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„Wenn wir das 2:0 gemacht hätten, wäre der Deckel drauf gewesen“

Im dritten Spiel in Folge hat der FC St. Pauli einen Zähler geholt. Im Heimspiel gegen den SV Sandhausen waren drei Punkte absolut möglich. Die mangelnde Chancenverwertung und eine schlecht verteidigte Standardsituationen verhinderten den erhofften Heimsieg. Nach dem Spiel waren unsere Kiezkicker entsprechend enttäuscht. Hier die Stimmen zum Spiel.

Cheftrainer Timo Schultz: „Wir haben extrem viel Aufwand betrieben und einen guten Start ins Spiel mit zwei, drei Abschlussmöglichkeiten, bevor wir das das 1:0 erzielen. Das war eine traumhafte Flanke von Leart Paqarada und ein überragender Kopfball von Jackson Irvine. In der Folge hatten wir zwar die von Sandhausen gewollte Spielkontrolle und hatten auch diverse Abschlusssituationen, die wir dann aber nicht sauber bis zum Ende spielen. Heute war mit dem Pfostenschuss sicherlich auch ein bisschen Pech dabei. Wenn wir das 2:0 gemacht hätten, wäre der Deckel drauf gewesen. Wir haben sie am Leben gelassen. Sandhausen macht zwei Tore, das erste ist zum Glück noch Abseits. Die zweite Standardsituation haben wir dann einfach nicht gut verteidigt, vor allem den zweiten Ball. Extrem ärgerlich für uns, auch weil wir danach noch unsere Möglichkeiten hatten. Wir müssen momentan sehr, sehr viel Aufwand betreiben, um den Ball über die Linie zu drücken. Heute ist es uns leider nur einmal gelungen und steht es am Ende 1:1. Wir hätten gerne drei Punkte gehabt, es ist aber kein Wunschkonzert. Es gibt einige Sachen, die heute in einem besseren Licht stehen würden, wenn wir das Spiel gewonnen hätten. Warum es am Ende nur zu einem 1:1 gereicht hat, müssen wir analysieren.“

Sportchef Andreas Bornemann: „Heute haben wir den Sack einfach nicht zugemacht. Durch Sandhausens Parade-Disziplin, eine Standardsituation, bekommen wir den bitteren Ausgleich. Wir hatten zahlreiche Möglichkeiten, das Spiel für uns zu entscheiden. Das ist uns nicht gelungen. In der zweiten Halbzeit haben wir die Intensität der ersten Halbzeit nicht mehr so hinbekommen. Das ist gegen Sandhausen immer gefährlich. Die Leistung heute hätte wie gegen Paderborn auch wieder für drei Punkte reichen müssen. Wenn man sich in der Tabelle bewegen will, braucht man drei Punkte. Das stellt uns natürlich nicht zufrieden.“

Leart Paqarada: „Wir haben in dem Spiel zwei, drei Standards zugelassen und die sind gefährlich geworden. Daran müssen wir arbeiten. Wir wussten, dass Sandhausen nicht die schönste Spielweise an den Tag legt. Wir haben insgesamt sehr wenig zugelassen, darauf können wir aufbauen, trotzdem fühlt es fühlt sich aber wie eine Niederlage an. Ich persönlich habe in den letzten beiden Spielen nicht so performen können, wie ich es in den ein, zwei Jahren davor gemacht habe, was aber auch menschlich ist. Heute war das Spiel als Mannschaft ganz gut von uns. Drei, vier Jungs kenne ich noch von Sandhausen und Alois Schwartz hat es mir ermöglicht, im Profifußball Fuß zu fassen, deshalb ist es schon auch noch etwas Besonderes für mich gegen Sandhausen, auch wenn viele von den Jungs aus meiner Zeit nicht mehr da sind.“

Jackson Irvine: „Es war ein schwieriges Spiel gegen einen kompakten verteidigenden Gegner. Wir haben genug Chancen herausgespielt, um die Partie zu gewinnen, haben das zweite Tor aber nicht machen können. Ich versuche immer das Positive in den Spielen zu sehen und auch heute haben wir wieder viele Dinge richtig gut gemacht. Es fehlt ein bisschen das Quäntchen Glück, wie man es auch immer nennen möchte. Wir müssen aus den Partien, die wir nicht gewinnen, lernen. Wir sind in den Partien total konkurrenzfähig gewesen und müssen die richtigen Schlüsse aus den Unentschieden ziehen. Wir müssen es in positive Energie umwandeln und weiter hart an uns arbeiten.“

Luca Zander: „In der letzten Szene kam der Ball auf einer komischen Höhe und da ist es immer schwer, wie man da hingeht, der Torwart kam auch auf mich zu. Da muss ich den Ball ins lange Eck drücken, das habe ich probiert. Jedes Spiel, das wir nicht gewinnen, ärgert uns. Das ist jetzt das dritte Mal hintereinander passiert. Man hat heute aber wieder gesehen, dass wir eine gute Fußballmannschaft sind. Wir müssen das noch mehr in Tore ummünzen, dann werden wir die Spiele auch wieder gewinnen.“

Marcel Hartel: „Wir sind in der ersten Halbzeit geduldig geblieben und auch nach der Pause. Wir hatten die Ruhe, sind aber gut nach vorne gekommen und hatten die eine oder andere Möglichkeit für das zweite Tor. Sandhausen hat es extrem eng gemacht, im Zentrum hatten wir nicht viel Platz, um nach vorne zu spielen. So sind wir vermehrt über die Außen gekommen, so ist auch unser Tor entstanden. Durch eine Standardsituation bekommen wir dann den Ausgleich, das können wir besser verteidigen. Wir wollten die drei Punkte unbedingt holen und sind enttäuscht, dass wir es nicht geschafft haben. Sandhausen hatte bis auf das Tor keine große Torchance. Unterm Strich haben wir wieder ein gutes Spiel gemacht, uns am Ende aber nicht belohnt. Wir müssen einfach dieses eine Gegentor verhindern oder das zweite Tor nachlegen, dann gehen wir heute auch hoch verdient als Sieger nach Hause. Wir alle sind enttäuscht, dass wir heute nur einen Punkt hier behalten haben.“

Alois Schwartz (Cheftrainer SV Sandhausen): „Wir nehmen vom Millerntor mal wieder was mit, das freut uns natürlich. Wir haben kein schlechtes Auswärtsspiel gemacht. Wir haben den Gegner vom Tor weggehalten und sie nicht so ins Laufen kommen lassen. Wir hatten gute Umschaltmöglichkeiten, wollten aber viel zu schnell final spielen. Dadurch sind wir nicht so richtig ins letzte Drittel reingekommen. Da hätten wir mehr Ruhe haben und auch mal einen Zwischenball spielen müssen. Dann bekommen wir das 0:1. Ein schönes Tor, das in der Mitte schwer zu verteidigen ist. Wir hätten aber früher rausrücken müssen, um die Flanke zu blocken. Wir wollten nach der Pause mutiger und einfacher spielen. Beim Pfostenschuss hat uns St. Pauli am Leben gelassen. So können Spiele sein. Sie machen das Tor nicht, wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen und machen den Ausgleich. Es war klar, dass St. Pauli noch mal kommt und das Stadion noch mal kommt und wir uns dagegen wehren müssen. Wir hatten noch einen etwas glücklichen Pfostenschuss. Wenn der reingeht, nimmst du sogar drei Punkte mit. Letztendlich muss man aber sagen, dass wir uns den Punkt erkämpft haben und auswärts endlich mal was mitnehmen.“

 

(ch/hb)

Fotos: Witters

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