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„Die Fans haben uns überragend unterstützt und uns Energie gegeben“

Es war ein hartes Stück Arbeit für unsere Kiezkicker, nach 90 intensiven Minuten, davon 25 in Unterzahl, konnten sie Eintracht Braunschweig aber mit 1:0 besiegen. Nach dem Spiel zogen unsere Jungs ein positives Fazit.

Cheftrainer Fabian Hürzeler: „Braunschweig war der erwartet unangenehme Gegner. So wie sie aktuell auftreten, sind sie eine absolute Top-Mannschaft. Sie waren extrem kompakt, haben schnell umgeschaltet und bei Standards haben sie eine gewisse Physis in ihren Reihen. Das muss man erstmal wegverteidigen, was wir in der einen oder anderen Phase nicht geschafft haben. Gegen so einen kompakten Gegner war klar, dass wir nicht Chancen en masse bekommen werden. Wir haben Geduld gezeigt. Je länger das Spiel gedauert hat, umso häufiger sind wir in die Räume reingekommen, in die wir wollten. Wir haben das Tor dann erzwungen und hatten die Möglichkeiten, das zweite Tor zu machen und es ruhiger zu gestalten. Mit der Gelb-Roten Karte war unser Offensivdrang vorbei, dann ging es darum, defensive Stabilität auf den Platz zu bringen. Das haben wir sehr gut gemacht. Wir haben sehr kompakt verteidigt und nichts zugelassen. Ein großes Kompliment dafür, wie wir in den letzten 25 Minuten verteidigt haben. Es gehört auch mal dazu, ein 1:0 über die Zeit zu bringen. Wir wissen, dass es nicht unser bestes Spiel war, sind mit dem Ergebnis aber glücklich.“

Jackson Irvine: „Es war heute ein hartes Stück Arbeit gegen ein sehr gutes Team aus Braunschweig. Ich bin so stolz auf uns, wie wir dagegengehalten und gekämpft haben. Solche knappen Siege sind manchmal am schönsten, wenn du das 1:0 über die Zeit bringst und dann auch noch 25 Minuten lang in Unterzahl spielen musst. Es waren auch für mich harte 90 Minuten heute. Wir haben jetzt eine kurze Woche, bisher schaffen wir es sehr gut, die Balance zu halten und die richtigen Schlüsse, auch nach der Niederlage in der vergangenen Woche, zu ziehen. Jeder ist total fokussiert und weiß, wo wir uns verbessern müssen. Jeder will auch Woche für Woche besser werden. Am Freitag erwartet uns bei Kiel dann ein großer Gegner und ein großes Spiel steht bevor.“

Eric Smith: „Wir wussten, dass es ein anderes Spiel als zuletzt wird, und wir noch mehr Ballbesitz haben werden. Wir haben es gut gemacht, auch weil wir geduldig geblieben sind. Mit der Führung im Rücken ist das Selbstvertrauen gestiegen. Mit dem Platzverweis wurde es ein hartes Spiel für uns. Es ist ein super Gefühl, solch ein enges Spiel zu gewinnen. Wir freuen uns über den Sieg und die Null, die wir unbedingt halten wollten. Wir sind immer wieder in die Zonen gekommen, in die wir kommen wollten, und doch können wir da noch den nächsten Schritt machen. Es ist gut zu wissen, dass Du auch als Tabellenführer immer noch Dinge besser machen kannst. Braunschweig hat uns bei Standards vor Probleme gestellt, nach einem Freistoß hat Niko eine überragende Parade gezeigt. Es war ein wichtiger Sieg, für den wir viel investieren mussten. Heute war es eines der lautesten Spiele am Millerntor, die ich bislang erlebt habe. Unsere Fans haben uns überragend unterstützt und uns Energie gegeben. Die habe ich persönlich auch gebracht, bin ich doch leicht angeschlagen ins Spiel gegangen.“

Oladapo Afolayan: „Wir sind das Spiel ein bisschen anders angegangen, haben ein bisschen was verändert. Braunschweig hat ein gutes Team und sie haben seit dem Trainerwechsel viel verändert. Es war ein wirklich schwieriges Spiel. Ein Tor zu schießen, ist eines der besten Gefühle, die du haben kannst. Vor allem vor den eigenen Fans und nach der Niederlage in der Vorwoche.“

Marcel Hartel: „Es war definitiv ein Arbeitssieg. Wir wussten genau, was auf uns zukommt. Braunschweig stand tief und kompakt, um dann auf Umschaltmomente zu warten. Davon hatten sie auch einige, die sie gut ausgespielt haben. Am Ende haben wir es gut verteidigt. Nach der Gelb-Roten Karte mussten wir kämpfen, laufen und arbeiten, um kein Tor zu kassieren. Ein Lob an die Mannschaft, dass wir am Ende die Null gehalten haben. Braunschweig hatte gute Chancen, aber wir hätten auch noch erhöhen können. In dieser Saison hatten wir diese Situation noch nicht. Das gibt natürlich Selbstvertrauen und zeigt, dass wir auch fighten können. Elias soll sich keinen Vorwurf machen, das passiert. Er bringt Woche für Woche seine Leistung, das verzeihen wir ihm natürlich.“

Hauke Wahl: „Wir haben eine gute erste Hälfte gespielt. Braunschweig war nur über Konter und Standards gefährlich. In der zweiten Halbzeit gab es dann zwei Schlüsselmomente: Die Gelb-Rote Karte und die Doppelchance von Jacko und mir. Nach dem Platzverweis war es klar, dass wir leiden müssen. Wir haben bewiesen, dass wir auch mit einem Mann weniger gut verteidigen können und haben nichts mehr zugelassen. Das gibt uns Selbstvertrauen. Die defensive Stabilität ist die Basis unseres Spiels. Es ist sehr wichtig, dass wir kein Gegentor kriegen. Ein 3:0 oder 4:0 ist natürlich auch schön, aber nach so einem Spiel ist das Glücksgefühl danach nochmal höher. Jetzt haben wir Freitagabend ein Topspiel, auf das wir uns freuen und das für mich auch besonders ist. Kiel ist meine alte Heimat. Auswärts beim Tabellenzweiten – das ist immer besonders.“

Daniel Scherning (Cheftrainer Eintracht Braunschweig): „Glückwunsch an St. Pauli zum Sieg, der sich für uns nicht gut anfühlt. Wir haben in Summe ein sehr ordentliches Spiel gemacht und doch muss ich den Finger in die Wunde legen. Wir wussten, dass wir Phasen mit wenig Ballbesitz haben würden. Wir haben in der ersten Halbzeit kompakt verteidigt, haben die Räume zugelaufen und St. Pauli so auch immer zu Rückpässen gezwungen. Wir haben unsere Konter, und da lege ich die Finger in die Wunde, nicht gut ausgespielt. In den Situationen hätten wir deutlich mehr machen müssen. Den Unterschied zwischen beiden Mannschaft heute hat mit Mitte der ersten Halbzeit gesehen. Wir müssen durch Helgason mit 1:0 in Führung gehen und St. Pauli geht dann mit der ersten richtig gefährlich Aktion in Führung. Nach der Pause sind wir gut reingekommen und haben weitergemacht. Durch die Gelb-Rote Karte hatten wir den Vorteil, die 25 Minuten waren inhaltlich dann aber nicht das, was ich mir vorstelle. Gegen einen tief stehenden Gegner haben wir falsche Entscheidungen getroffen und uns nichts Zwingendes erspielt. Trotz der Qualität des Gegners sind wir am Ende nicht zufrieden mit dem, was unterm Strich rumgekommen ist.“

Tino Casali (Eintracht Braunschweig): „Es war angesichts der Chancen heute mehr drin für uns. In Überzahl haben wir zu wenig Bälle in die Box gebracht, da sind wir nicht mehr gefährlich genug geworden. St. Pauli war heute einfach abgeklärter.“

 

(ch/hb/mh)

Fotos: FC St. Pauli

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