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"Wow! Was für ein Spiel!"

Die turbulenten 90 Minuten plus Nachspielzeit mussten auch Markus Kauczinski und Urs Fischer erst einmal verarbeiten. Die beiden Cheftrainer waren sich bei der Analyse der Partie aber einig: Union war die bessere Mannschaft, die Kiezkicker hatten aber das bessere Ende für sich.

Mit den Worten „Wow! Was für ein Spiel!“ startete Markus Kauczinski in sein Statement zum Spiel. „Union war mit Sicherheit die reifere Mannschaft, körperlich waren sie sehr, sehr stark. Wir hatten gerade zu Beginn Probleme, die langen Bällen zu verteidigen. Da haben wir die eine oder andere brenzlige Situation überstanden“, so der 48-Jährige, der jedoch feststellte: „Wir waren dennoch immer gefährlich und hatten auch gute Angriffe. Mit dem Tor von Sami haben wir das dann auch unterstrichen.“

Auch dank des 2:0 habe seine Mannschaft die Partie nach dem Seitenwechsel ausgeglichen gestalten können. „Wir hatten nicht mehr diesen totalen Druck aufs Tor. Wir hatten unsere guten Momente. Zehn Minuten vor dem Schluss dachte ich, dass wir es im Griff haben, obwohl Union immer wieder gut nachgegangen ist. Auf einmal lassen wir dann aber nach und bekommen das erste Tor. Nach dem zweiten hat man gemerkt, dass die Nerven ein bisschen geflattert haben.“

Union hatte das Momentum auf seiner Seite, dennoch legten die Kiezkicker noch mal den Vorwärtsgang ein. „Wir sind dann aber noch mal reingekommen und haben es noch mal versucht. Dann haben wir heute tatsächlich noch so einen Lucky Punch geholt“, so Kauczinski, der zu Beginn der Nachspielzeit mit dem Remis hätte leben können.

„Wir hatten dann diesen glücklichen Moment. Da ist Buchti noch mal mutig nachgegangen. So haben wir es dann doch noch drehen können. Das sind dann besondere Momente. Wir waren heute sicher nicht die bessere Mannschaft, haben aber trotzdem das umgesetzt, was wir wollten. Wir wollten ein anderes Gesicht zeigen. Was Union uns heute an Möglichkeiten voraus hatte, haben wir mit ganz viel Moral und Herz ausgeglichen. Die Jungs sind über sich hinausgewachsen. Das war toll zusehen. Wir genießen den kurzen Moment.“

Ein besonderer Moment war ganz sicher der verwandelte Foulelfmeter von Alex Meier in der Nachspielzeit. Eigentlich war der Angreifer nicht als Schütze vorgesehen, wie Kauczinski erklärte: „Normalerweise ist Knolli unser Schütze. Die Jungs haben das dann selber entschieden, weil Knolli Krämpfe hatte und sich nicht gut gefühlt hat. Dass Alex schießen kann, weiß man.“ Mit der Leistung des doppelten Torschützen zeigte sich Kauczinski sehr zufrieden: „Tore sprechen immer für sich. Er hat für die Mannschaft gekämpft und sich total eingefügt. Das war absolut klasse.“

Union-Coach Urs Fischer gratulierte zunächst seinem Gegenüber Markus Kauczinski, ehe er sich dem Spiel widmete. „Uns ist es heute ein bisschen so ergangen wie Köln bei uns, gerade wenn ich auf die erste Halbzeit blicke. Das war ein zum Teil sehr guter Auftritt von uns. Wir haben das Spiel dominiert und hatten genügend Torchancen, um in Führung zu gehen. Und doch liegst du 0:1 zurück“, erklärte Fischer, der eine ausgeglichene zweite Halbzeit gesehen hatte.

Mit der Reaktion seiner Elf auf das 0:2 zeigte sich Unions Cheftrainer sehr zufrieden. „Meine Mannschaft hat eine tolle Moral bewiesen und ist auf 2:2 zurückgekommen. Dann musst du aber cleverer sein, dich damit zufriedengeben und mit dem Unentschieden nach Hause fahren. Da haben wir es ein bisschen übertrieben. Jetzt sitzt du da und bist enttäuscht, weil du verloren hast. Ich habe aber dennoch gute Dinge von meiner Mannschaft gesehen. Wir nehmen auch das eine oder andere Positive mit.“

 

(hb)

Foto: Witters


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