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Kiezkicker verlieren 0:2 in Paderborn - zwei Elfmeter entscheidend

Der FC St. Pauli hat beim SC Paderborn 07 mit 0:2 (0:1) verloren. In einer munteren Partie scheiterte Rodrigo Zalazar für die Braun-Weißen per Strafstoß an SCP-Keeper Leopold Zingerle (21.). Robin Himmelmann parierte ebenfalls einen Elfmeter, Schütze Dennis Srbeny traf jedoch im Nachschuss (39.). Nach dem Seitenwechsel erzielte Chris Führich dann früh den zweiten Treffer (56.) für den SCP, der sich den Sieg dank einer starken zweiten Halbzeit am Ende auch verdiente.

Im Vergleich zur 0:3-Heimniederlage gegen den Karlsruher SC vor fast zwei Wochen nahm Cheftrainer Timo Schultz für die Partie beim SC Paderborn 07 vier Veränderungen vor. Christopher Avevor, James Lawrence, Kevin Lankford und Maximilian Dittgen begannen anstelle von Marvin Knoll, Luca Zander, Leart Paqarada und Rico Benatelli. Paderborns Coach Steffen Baumgart sah nach dem deutlichen 4:0-Erfolg in Darmstadt hingegen keinen Grund, seine Startelf zu verändern.

"Ich würde mich freuen, wenn es auf dem Platz hin und her geht und beide Mannschaften mit viel Feuer und Leidenschaft spielen", hatte sich Timo Schultz vor der Partie gewünscht. Und so sollte es auch kommen, denn auf ein langes Abtasten verzichten beide Teams, die beide früh den Spielaufbau des Gegners störten. Torchancen blieben in der Anfangsphase aber aus, weil beide Abwehrreihen konsequent verteidigten. Eine Möglichkeit ergab sich im Anschluss an einen Einwurf dann aber doch für den aufgerückten Sebastian Ohlsson. Mit einem Linksschuss aus 18 Metern traf er aber den am Boden liegenden Simon Makienok (9.).

Dann die große Chance zur Führung für die Kiezkicker: Nach perfekter Flanke von Kevin Lankford setzte Maximilian Dittgen einen Kopfball aus sieben Metern jedoch knapp links am Tor vorbei – da war mehr drin (12.). Auf der Gegenseite zog Christopher Antwi-Adjei an mehreren Boys in Brown vorbei in den Strafraum, seine flache Hereingabe verpasst Julian Justvan aber deutlich (16.). Aufregung dann nur drei Minuten später im SCP-Strafraum, da reklamierten die Braun-Weißen ein Handspiel von Svante Ingelsson. Nach VAR-Einsatz zeigte Christian Dingert dann auch zurecht auf den Punkt. Rodrigo Zalazar scheiterte mit seinem mittig platzierten Ball an Leopold Zingerle, der per Fuß die Führung der Schultz-Elf verhinderte (21.).

Die Partie blieb intensiv geführt, Paderborn dabei mit mehr Ballbesitz, die Kiezkicker aber mit der nächsten Chance: Nach gutem Zusammenspiel mit Lankford drang Ohlsson über rechts in den Strafraum ein und legte zu Daniel-Kofi Kyereh zurück. Dessen Schuss auch acht Metern konnte ein Paderborner aber gerade noch blocken (27.). Paderborn in der Folge mit Übergewicht und einigen guten Möglichkeiten. Erst konnte James Lawrence einen Schuss von Dennis Srbeny (gerade noch blocken 35.), ehe Chris Führich aus 14 Metern den Außenpfosten traf (36.).

Nach Foul von Zalazar an Ingelsson gab es dann auch für die Gastgeber einen Strafstoß. Srbeny trat an und scheiterte an Himmelmann, den Abpraller jedoch beförderte der Stürmer dann über die Linie (39.). Weil Zingerle einen Schuss von Lankford aus dem rechten unteren Eck fischen konnte (44.), ging's für die Boys in Brown mit dem 0:1-Rückstand in die Pause.

Gegen Nürnberg und Darmstadt hatte Rodrigo Zalazar vom Punkt noch getroffen, heute scheiterte er an Paderborns Leopold Zingerle.

Gegen Nürnberg und Darmstadt hatte Rodrigo Zalazar vom Punkt noch getroffen, heute scheiterte er an Paderborns Leopold Zingerle.

Personell unverändert kehrten beide Mannschaften auf den Rasen zurück. Langeweile kam auch nach dem Seitenwechsel nicht auf, beide Teams blieben ihrer Linie treu und suchten immer wieder den Weg nach vorne. Dittgen setzte sich dann auf links durch und brachte den Ball hoch in die Mitte. Hier probierte es Makienok artistisch per Fallrückzieher, er traf den Ball aber nicht richtig (53.). Auf der Gegenseite wurde es dann brenzlig: Srbeny kam frei aus spitzem Winkel zum Abschluss, er traf aus zehn Metern aber nur den Außenpfosten (54.).

Ein frühes Pressing der Gastgeber sorgte dann für die 2:0-Führung. Christopher Avevor wurde auf der rechten Seite energisch gestört, der geblockte Ball landete bei Srbeny. Der Angreifer leitete in die Mitte zu Führich und der ließ Himmelmann mit einem platzierten 18-Meter-Flachschuss in die rechte untere Ecke keine Abwehrchance – 0:2 (56.). Nachdem Avevor einen Schuss von Führich entscheidend abfälschen konnte (59.) und Lawrence einen Kopfball nach der anschließenden Ecke vor der Linie klären konnte (60.), nahm Schultz seine ersten beiden Wechsel vor. Afeez Aremu und Lukas Daschner nun für Rodrigo Zalazar und Maximilian Dittgen dabei (62.).

Finn Ole Becker bediente wenig später den aufgerückten Ohlsson im Strafraum des SCP, dessen Schuss aus halbrechter Position ging aber deutlich drüber (66.). Himmelmann wiederum musste gegen Antwi-Adjei eingreifen, mit dessen Linksschuss hatte er aber keine Probleme (68.). Bei einem abgefälschten Schuss von Srbeny packte er zudem sicher zu (69.). Die Schlussphase brach so langsam, zwei Tore brauchte die Schultz-Elf, um nicht mit leeren Händen nach Hamburg zurückzukehren. Comeback-Qualitäten hatten die Kiezkicker ja schon bewiesen, in Bochum in Darmstadt konnten sie mit späten Doppelschlägen einen 0:2-Rückstand drehen.

Paderborn erwies sich jedoch aber als harte Nuss, gegen die gut gestaffelte SCP-Defensive fehlte den Kiezkickern die nötige Durchschlagskraft. Die Möglichkeit zum Anschlusstreffer hatte Makienok, der nach einer flachen Hereingabe von Ohlsson in Rücklage jedoch deutlich zu hoch zielte (73.). Nachdem Ohlsson einen Freistoß der Gastgeber an den Querbalken verlängert hatte (75.), wechselte Schultz drei weitere Male aus. Marvin Knoll, Luca Zander und Boris Tashchy ersetzten Sebastian Ohlsson, Finn Ole Becker und Daniel-Kofi Kyereh (77.).

Die Kiezkicker erhöhten den Druck und Hoffnung keimte auf, als Daschner per Hacke Tashchy in Szene setzte und der aus 15 Metern den Anschlusstreffer erzielte. Nach VAR-Einsatz wurde der Treffer aber zurecht aberkannt, Daschner hatte zuvor knapp im Abseits gestanden (83.). In der Schlussminute verhinderte Himmelmann nach einem Ballverlust in der eigenen Hälfte gegen den eingewechselten Prince-Osei Owusu dann das 0:3 (90.), wenig später war dann Feierabend.

SC Paderborn 07

Zingerle - Dörfler, Hünemeier, Schonlau, Collins - Justvan (70. Terrazzino), Schallenberg, Ingelsson (78. Vasiliadis) - Führich (70. Pröger), Srbeny (78. Owusu), Antwi-Adjei (89. Okoroji)

Cheftrainer: Steffen Baumgart

 

FC St. Pauli

Himmelmann - Ohlsson (77. Knoll), Avevor, Lawrence, Buballa - Lankford, Zalazar (62. Aremu), Becker (77. Zander), Dittgen (62. Daschner) - Kyereh (77. Tashchy) - Makienok

Cheftrainer: Timo Schultz

 

Tore: 1:0 Srbeny (39.), 2:0 Führich (56.)

Bes. Vorkommnis: Zingerle hält Handelfmeter von Zalazar (21.) / Himmelmann pariert Foulelfmeter von Srbeny (39.)

Gelbe Karten: Collins / Kyereh, Avevor

Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)

 

(hb)

Fotos: Witters

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