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Karaman antwortet Saad: Kiezkicker unterliegen auf Schalke mit 1:3

Der FC St. Pauli hat das Auswärtsspiel am Freitag (1.3.) beim FC Schalke 04 mit 1:3 (0:1) verloren. Die ersten beiden Treffer für die Königsblauen erzielte Yusuf Kabadayi, einmal kurz vor der Pause (44.) und in der 73. Minute. Für die Kiezkicker traf Elias Saad noch zum 1:2-Anschluss (89.), ehe Kenan Karaman mit dem dritten Schalker Tor die Niederlage für die Braun-Weißen endgültig besiegelte (90.+2).

Cheftrainer Fabian Hürzeler gab der Startelf das Vertrauen, die eine Woche zuvor mit 4:3 bei Holstein Kiel gewann. Das bedeutete, dass erneut Marcel Hartel als "falscher Neuner" aufdribbelte. Aljoscha Kemlein spielte wieder an der Seite von Kapitän Jackson Irvine auf der zentralen Mittelfeldposition. David Nemeth stand aufgrund von leichter muskulärer Probleme nicht im Kader. Der an der Förder gelb-rot-gesperrte Elias Saad rückte wiederum ins Aufgebot und nahm zunächst auf der Bank platz. Auf der Gegenseite veränderte S04-Coach Karel Geraerts im Vergleich zur 0:3-Niederlage in Magdeburg auf gleich fünf Positionen. Derry Murkin, Simon Terodde, Bryan Lasme, Yusuf Kabadayi und Beanou-Junior Soppy standen in der Anfangself der Knappen - auch die Formation war im Vergleich zur Magdeburg-Pleite ein andere, setzte Geraerts statt auf eine Fünfer- dieses Mal auf eine Viererkette.

Erster Abschluss & erster Wechsel

Die Anfangsphase der Partie auf Schalke war geprägt von einem starken Abtasten beider Teams - wobei unsere Kiezkicker mit ihren Ballbesitzphasen optisch das Geschehen auf dem Rasen kontrollierten. Folgerichtig verzeichneten so die Braun-Weißen den ersten nennenswerten Abschluss, eine sehenswerte Seitenverlagerung auf Dapo Afolayan nutzte der Außenstürmer, um nach innen zu ziehen, jedoch nicht abzuschließen, sondern mit Auge auf den besser postierten Connor Metcalfe zu spielen, der wiederum an Marius Müller im Schalker Kasten seinen Meister fand (10.). Sekunden nach der ersten Tormöglichkeit - Schockmoment auf unserer Seite, Eric Smith musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Für ihn kam Adam Dźwigała, der auf die rechte Seite im Abwehrverbund der Dreierkette rückte, Hauke Wahl übernahm die Smith-Position. Gute Besserung an unsere Nummer acht an dieser Stelle!

Königsblaues Aufbäumen

Wie wirkte sich der frühe gezwungene Wechsel auf das Spielgeschehen aus? Die Gastgeber kamen nach 20 Zeigerumdrehungen zu zwei Eckbällen, ein daraus folgender Distanzschuss von Paul Seguin stellte aber keine Gefahr für Nikola Vasilj im FCSP-Gehäuse dar, ansonsten waren die Kiezkicker bemüht, weiterhin dem Spiel ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Die Kulisse in der Veltins-Arena feierte hingegen jeden gewonnen Zweikampf der Knappen und ein lautes Raunen übertrumpfte jeden Fangesang, sobald die Königsblauen nach vorne preschten, wie in der 26. Minute, als ein abgeblockter Ball vor die Füße von Thomas Ouwejan landete, der voll Maß nahm, aber ein Kiezkicker noch die Greten dazwischen bekam und das Leder neben das Tor lenkte.

Nackenschlag vor der Pause

Nach gut einer halben Stunde war die Hürzeler-Elf hauptsächlich im Defensivverbund beschäftigt und warf sich in jeden Ball sowie jedes Laufduell und jeden Schuss. Nennenswerte Tormöglichkeiten blieben bis zum Pausenpfiff aber aus, zumindest dachte man das bis zur 44. Minute, als jedoch Ouwejan freigespielt wurde, von links ins Zentrum flach und scharf reinspielte, Terodde das Leder passieren ließ und Kabadayi Nutznießer auf Seiten der Gastgeber war und zum 1:0 für die Königsblauen traf.

 

Dapo Afolayan versuchte in der Anfangsviertelstunde immer wieder am Schalker Beanou-Junior Soppy vorbeizukommen

Dapo Afolayan versuchte in der Anfangsviertelstunde immer wieder am Schalker Beanou-Junior Soppy vorbeizukommen

Für den zweiten Durchgang tauschte Hürzeler einmal aus - Johannes Eggestein kam für Aljoscha Kemlein. Hartel füllte dafür die zentrale Mittelfeldposition aus, während Eggestein vorne als Mittelstürmer fungierte. Und die Kiezkicker versuchten durch clevere Seitenverlagerungen entweder auf Manolis Saliakas oder Dapo Afolayan in die gefährlichen Zonen zu gelangen - auch ein scharfes Anspiel auf Eggestein, der als Wandspieler dann für schnelles Klatsch-Steil-Spiel genutzt werden sollte, war hier ein probates Mittel. Doch auch die Gastgeber versteckten sich weiterhin nicht, getragen durch das Publikum setzten die Königsblauen auch in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit immer wieder kleine Nadelstiche.

Kabadayi erhöht

Den ersten gefährlichen Torabschluss setzten unsere Boys in Brown, wie im ersten Durchgang war es Connor Metcalfe, der Müller in dieser Szene mit einer Direktabnahme prüfte (58.). Nach einer Stunde wurden die Schalker giftiger, störten den Spielaufbau des Hürzeler-Teams früh und kamen so zu Ballgewinnen. Großchancen sprangen für die Knappen in dieser Phase der Partie allerdings nicht heraus. In der 73. Minute schlugen dann wiederum die Schalker effektiv zu: Ein langer Ball wurde per Kopf auf den gestarteten Terodde verlängert, der zunächst noch am stark reagierenden Vasilj scheiterte, doch Kabadayi den Rebound zum 2:0 nutzte - ganz bitter für die Braun-Weißen, die somit nur noch eine gute Viertelstunde für eine mögliche Aufholjagd hatten.

Saads Anschlusstreffer

In der Schlussphase warfen die Schützlinge von Hürzeler auch alles nach vorne und schafften es, sich bis in den Strafraum der Gelsenkirchener zu kombinieren und sie belohnten sich: Dem eingewechselten Elias Saad gelang durch einen abgefälschten Ball der Anschlusstreffer vor Ende der regulären Spielzeit (89.) und die Nachspielzeit von sieben Minuten versprach eine heiße Schlussphase in der Veltins-Arena zu werden. In der Nachspielzeit behielten die Gastgeber allerdings den kühleren Kopf und machten mit dem dritten Treffer durch Kenan Karaman den Deckel endgültig drauf. 

FC Schalke 04

Müller - Soppy (69. Brunner), Kalas, Murkin, Ouwejan - Schallenberg, Seguin - Lasme (62. Topp), Karaman, Kabadayi (77. Churlinov) - Terodde (C)

Cheftrainer: Karel Geraerts

 

FC St. Pauli

Vasilj - Wahl (85. Albers), Smith (12. Dźwigała), Mets - Saliakas, Irvine (C), Kemlein (46. Eggestein), Treu - Metcalfe (62. Saad), Hartel, Afolayan

Cheftrainer: Fabian Hürzeler

 

Tore: 1:0 Kabadayi (44.), 2:0 Kabadyi (73.), 2:1 Saad (89.), 3:1 Karaman (90.+2)

Gelbe Karten: Soppy, Kabadayi, Churlinov / -

Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)

Fans: 61.497

 

(ch)

Fotos: FC St. Pauli

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