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"Es ging recht schnell, ich konnte es fast gar nicht glauben"

Fünftes Heimspiel, fünfter Heimsieg - unsere Kiezkicker haben am Millerntor wieder einmal ein starkes Spiel gezeigt und nach Kiel, HSV, Regensburg und Ingolstadt auch Dynamo Dresden besiegt. Nach der Partie blickten Cheftrainer Timo Schultz, Torschütze Christopher Buchtmann und Mittelfeldspieler Marcel Hartel sehr zufrieden auf die zurückliegenden 90 Minuten zurück.

Cheftrainer Timo Schultz: "Es war ein hochverdienter Sieg für uns - mit einem Traumstart, der uns absolut in die Karten gespielt hat. Den Ball hat Buchti super getroffen. Dazu muss man sagen, dass Buchti die im Training reihenweise so trifft. Das war auch ein Grund für seine Aufstellung. Er hat sich das einfach verdient. Es freut mich für ihn und für uns alle. Der weitere Spielverlauf ist dann sehr dominant gewesen. Der Elfmeter zum 2:0 hat uns noch mal Sicherheit gegeben. Die Jungs wollten immer nach vorne spielen und waren hinten immer griffig, gerade in Phasen mit Ballverlusten. Nach neun Spielen haben wir nur acht Gegentore. Das zeigt, dass wir als Mannschaft vieles besser machen als noch in der letzten Saison. Unsere Grundausrichtung wird immer so bleiben, dass wir nach vorne spielen, Spaß am Fußball haben und unseren Fans etwas bieten wollen. Heute war es alles in allem sehr rund und hat mir viel Spaß gemacht zuzugucken. Ich kann die Tabelle auch lesen und sehe, dass wir Spitzenreiter sind. Das fühlt sich sehr gut an. Es fühlt sich für mich aber auch immer sehr gut an, zur Kollau zu kommen und zu wissen, dass wir noch viel zu tun haben und wir in Phasen von einzelnen Spielen oder ganzen Spielen nicht so gut waren, wie einige uns sehen. Ich will gar nicht auf die Euphoriebremse treten, im Gegenteil. Ich bin ein Freund von Euphorie und mag niemandem das Träumen verbieten, solange er das Arbeiten nicht vergisst."

Christopher Buchtmann: "Ich muss ehrlich sagen, dass ich nach der langen Zeit schon etwas nervös war, wieder von Beginn an zu spielen. Ich habe mich tierisch darauf gefreut. Dass es dann so geklappt hat, auch noch mit dem Tor und den drei Punkten, ist toll. Den Ball habe ich beim Tor mal ganz gut getroffen (lacht). Es ging recht schnell, ich konnte es fast gar nicht glauben. Ich bin überglücklich, dass wir das Spiel gezogen haben und konstant gut weitergespielt haben. Ich selbst bin auf einem ganz guten Weg und will weiter Gas geben. So kann es gerne weitergehen."

Marcel Hartel: "Es war von vorne bis hinten ein gutes Spiel von uns. Wir haben hinten nicht viel zugelassen, haben kreativ nach vorne gespielt und haben uns Chancen herausgespielt. Alles in allem war es ein verdienter Sieg."

Alexander Schmidt (Cheftrainer Dynamo Dresden): "Es war ein verdienter Sieg für den FC St. Pauli, das muss man neidlos anerkennen. Wir sind auf eine Mannschaft getroffen, die eine unheimliche Wucht nach vorne hatte. Was wir uns vorgenommen haben, war nach einer Minute über den Haufen geworfen. Das hat es nicht einfacher gemacht. Die Mannschaft war schon beeindruckt, wie der Gegner mit der spielerischen Klasse hier rausgekommen ist. Wir wussten das im Vorfeld, die Theorie ist aber die eine Sache und wenn es es auf dem Feld dann spürt, eine andere. Das 0:1 hat uns wehgetan, wir haben uns mehr oder weniger in die Kabine gerettet, St. Pauli hatte noch einige Chancen. Wir haben in der Halbzeit ein paar Veränderungen vorgenommen und sind ganz ordentlich rausgekommen. In der zweiten Halbzeit hatten wir unsere beste Phase, da hat die Mannschaft Hoffnung geschöpft, dass doch was geht. Wir hatten ordentliche Ballgewinne, ohne dass wir den riesen Druck entwickeln konnten. Genau in die Phase, wo das Spiel ausgeglichen war, kam die Entscheidung mit dem Elfmeter. Das war dann schon ne kleine Vorentscheidung, auch wenn noch Zeit vorhanden war. Wer St. Pauli aber gesehen hat, mit welchem Selbstverständnis sie aufgetreten sind, hat einfach gespürt, dass es sehr schwierig ist, das Spiel noch zu drehen. Am Ende steht ein klares 0:3 da, das weh tut. Man muss an so einem Tag wie heute die Leistung des Gegners akzeptieren und die war sehr stark. St. Pauli war bislang unser stärkster Gegner."

 

(hb)

Fotos: Witters

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