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"Bin stolz auf die Jungs, dass sie bei den Temperaturen so Gas gegeben haben"

Gegen den 1. FC Magdeburg hat der FC St. Pauli am Ende auch in der Höhe verdient mit 3:0 gewonnen. Nach dem Spiel blickten die Kiezkicker durchweg zufrieden auf den zweiten Heim- und Saisonsieg zurück. Neben den drei Punkten freuten sie sich auch über das erste Spiel ohne Gegentor in der laufenden Saison.

Cheftrainer Timo Schultz: "Ich hätte mir gewünscht, dass wir heute eher den Deckel draufgemacht hätten. Auf der anderen Seite können wir froh sein, dass wir in den zehn Minuten nach dem Seitenwechsel nicht den Anschlusstreffer kassieren. Unter dem Strich war es ein verdienter Sieg gegen eine extrem spielstarke Mannschaft. Ich bin stolz auf die Jungs, dass sie bei den Temperaturen so Gas gegeben und von Anfang an dem Spiel ihren Stempel aufgedrückt haben. Ich freue mich für Jojo, der in all den Spielen einen extremen Aufwand betrieben hat und immer seine Chancen hatte. Manchmal fehlte eine Kleinigkeit, heute hatte er das Glück. Der Torwart war beide Male dran, trotzdem waren beide drin. Er hätte gerne noch ein drittes machen können, ich hätte nichts dagegen gehabt. Die Null ist für uns extrem wichtig. In den letzten Spielen haben wir recht wenig zugelassen und haben mit insgesamt 36 Schüssen in den drei Spielen recht wenig zugelassen. Es waren aber zu viele drin. Die Abwehrarbeit war heute richtig gut, das gilt aber für vorne bis hinten."

Jackson Irvine: "Wir sind super gestartet und gehen schnell mit 2:0 in Führung, hätten aber noch höher führen müssen. Ich freue mich am meisten darüber, dass wir heute zu Null gespielt haben. Neben dem Heimsieg ist die Null sehr wichtig. Nach der Pause mussten wir ein paar brenzlige Situationen überstehen und hatten da auch Glück, dass der Ball nicht reingegangen ist. Die Mannschaft heute das erste Mal als Kapitän am Millerntor aufs Feld zu führen, ist natürlich ganz besonders gewesen. Paqa und ich sind beide Kapitäne und egal, ob ich es heute war, wir führen die Mannschaft gemeinsam und wir gewinnen und verlieren zusammen. Heute hätte es nicht besser laufen können. Heimsieg und der auch noch zu Null - ein perfekter Sonntag."

Marcel Hartel: "Die 2:0-Führung war wichtig, wir hätten vor der Pause aber noch das eine oder andere Tor mehr machen können. Wir haben in der Halbzeit klar angesprochen, dass wir nicht so wie gegen Nürnberg aus der Kabine kommen wollen und direkt wieder einen Gegentreffer kassieren. Das hätte heute auch wieder passieren können, das Glück war heute auf unserer Seite. Das erste Drittel der zweiten Hälfte war nicht gut, dann haben wir aber wieder ins Spiel zurückgefunden und bei dem Wetter einen riesigen Fight abgeliefert. Es war für mich ein sehr schönes Gefühl, das ‚entscheidende‘ Tor erzielt zu haben. Vorher hatte ich einen Abschluss nicht getroffen und so war ich umso glücklicher, dass ich noch getroffen habe. Nach dem 3:0 war jedem bewusst, dass wir das Spiel gewinnen werden. Meine Frau ist schwanger und ich habe ihr gesagt, dass wir das allen verkünden, wenn ich heute ein Tor schieße."

Lukas Daschner: "Es lief gut heute, wir sind super reingekommen durch die beiden Tore von Jojo. Wir wussten, dass Magdeburg dann spätestens nach der Halbzeit anfängt, ein bisschen besser zu spielen. Dann machen wir am Ende noch das 3:0 und damit den Deckel drauf. Wir haben heute ein etwas anderes System gespielt, um Magdeburg zu überraschen, die Flache 4-4-2. Ich denke, dass man gesehen hat, dass wir die Räume bekommen haben, die der Trainer uns vorgegeben hat."

David Nemeth: "Der frühe Doppelpack war schon wichtig für uns und mental für den Gegner extrem schwierig, bei solch einer Hitze so früh 0:2 hinten zu liegen. Umso besser war es für uns. Die Null bis zum Ende zu halten, war nicht einfach, das haben gemeinsam richtig gut gemacht. Für mich war es nach der Verletzung heute nicht einfach, auch wenn ich die letzten Wochen viel mit Ball trainiert, aber nicht oft mit der Mannschaft. Umso glücklicher bin ich, dass es schnell gegangen ist, ich heute gespielt habe und ich wir heute den Sieg geholt haben."

Christian Titz (Cheftrainer 1. FC Magdeburg): "Glückwunsch an den FC St. Pauli zum verdienten Sieg. Für uns war es heute speziell in der ersten Halbzeit ein gebrauchter Tag. Das war die schwächste Halbzeit, die wir zusammen gespielt haben. Wir liegen ganz schnell in Rückstand und das ist nicht ganz einfach, wenn du Woche für Woche die Tore hergibst. Wir konnten froh sein, dass wir nicht noch mehr Tore kassiert haben. Wir hatten durch Connor Krempicki in der ersten Halbzeit eine gute Chance. In der Halbzeit haben wir dann gewechselt und waren dann im Spiel drin. Wenn du hier bestehen willst, musst du die Chancen auch nutzen, um ins Spiel zurückzukommen. Wir mussten dann riskieren und hinten aufmachen, mit dem 3:0 war das Spiel dan entschieden."

Alexander Bittroff (1. FC Magdeburg): "Wenn man die erste Halbzeit sieht, war die Niederlage verdient. Wir haben nicht in die Zweikämpfe gefunden und haben uns den Schneid abkaufen lassen. Wir waren zudem nicht präsent genug und haben zu viele Fehler gemacht. Wir sind besser aus der Pause rausgekommen und hatten zwei richtig gute Schüsse. Wenn wir da mehr Glück haben, steht es schnell auch 2:2. Wir haben gekämpft und versucht, das Ding zu drehen, mit dem 3:0 war das Spiel dann aber durch."

 

(hb/lg)

Foto: Witters

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