis zum Schlusspfiff. Für die Kiezkicker wird es nun in der kurzen Zeit bis zum Heimspiel gegen Regensburg darum gehen, diese herbe Niederlage zu verdauen, um dann die noch fehlenden Zähler zum sicheren Klassenerhalt einzufahren.

Hannover 96

Zieler - Horn (85. Ostrzolek), Hübers, Franke, Korb - Anton - Prib (55. Muslija), Maina (46. Haraguchi), Kaiser - Ducksch (70. Guidetti), Weydandt (70. Teuchert)

Cheftrainer: Kenan Kocak

 

FC St. Pauli

Himmelmann - Penney, Buballa, Østigård (73. Avevor), Zander - Ohlsson (54. Flum) - Knoll, Benatelli - Becker (60. Franzke) - Coordes (60. Veerman), Gyökeres (73. Tashchy)

Cheftrainer: Jos Luhukay

 

Tore: 1:0 Ducksch (6.), 2:0 Weydandt (17.), 3:0 Haraguchi (61.), 4:0 Teuchert (80.)

Gelbe Karten: Muslija / Zander

Schiedsrichter: Alexander Sather

 

(hbü)

Fotos: Witters

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