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"Wir sind glücklich, dass wir unseren Fans diesen Moment schenken konnten"

"Derbysieger, Derbysieger" schallte es zunächst noch im Stadion, als die Kiezkicker den Auswärtssieg im Volspark direkt nach dem Abpfiff mit ihren FCSP-Fans feierten. In der Kabine wurde "Derbysieger, Derbysieger" dann noch mal angestimmt. Keine Frage: Die Stimmung unserer Kiezkicker war nach dem 2:0-Erfolg bei den "Rothosen" natürlich bestens. Hier die Stimmen zum Spiel.

Sportchef Andreas Bornemann: "In den ersten 15 Minuten hatten wir sehr viel Mühe, das darf man bei aller Euphorie und Freude nicht ausblenden. Da hatten wir Probleme im Anlaufen und große Löcher im Mittelfeld. Wenn wir da in Rückstand geraten, kann das Spiel auch ganz anders verlaufen. Mit Blick auf die letzten Spiele wurden wir zuletzt nicht gerade von Glück überhäuft. So war es heute einfach mal legitim, die Anfangsphase zu überstehen. Wir haben es dann aber besser gemacht und haben mehr Mut gezeigt. Aus drei Chancen haben wir zwei Tore gemacht und hinten raus haben wir das Spiel nach Hause gekämpft. Mit einem dritten Tor hätten wir das Spiel aber schon früher für uns entschieden. Wir freuen uns über die drei Punkte."

Matt Penney: "In so einem Spiel mein erstes Tor für den FC St. Pauli zu erzielen, ist einfach überwältigend. Als der Ball zu mir kam, wusste ich gleich, dass ich draufhalten werde. Ich habe den Ball dann optimal getroffen und wusste sofort, dass der genau passen wird. Die letzten Wochen waren nicht leicht für mich. Der Trainer hat mir immer gesagt, dass ich weiter mein Bestes geben und weiter hart arbeiten soll. Das habe ich getan. Ich bin überglücklich, heute gespielt, getroffen und mit dem Team dieses wichtige Spiel gewonnen zu haben."

Robin Himmelmann: "Fußball kannst Du nicht immer erklären. Im letzten Heimspiel schießen wir 20 Mal aufs Tor, heute machen wir aus drei Chancen zwei Tore. Das ist Wahnsinn. Deswegen lieben wir den Sport so sehr. Nach dem Seitenwechsel haben wir nicht viel zugelassen. Durch die Art und Weise, wie wir angelaufen sind, haben wir den HSV nicht zur Entfaltung kommen lassen. So sind wir am Ende der Sieger. Die Freude ist einfach riesengroß. Natürlich ist so ein Sieg emotionaler. In den vergangenen Wochen haben uns unsere Fans immer wieder auf das Derby angesprochen. Wir sind glücklich, dass wir unseren Fans diesen Moment schenken konnten."

Dimitrios Diamantakos: "Hier und heute zu gewinnen, ist einfach nur super! Ich habe mich natürlich sehr gefreut, heute von Beginn an aufzulaufen. Ob wir mit einem oder zwei Stürmern spielen, wir können beides. Der Trainer hat sich heute für zwei Stürmer entschieden. Mit Henk verstehe ich mich super. Ich hätte gerne selbst getroffen, das war heute aber nicht wichtig. Nur der Sieg war wichtig."

Rico Benatelli: "Es war ein sensationelles Gefühl, heute auf dem Platz zu stehen und nach dem Abpfiff mit den Fans zu feiern. Es war auch sehr wichtig, endlich den Auswärtsfluch zu beenden. Taktisch sind wir es hier und heute mutig angegangen und freuen uns, dass der Plan aufgegangen ist. Wir konnten den Fans heute einiges zurückgeben, indem wir ausgerechnet das prestigeträchtige Duell gegen den HSV gewinnen konnten. Schade, dass mein Tor zurückgepfiffen wurde. So ein Kopfballtor habe ich noch nicht gemacht, aber heute ist das egal. Nur der Derbysieg ist heute wichtig."

Leo Østigård: "Vielleicht waren wir vor dem Spiel und zu Beginn noch ein bisschen zu nervös. Im letzten Spiel lief vieles gegen uns, heute hatten wir das Glück. Dann machen wir zwei fantastische Tore. Heute können wir uns richtig freuen. Der Sieg war wichtig für uns als Mannschaft und für unsere Fans. Wir haben ihnen gegeben, was sie wollten. Es war das bislang größte Spiel für mich. Ich bin überglücklich, dass wir das Spiel für uns entscheiden konnten. Als ich zehn Minuten vor dem Abpfiff auf die Uhr geguckt habe, dachte ich, dass wir auch die letzten Minuten noch überstehen müssen. Es war ein harter Fight, der HSV hat noch mal gedrückt. Als der Schlusspfiff dann ertönte, war es ein unglaubliches Gefühl."

Waldemar Sobota: "Ich muss erst einmal durchschnaufen, das Spiel hat viel Kraft gekostet. Wir haben den HSV nur 15 Minuten spielen lassen und hatten dabei auch Glück. Mit dem 1:0 haben wir nicht mehr viel zugelassen und den HSV nicht mehr ins Spiel kommen lassen. Sie konnten ihr gutes Aufbauspiel nicht mehr so durchziehen, wie sie es wollten. Am Ende ist es ein richtig guter Sieg, den wir heute feiern werden. Gedanklich bin ich aber schon beim Osnabrück-Spiel. Wenn der Derbysieg Bedeutung haben soll, müssen wir gegen Osnabrück nachlegen."

Marvin Knoll: "Geil fühlt sich das heute an. Ich hatte gehofft, bin Beginn an zu spielen, habe dann aber alles gegeben, als ich reingekommen bin. Ich konnte noch mal Mentalität und eine gewisse Stimmung reinbringen. Der HSV war zu Beginn sehr stark, dann machen wir aber die Tore. Nach der Pause können wir das dritte Tor nachlegen, dann wäre das Spiel vorzeitig entschieden gewesen. Du gewinnst auswärts ganz lange nichts und dann spielst Du hier beim HSV und gewinnst. So ist Fußball. Heute können wir uns freuen. Wenn wir in den nächsten Spielen aber nicht punkten, hat uns der Derbysieg auch nichts gebracht. Für den Kopf war der heute ganz, ganz wichtig."

Martin Harnik (HSV): "In den ersten 20 Minuten haben wir überragend gespielt, treffen aber nur die Latte und den Pfosten. Der Ball wollte einfach nicht reingehen. Mit unserem ersten Ballverlust geht St. Pauli mit dem ersten Torschuss dann in Führung. Da hätten wir aufmerksamer sein müssen. Wir wussten, dass sie immer gefährlich werden können. Mit dem zweiten Torschuss erzielen sie dann auch das zweite Tor. Wir haben danach alles probiert, hätten aber noch Tage weiterspielen können und hätten kein Tor erzielt."

Tim Leibold (HSV): "Das haben wir uns heute anders vorgestellt. Am Anfang haben wir drei, vier richtig gute Möglichkeiten und müssen die Tore machen. St. Pauli schießt dann drei Mal aufs Tor und zwei Bälle sind drin. Das zweite Gegentor war der Knackpunkt, da haben wir die Köpfe hängenlassen. St. Pauli stand danach tief drin und hat gut verteidigt."

 

(hb/lf)

Fotos: Witters

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