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Wie der Opa, so der Enkel

Uwe Stothfang schnürte in den 60er Jahren die Fußballschuhe für den FC St. Pauli und war unter anderem Teil der Mannschaft, die 1964 Meister in der Regionalliga Nord wurde. Nun, mehr als 50 Jahre später, tritt auch sein Enkel als Kiezkicker gegen den Ball. Allerdings trägt Bennett Rohwedder das braun-weiße Trikot in der Regel nur virtuell. Bennett ist seit dieser Saison Teil des eFootball-Teams, das für den FCSP in der Virtuellen Bundesliga (VBL) an den Start geht.

Bevor der Wettbewerb in der Virtual Bundesliga im November beginnt, waren Opa Uwe und Enkel Bennett gemeinsam im Millerntor-Stadion unterwegs. Sie schwelgten in Erinnerungen an die Karriere des Großvaters, der wiederum einen kleinen Einblick in die neue Welt bekam, in der Bennett nun ein Kiezkicker geworden ist. Im Gespräch verriet uns Uwe dabei unter anderem, wie er damals zum FC St. Pauli gekommen ist und was er seinem Enkel für die kommende Zeit mit auf den Weg geben möchte.

Moin Uwe, lang ist es her, dass Du selbst als Kiezkicker gegen den Ball getreten hast. Kann man das Millerntor-Stadion heute mit dem Millerntor-Stadion von damals vergleichen?

Wenn ich mich hier so umsehe, kann ich sagen, dass wir von so einem Stadion und solchen Plätzen nur geträumt haben. Wenn es geregnet hatte, war ein Flachpass damals nahezu unmöglich. Da zog es uns in dem Matsch tatsächlich die Schuhe aus. Das ist wirklich kein Vergleich zu heute.

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Wie kam es, dass Du eines Tages plötzlich im Tor gespielt hast?

Der Trainer hatte mich gefragt, ob ich mal ins Tor gehen würde und ich habe zugestimmt. Er sagte, dass unser Torhüter Harry verletzt sei und ich es doch so mag, im Tor zu stehen. So stand ich dann in meiner Heimat gegen Itzehoe im Tor, das war ein Highlight. Mit dem Torwart von Itzehoe wohnte ich fast zusammen, wir kannten uns.

Wie bist Du zum FC St. Pauli gekommen?

Eines guten Tages standen drei Männer vor unserer Haustür, unter anderem der damalige Trainer Hempel. Sie wollten, dass ich zu St. Pauli komme und haben mich dann eingeladen, was für mich als junger Bengel unvorstellbar war. So kam es jedenfalls, dass ich hierher nach Hamburg wechselte.

Was bedeutet Dir der Verein?

Ich bin schon, seit ich denken kann, St. Paulianer. Wenn ich früher beim Straßenfußball oder am Elbdeich nicht St. Pauli sein durfte, habe ich nicht mitgespielt.

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Nun spielt Dein Enkel Bennett im eFootball-Team des FC St. Pauli. Was sagst Du dazu?

Zunächst hatte ich von der ganzen Geschichte noch gar keine Ahnung. Als mir Bennett dann aber erzählte, dass er zu St. Pauli wechselt, fand ich das gut. Ich gucke es mir zwar an, wenn es davon einen Video-Ausschnitt gibt, kann mir aber nicht ganz vorstellen, wie das am Ende genau funktioniert.

Was gibst Du Bennett für seine Zeit bei St. Pauli mit auf den Weg?

Ganz wichtig ist, dass er ein Kumpel bleibt, man mit ihm gut auskommt und er auch stets mit allen gut auskommt. Dann wäre ich zufrieden. Ich finde es gut, dass er hier gelandet ist.

Danke für das Gespräch, Uwe!

 

(jh/hv)

Fotos: Witters / FC St. Pauli

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