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„Wir haben alle gekämpft und uns den Sieg gemeinsam verdient“

Auftakt nach Maß, wenngleich auch noch nicht alles perfekt lief. Aber: Zum Rückrundenstart haben unsere Kiezkicker in Nürnberg die ersten drei Punkte geholt und die hatten sie sich - trotz Chancenplus der Gastgeber gerade in Halbzeit eins - am Ende auch verdient. Entsprechend zufrieden waren unsere Jungs nach dem Abpfiff. Hier die Stimmen zum Spiel.

Cheftrainer Fabian Hürzeler: „Wir hatten heute teilweise glückliche Szenen gegen den Ball, gerade in der ersten Halbzeit, da hat es Nürnberg gut gemacht. Sie haben viele Bälle in den Zehner-Raum auf ihren Zielspieler Daferner gespielt und haben die zweiten Bälle gewonnen. Nürnberg hat es sehr gut gemacht und hatte den einen oder anderen Torabschluss. Nikola hält einmal überragend. Mit dem Ball fand ich meine Mannschaft zu passiv und zu mutlos. Wir sind dann glücklich in Führung gegangen, haben es aber nicht geschafft, den Rückenwind mitzunehmen. Die Führung zur Pause war glücklich. Wir haben dann ein, zwei Kleinigkeiten umgestellt und dann fand ich uns deutlich aktiver und besser. Wir konnten die zweiten Bälle besser gewinnen, waren viel mutiger und haben Lösungen mit dem Ball gefunden. Das zweite Tor haben wir aber nicht gemacht, weil wir im letzten Drittel nicht präzise genug waren. So mussten wir bis zur letzten Sekunde zittern. Wir haben in der zweiten Halbzeit alles gegeben, um hier was mitzunehmen und sind sehr glücklich.“

Jakov Medić: „Wir holen drei Punkte und ich erziele den Siegtreffer - besser hätte es nicht laufen können. Es war wichtig heute, auch für mich. Ich war mehr als zwei Monate verletzt und habe heute erstmals wieder gespielt. Es kann immer sein, dass jemand kurzfristig ausfällt, weil er verletzt oder krank ist. Heute bin ich für Eric reingekommen. Ich wusste, dass ich einhundert Prozent geben und immer konzentriert sein muss. An meine Schulter habe ich gar nicht mehr gedacht, der Kopf war frei. Ich bin froh, dass alles gut gelappt hat. Wir alle sind froh, dass wir endlich wieder auswärts gewonnen haben. Wir wollen auch das nächste Auswärtsspiel gewinnen, den Fokus legen wir aber erst einmal auf das Heimspiel gegen Hannover.“

Marcel Hartel: „Wir haben heute alles reingeworfen, was wir haben. Wir wollten die 1:0-Führung unbedingt über die Zeit bringen und das haben wir auch sehr, sehr gut gemacht. Wir hatten heute den Willen. Nürnberg hat am Ende viele lange Bälle in den Strafraum geschlagen, die haben wir sehr gut verteidigt. Sie hatten ein paar gute Möglichkeiten, haben die aber nicht zu Ende gespielt oder vollendet. Mit Eric ist heute ein wichtiger Spieler ausgefallen, Jakov ist eingesprungen und hat es super gemacht. Wir wollten den Sieg unbedingt und sind überglücklich, dass wir die drei Punkte eingefahren haben. Heute waren wieder sehr viele Fans von uns dabei. Es ist schön, sie auch mal wieder mit einem Lächeln nach Hause schicken zu können. Endlich können auch wir mal im Zug sitzen und mit einem Lachen nach Hamburg fahren. Fabian hat an den richtigen Schrauben gedreht, er erreicht die Mannschaft und hat vor dem Spiel auch eine richtig gute Ansprache gehalten. Wir haben dann gekämpft und am Ende auch gewonnen.“

Nikola Vasilj: „Ich bin froh, dass ich dem Team heute helfen konnte. Wir haben alle gekämpft und uns den Sieg gemeinsam verdient. Es war nicht einfach zu spielen, Nürnberg hat viele lange Bälle gespielt, die wir aber gut verteidigt haben. Was die Defensivarbeit angeht, haben wir uns, wie man schon in den Testspielen sehen konnte, verbessert. Ich muss ehrlich sein, dass es wirklich gut tut und wichtig für mich war, zu Null zu spielen. Das ist das beste Gefühl für einen Torwart. Was das Thema Nummer Eins angeht, war ich immer positiv und bin auch davon ausgegangen, dass ich spiele. Ich finde, dass ich in der Hinrunde einen guten Job gemacht habe.“

Leart Paqarada: „Wir haben in vielen Bereichen ein gutes Spiel gemacht. Nürnberg kam mit viel Wucht, gerade in der ersten Halbzeit. Das musst du in einem Auswärtsspiel aber auch wegstecken. Wir haben kompakt verteidigt und gehen dann in Führung. Am Ende geht das 1:0 in Ordnung. Ob der Sieg verdient oder unverdient ist, spielt keine Rolle. Wir fahren mit drei Punkten nach Hause. Jakov war lange verletzt raus, spielt plötzlich und macht dann das entscheidende Tor. Das ist typisch Fußball. Ich freue mich für ihn, aber auch für uns als Mannschaft. Einen Auswärtssieg hatten wir lange nicht mehr.“

FCN-Cheftrainer Markus Weinzierl: „Es ist eine sehr bittere Niederlage. Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, bei einer Standardsituation aber einmal nicht aufgepasst. Das war heute entscheidend. Wir haben aber eine gute Reaktion gezeigt und uns hunderprozentige Chancen erspielt, wenn ich an die Chancen von Jan Gyamerah und Lino Tempelmann denke. Zur Pause lagen wir in meinen Augen dann unverdient hinten. Im zweiten Durchgang haben wir schlecht begonnen und wir haben es auch nicht mehr diese hunderprozentigen Chancen erarbeitet. Wir müssen uns für den betriebenen Aufwand belohnen, St. Pauli war heute diese eine Standardsituation besser und das ist sehr bitter für uns.“

 

(ch/hb/lg/pg)

Fotos: Witters

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