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„In Pokalspielen geht es nur ums Gewinnen“

Die Erleichterung war nach dem 2:1-Erfolg nach Verlängerung bei unseren Kiezkickern spürbar. Wir waren nach dem Zweitrundenspiel im DFB-Pokal gegen Schalke 04 in der Mixed-Zone und bei der Pressekonferenz wieder auf Stimmenfang.

Cheftrainer Fabian Hürzeler: „Wir sind behäbig reingekommen, unsere Positionierungen waren schlecht, beim Passspiel waren die Ballannahmen und Mitnahmen nicht präzise genug. Schalke hat es auch sehr gut gemacht, sie sind sehr viel gelaufen, um die Räume zu schließen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann kleinere Veränderungen vorgenommen, auch auf der personellen Seite. Dann wurden wir sehr dominant, hatten mehr Spieler in der Boxnähe. Im letzten Drittel waren wir aber immer noch nicht konsequent genug, konnten durch die gute Boxbesetzung aber viele zweite Bälle aufgreifen. Auch die hat Schalke gut verteidigt, aber wir sind dran geblieben, haben die erste, die zweite und die dritte Welle gemacht. Das ist dann auch nicht einfach für den Gegner, da rauszukommen. Wir haben es dann auch sehr gut gemacht in der Restverteidigung. Schalke ist immer gefährlich, sie haben eine hohe individuelle Qualität und das haben wir sehr aufmerksam wegverteidigt. Dass wir nach dem 1:1 bzw. in der Verlängerung die Ruhe bewahrt haben, weiter geduldig Fußball gespielt haben, nicht in Hektik verfallen sind, sondern immer wieder von links nach rechts den Angriff vorbereitet haben, das war wirklich sehr imponierend. Im Großen und Ganzen war der Sieg dann auch verdient. Natürlich hätten wir lieber noch konsequenter verteidigt, dass wir nicht immer einem Rückstand hinterherlaufen, aber das ist im Fußball nun mal so. Und dann auch heute wieder Kompliment an die Mannschaft, wie sie darauf reagiert hat.“

Eric Smith: „Ich habe meine Adduktoren wieder gespürt und wir werden sehen, wie es in den kommenden Tagen aussieht. Schalke hat es am Anfang schwierig gemacht, ich wurde die ersten 25 Minuten immer gedeckt. Wir haben dann etwas getauscht und dann hat es auch besser geklappt. Wir wollten sie müde spielen im zweiten Durchgang und in der Verlängerung. Solange wir das Spiel am Ende noch gewinnen, ist es mir egal, ob wir zuerst in Rückstand geraten. Aber klar, es ist natürlich schwieriger, ein Spiel dann noch zu gewinnen, wenn du in Rückstand gerätst. Wir arbeiten daran, dennoch ist es heute natürlich ein tolles Gefühl, noch gewonnen zu haben. Wir schauen mal, wer in der nächsten Runde wartet, schön wäre natürlich kein Auswärtsspiel zu haben.“

Philipp Treu: „Es war ein erwartet schweres Spiel gegen Schalke. Sie sind mit ein bisschen Rückenwind aus dem Hannover-Spiel hergekommen und die erste Halbzeit war dementsprechend schwer. Wir haben dann aber eine super Reaktion gezeigt, kontrolliert Druck gemacht und sie dann knacken können. Der Coach war nicht zufrieden mit der ersten Halbzeit, das hat er uns auch in der Pause gesagt. Wir wussten auch selbst, dass wir nicht gut in die Partie gekommen sind, umso besser haben wir es dann danach gemacht. Gerade in der ersten Halbzeit hätten meine Flanken noch besser sein können, daran arbeite ich auch täglich, um selbst noch gefährlicher im letzten Drittel zu werden. Ich kann immer zu Lars Ritzka oder Manolis Saliakas aufschauen, weil sie es sehr gut machen und da versuche ich schon mir was abzuschauen.“

Jackson Irvine: „In Pokalspielen geht es nur ums Gewinnen. Es geht darum, einen Weg zu finden, um zu gewinnen. Wir waren sehr dominant heute. Jede Phase des Spiels haben wir kontrolliert. Wir sind ruhig geblieben, haben unser Spiel durchgebracht und das Resultat eingefahren. Schalke war sehr kompakt, aber mit der Dauer des Spiels verloren sie ihre Disziplin. In der zweiten Hälfte haben wir schneller gepasst und waren dynamischer. In den letzten drei Spielen waren unsere zweiten Hälften stets besser. Wir haben einen starken Kader, ich mach mir keine Sorgen, dass wir nicht regeneriert am Freitag in Elversberg antreten.“

Sascha Burchert: „Vor zwei, drei Tagen hat Marco zu mir gesagt, ich solle mich bereitmachen. Es war aber keine direkte Spielzusage, sondern lediglich Andeutungen. Pflichtspiele zu absolvieren macht einfach Spaß. Dafür spielt man Fußball, dafür trainiert man jeden Tag. Um sofort da zu sein und der Mannschaft helfen zu können. Auch wenn es heute etwas weniger war. Schalke hat den Torwart heute häufig freigelassen, ich musste im Spiel mit dem Ball häufig keine große Lösungen finden. Unsere Defensive hat auch vieles geblockt, was Richtung Sechzehner kam. Es hat aber trotzdem großen Spaß gemacht. Es war aber auch ein schwieriges Spiel. Ich versuche, wenn ich weniger zu tun habe, aktiv zu bleiben, um so einfach so in der Aktion zu sein. Wir pflegen eine gute Kommunikation untereinander. Heute war die Restverteidigung das oberste Gebot. Wir wollten Umschaltsituationen und Konter vermeiden. Das haben wir ab der zweiten Halbzeit ganz ordentlich gemacht.“

Marcel Hartel: „Es wichtig, dass wir gewonnen haben und in die nächste Runde eingezogen sind. In der zweiten Halbzeit waren wir sehr dominant. Wir haben absolut verdient den Ausgleich gemacht. Auch in der Verlängerung waren wir das bessere Team. Ich bin glücklich, dass es nicht zum Elfmeterschießen kam, ich wüsste nicht, wie ich angelaufen wäre. Wir müssen gut regenerieren und am Freitag wieder Vollgas geben. Wir haben es in den letzten Spielen in den zweiten Hälften jeweils immer gut gemacht. Wir finden kreative Lösungen, um Antworten zu haben. Wir sind nicht unverwundbar, sonst wären wir nicht in Rückstand geraten. Es zeugt von Charakter, dass wir nicht aufgeben und wild werden. Jeder steht für den anderen ein.“

Johannes Eggestein: „Wir hätten es auch in der zweiten Halbzeit entscheiden können. Wir waren sehr dominant und wenn wir es in der ersten Halbzeit etwas ruhiger spielen, auch das Gegentor muss nicht sein, dann hätten wir es nach 90 Minuten auch entscheiden können. Aber wir sind einfach sehr glücklich, dass es am Ende geklappt hat. Durch Simon Zoller und mich vorne haben wir versucht, mehr Druck auszuüben auf die Abwehrkette und das hat dann auch gut geklappt. Natürlich machen es uns die Teams jetzt auch schwer, sowohl der KSC als auch Schalke, aber es zeichnet uns aus, dass wir neue Leute von der Bank bringen können. Beim Freistoß von Marcel Hartel habe ich nur gesagt, dass die anderen Jungs die Gegenspieler wegblocken sollen und ich mich dann auf den zweiten Pfosten schleiche. Das war tatsächlich so geplant und es hat super funktioniert. Jetzt wird es für das Spiel in Elversberg wichtig sein, direkt fokussiert da zu sein und gut in die Partie zu starten.“

Karel Geraerts (Cheftrainer FC Schalke 04): „Ich habe viele Spiele des FC St. Pauli in den letzten zehn Monaten gesehen und sie spielen einen guten Fußball, deshalb Glückwunsch zum Weiterkommen. In der ersten Halbzeit haben wir das noch gut gemacht. Wir waren sehr kompakt und haben geschlossen verteidigt. Wir haben das Tor zu einem wichtigen Zeitpunkt erzielt und St. Pauli hatte nur eine wirklich gute Chance im ersten Durchgang. Es ist eine harte Niederlage, im zweiten Durchgang hat St. Pauli viel Druck gemacht. Ich bin dennoch stolz auf meine Mannschaft, sie sind bis ans Limit gegangen.“

 

(ch/fh/jr/lg)

Fotos: FC St. Pauli

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