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Danke für 14 Jahre in braun-weiß, Matze!

Nach 14 Jahren am Millerntor verlässt Torwarttrainer Mathias Hain den FC St. Pauli. In dieser Zeit hat Matze mit dem FC St. Pauli so viel erlebt, dass es für drei Fußballerleben gereicht hätte.

2008 streifte Matze zum ersten Mal das Trikot unseres Magischen FC über und damals konnte noch niemand ahnen, dass er für 14 Jahre am Millerntor bleiben würde. Und auch wenn es ihn in den folgenden Jahren, wann immer der Spielplan es zuließ, zum Kräftetanken zu seiner Familie in den Harz zog, ist es sicher nicht falsch zu sagen, dass der Club und das Viertel für Matze zu einer zweiten Heimat geworden sind.

Er war Teil der legendären Mannschaft, die am Ende der Saison 2009/10 den Aufstieg in die Bundesliga feierte und hatte als Stammtorwart großen Anteil an diesem Erfolg. Dass seine bis dahin makellose Saisonbilanz ausgerechnet im entscheidenden Aufstiegsspiel bei Greuther Fürth riss und er die anschließenden Feierlichkeiten mit einem Kieferbruch im Krankenhaus verpasste, gehört zu den vielen Geschichten, von denen sein Fußballerleben so reich ist.

Die Episode zeigt aber auch, was Matze immer ausgemacht hat. Auf und neben dem Platz hat er sich nie geschont und immer alles gegeben. Das gilt auch für die Zeit nach der aktiven Karriere, als er vom Feld auf die Trainerbank wechselte, um sich fortan um seine Nachfolger zwischen den Pfosten zu kümmern. Von André Schubert bis Timo Schultz hat Matze als Torwarttrainer mit nicht weniger als zehn verschiedenen Cheftrainern gearbeitet.

Wer das Glück hatte, Matze kennenlernen zu dürfen, hat schnell gemerkt, dass hinter der manchmal rauen Schale ein freundlicher und offener Mensch steckt, der immer auch ein Ohr für die Sorgen der anderen hat. Wie kaum ein anderer konnte er mit seinem Erfahrungsschatz neuen Spielern erklären, was es bedeutet, am Millerntor aufzulaufen. Und hätte es den Begriff Einnorden nicht schon gegeben, man hätte ihn dafür erfinden müssen. Das bekam auch der eine oder andere Schiedsrichter zu spüren, wenn er nach dem Pfiff in die nach Matzes Meinung falsche Richtung zeigte. Doch wenn es nicht um Training oder Punkte ging, war er für jeden Spaß zu haben und gab im Trainingslager und später auch von der Kollaustraße vor der Kamera mehr oder weniger ernsthafte Einblicke hinter die Kulissen. Sach mal, Matze, hat Dir das eigentlich genau so viel Spaß gemacht wie uns?

Lieber Matze, nach 72 Partien zwischen den Pfosten und noch vielen, vielen mehr an der Seitenlinie geht Deine Zeit beim FC St. Pauli nun zu Ende. Wir wünschen Dir für alles, was jetzt kommt, nur das Beste! Bleib gesund, so wie Du bist und besuch' uns bald mal, um bei einem kühlen Bier ins Plaudern zu kommen!

You'll never walk alone!!!

 

(hbü)

Fotos: FC St. Pauli / Witters

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