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Jackson Irvine: „Da ist ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen“

Unser Kapitän Jackson Irvine hat bei der WM mit Australien gegen absolute Weltstars auf höchstem Niveau gespielt und bereitet sich jetzt mit dem FC St. Pauli auf die bevorstehende Rückserie vor. Zwischen den schweißtreibenden Einheiten hat der Australier noch ein paar Minuten gefunden, um mit uns zu sprechen.

Fast auf den Tag genau einen Monat ist es her, als Jackson Irvine und die australische Nationalmannschaft mit 1:2 gegen den späteren Weltmeister Argentinien im WM-Achtelfinale verloren. Das Team um den FCSP-Kapitän verpasste die mögliche Sensation denkbar knapp. Mittlerweile überwiegt aber der Stolz auf das sportlich Erreichte mit seinen Socceroos. „Das ist schon etwas Besonderes, gegen Top-Spieler anzutreten, die auf höchstem Niveau genau das schaffen und Spiel für Spiel abrufen können. Für mich persönlich ist es schon sehr besonders, in den Tunnel zu gehen, mit Lionel Messi den besten Spieler aller Zeiten zu sehen und mit ihm gleich den Rasen zu betreten. Ich habe nie auf diesem höchsten Niveau spielen können, deshalb ist es einfach unglaublich, mich bei so einem Turnier mit dem ganz Großen messen zu können. Ich bin sehr stolz darauf. Auf mich, auf das Team. Da ist ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen“, blickt unser Mittelfeldspieler zurück.

Dass es Australien bis ins Achtelfinales des Turniers schaffte, daran hatte Jackson maßgeblichen Anteil gehabt. Denn in jeder der insgesamt vier Partien stand „Jacko“ in der Startformation. Am intensivsten war vor allem die Zeit vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Tunesien, wie er berichtet. „Weil wir die erste Partie verloren hatten, waren wir im zweiten Spiel unter Zugzwang. Da weißt du, dass du abliefern und alles reinwerfen musst. Dass wir gewonnen haben und dann auch noch das dritte Spiel gegen eine Top-Mannschaft aus Dänemark, das war unglaublich. Auch mental musst du da voll auf der Höhe sein, um überhaupt eine Chance zu haben, zu bestehen.“

Erfahrungen, die er aus dem Turnier auch als Kapitän bei den Braun-Weißen auf die Mannschaft übertragen kann? So leicht ist es dann doch nicht, wie der gebürtige Melbourner erzählt. Aber ein paar Kniffe möchte er in besonderen Situationen dennoch einbringen. „Das, was wir da als Nationalteam über zwei, drei Wochen zusammen erlebt haben, in den Alltag im Verein zu übertragen, ist unmöglich. Du kannst diese Intensität nicht Tag für Tag 24 Stunden so hochhalten. Was ich aber mitnehmen möchte, ist zu jedem Spiel oder in wichtigen Vorbereitungen dieses Gefühl aus dieser Zeit zu übertragen. Viele aus dem Team fragen nach, welche Erfahrungen ich mitgenommen habe und wie es war, gegen die Top-Teams zu spielen. Das erzähle ich aber gerne und bleibe da ganz entspannt (lacht).“

Seine Akkus hat er im Anschluss an die WM noch in Australien aufgeladen und ist jetzt seit einer Woche wieder im Teamtraining dabei. Um nicht vom „Hamburger Schiettwetter“ überrumpelt zu werden, hatte „Jacko“ noch ein Ass im Ärmel. „Bevor ich dann nach Hamburg und ins Training zurückgekehrt bin, habe ich noch einen Abstecher nach England gemacht. So konnte ich mich wieder etwas an das kühlere Klima gewöhnen (lacht).“

Dabei sind bis zum 9. Januar eher mildere Temperaturen im Trainingslager im spanischen Benidorm angesagt. Auch für unseren Kapitän waren es die ersten Einheiten unter dem neuen Cheftrainer Fabian Hürzeler – ganz neu ist die Vorgehensweise aber nicht, wie Jackson erklärt: „Die Intensität ist sehr hoch. Wir kennen Fabian und wissen, was er wie umgesetzt haben möchte. Da ist auch im Team eine neue Intensität und Energie zu spüren. Für einige Spieler geht es jetzt darum, sich zu zeigen und in die beste Position zu bringen - genauso wie für die neuen Spieler. Diese Ausstrahlung ist sehr positiv für uns alle. Mit Fabian arbeiten wir im Training viel mit dem Ball und sehr viel an Kleinigkeiten. Da ist ein großer Fokus auf die Details, sich richtig zu positionieren. Dieser Blick auf die Details von Fabian ist wichtig für uns, um uns Spieler auf ein neues Level zu heben. Die Konzentration der Jungs ist dadurch auch höher und das ist gut für die Entwicklung, denn diese Kleinigkeiten werden den Ausschlag geben für die Rückserie.“

 

(ch/fh)

Fotos: FC St. Pauli

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