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Gemeinsam für einen respektvollen Umgang am Millerntor

Bei dem Heimsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth hat es einen Böllerwurf von der Gegengerade gegeben, an vorherigen Spieltagen kam es zu anderen Vorfällen, die wir so nicht hinnehmen können. Daher möchte der FC St. Pauli die unterschiedlichen Ereignisse öffentlich machen – und an alle Beteiligten appellieren, respekt- und verantwortungsvoll miteinander umzugehen.

Beim Heimspiel gegen Fürth ist es vor der Gegengerade zu einem vollkommen unakzeptablen Vorfall gekommen: Eine Person warf einen Böller in Richtung Spielfeld, dieser explodierte in der Nähe unserer Trainerbank. Glücklicherweise wurde niemand ernsthaft verletzt. Ein Tatverdächtiger wurde gefasst. Gegen ihn leitete der Verein ein Stadionverbotsverfahren ein.

Leider hat es zuletzt mehrere Vorfälle gegeben, die zwar sehr unterschiedlich sind und teilweise nicht miteinander zusammenhängen, die aber absolut unverantwortlich sind und die Gesundheit von Spielern sowie Fans gefährden. So wurden beim Heimspiel gegen Düsseldorf ein Athletiktrainer sowie ein Spieler des FC St. Pauli beim Warmmachen direkt vor dem unteren Bereich der Südkurve in Richtung Gegengerade beinahe von einem Pyro getroffen – und zwar auf Kopfhöhe. Auch dies ist durch nichts zu rechtfertigen und tritt gleichzeitig mit teilweise grenzüberschreitenden Verhalten an diesem Ort auf.

Außerdem flogen bei der Partie zahlreiche Hartplastik-Becher auf das Spielfeld und das Spiel musste wegen starker Rauchentwicklung unterbrochen werden – was unserem Team schadet, da der Spielfluss verloren geht.

Weiterhin klagten bei diesem Spiel mehrere Fans auf der Nord- und Südtribüne über Atemprobleme durch starken Rauch. Dies sind keine Einzelfälle: Es melden sich immer wieder Besucher*innen beim Verein, die Atembeschwerden bekommen, wenn sehr viele Pyros oder Rauchtöpfe gleichzeitig gezündet werden – einhergehend mit teilweise martialischem und aggressiven Verhalten gegenüber anderen Fans in der Südkurve.

Vorfall nach dem Derby im Viertel

Ein Vorfall, der mutmaßlich mit einem Spiel am Millerntor im Zusammenhang steht, gab es nach dem Derby gegen den HSV: Durch eine Explosion am Paulinenplatz wurde ein Anwohner verletzt und ein Fahrradhäuschen stark beschädigt. Der Anwohner hatte am Fenster seiner Wohnung gestanden, als der Sprengkörper explodierte, er wird an einem Ohr wahrscheinlich bleibende Schäden behalten. Der FC St. Pauli kann zwar nicht die Verantwortung übernehmen für Vorfälle im öffentlichen Raum, Präsident Oke Göttlich hat sich aber mit dem Anwohner getroffen und persönlich Genesungswünsche ausgesprochen.

Auch wenn die Vorfälle sehr unterschiedlich sind, erleben wir eine Häufung von nicht akzeptablem Verhalten. Wir wollen am Millerntor einen respekt- und verantwortungsvollen Umgang miteinander. Der Verein verurteilt Verhaltensweisen, die die Gesundheit von Menschen gefährdet, auf das Schärfste.

Der FC St. Pauli wird gegen solche verantwortungslosen und mutwilligen Aktionen im Stadion vorgehen – und gleichzeitig weiterhin mit allen Fans und Gruppen sprechen, um gemeinsam Lösungen für Probleme zu entwickeln. Wir appellieren an alle, auf sich und andere zu achten. Wir wollen ein Millerntor, in dem sich alle wohl und sicher fühlen – und in dem Fußball-Kultur gelebt wird – bunt, laut und stimmungsvoll.

Zu unserem Selbstverständnis gehört es zudem, dass wir vor und nach dem Spiel das Viertel und die Anwohnenden respektieren. Es geht keineswegs darum, aus St. Pauli eine spießige Gegend zu machen, sondern darum, respektvoll miteinander umzugehen.

Alle gemeinsam, Forza FCSP!

 

(pg)

Foto: FC St. Pauli

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