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FCSP-Museum: Gastspiel im Museum für Kunst und Gewerbe

Sie ist ein wichtiges Exponat zur braun-weißen Vereinsgeschichte, ein wertvolles Stück altes Millerntor und aus gutem Grund Teil der Dauerausstellung KIEZBEBEN im FC St. Pauli-Museum in der Gegengerade. Seit Neuestem ist sie nun als Leihgabe in einem der renommiertesten Museen Hamburgs zu sehen: Bis 9. Januar 2022 ist eine historische Tafel mit Auszügen aus der Stadionordnung des FC St. Pauli Teil der Ausstellung "Heimaten" im Museum für Kunst und Gewerbe.

Im Foto zeigt Rainer Klinitzki, Vorstandsmitglied und Archivleiter beim Museums-Betreiberverein 1910 – Museum für den FC St. Pauli e.V., das gute Stück noch einmal, ehe es auf die von Rainer persönlich begleitete Reise an den Steintorplatz geht. Im KIEZBEBEN wird die Tafel währenddessen durch eine Nachbildung ersetzt.

Wertvolles Stück altes Millerntor: Diese historische Tafel aus dem FC St. Pauli-Museum ist ab sofort im Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellt.

Wertvolles Stück altes Millerntor: Diese historische Tafel aus dem FC St. Pauli-Museum ist ab sofort im Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellt.

Warum gerade dieses Exponat? Da ist zum einen seine historische Bedeutung – schließlich hat der FC St. Pauli 1991 als erster Verein Deutschlands über seine Mitgliederversammlung beschlossen, rassistische, sexistische und anderweitig diskriminierende Parolen am Millerntor zu verbieten. 

Zum anderen ist die klare Positionierung gegen Rechts für viele Anhänger*innen des FC St. Pauli ein wesentlicher Grund, sich mit dem Verein zu identifizieren. Anders ausgedrückt: Sie trägt für viele Menschen entscheidend dazu bei, den FC St. Pauli für sie zu einer "gemeinschaftlichen Heimat" zu machen. Und um die kritische Erörterung, Beleuchtung und Hinterfragen des "Heimat"-Begriffs und seiner vielen Facetten geht es in der Ausstellung.

Auch das erste „Kein Fußball den Faschisten“-Trikot ist im Museum für Kunst und Gewerbe zu sehen.

Auch das erste "Kein Fußball den Faschisten"-Trikot ist im MKG zu sehen.

So kam es zu der Auswahl, die das MKG-Team gemeinsam mit Christoph Nagel traf, Kurator und Vorstandsmitglied des Museums. Begleitet wird die historische Tafel durch ein Exemplar des ersten "Kein Fußball des Faschisten"-Trikots (vom 12. Februar 2016 – 1:0 gegen Leipzig), ein Video der Bemalung der Gegengerade mit dem ikonischen "KFDF"-Schriftzug von Gerd Bitzer und mehrere Exemplare des meistverkauften Merch-Artikels des FC St. Pauli: Es ist der "Gegen Rechts"-Aufkleber, den Sven Brux 1990 mit Rubbelbuchstaben von "Büro Hansen" entwarf.

Die neue Ausstellung „Heimaten“ läuft bis einschließlich 9. Januar 2022.

Die neue Ausstellung "Heimaten" läuft bis einschließlich 9. Januar 2022.

So hat das braun-weiße Ausstellungssegment nicht nur historische und kulturelle, sondern auch sehr aktuelle politische Relevanz: "Ein klares Statement gegen Rechts mitten in einem der renommiertesten Häuser der Hamburger Museumswelt – das hat neben der historischen Relevanz natürlich auch für die Gegenwart seinen Reiz", schmunzelt Christoph, der die Zusammenarbeit mit dem MKG-Team als sehr angenehm empfand.

Während das FC St. Pauli-Museum derzeit noch pandemiebedingt geschlossen ist, hat das Museum für Kunst und Gewerbe am Steintorplatz (ganz nah am Hauptbahnhof) bereits wieder geöffnet. Also, besucht die historische Tafel doch einfach einmal!

Alle Infos findet Ihr auf der Website des Museums für Kunst und Gewerbe.

 

Text 1910 e.V.

Fotos: 1910 e.V., Celina Albertz, Christoph Nagel, MKG

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