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Nach „schwierigem Jahr“ will Sobota „wieder angreifen“

Keine Frage: Die vergangene Spielzeit 2018/19 lief für Waldemar Sobota überhaupt nicht wie gewünscht. Der offensive Flügelspieler, in den Jahren zuvor stets Dauerbrenner bei den Kiezkickern, verpasste verletzungsbedingt viele Spiele. In der Sommerpause will der 32-Jährige hart dafür arbeiten, um mit dem Trainingsstart am Sonntag (23.6.) wieder neu anzugreifen.

"Die Bilanz war mir so gar nicht bewusst. Sie spiegelt mein letztes Jahr wider", erklärte Waldemar Sobota kurz vor der Sommerpause. Von 34 möglichen Spielen bestritt der offensive Flügelspieler lediglich 15. Nachdem er seit seinem Wechsel ans Millerntor im Januar 2015 bis zum Saisonstart 2018/19 insgesamt 18 Spiele verpasst hatte, waren es im Vorjahr deren 19 Begegnungen. "Bis zum Frühjahr 2018, als ich mir die Plantafaszie im Fuß angerissen habe, war ich fast jedes Training dabei, war eigentlich nie verletzt. Die letzte Saison war schwierig, ich war gefühlt das ganze Jahr verletzt. Nach jeder Verletzung wollte ich mich schnell zurückkämpfen und wurde dann wieder ausgebremst. Es war keine leichte Zeit für mich", blickte Sobota nachdenklich zurück.

Sobota spiele schon ein paar Jahre Fußball, aber "so viel Pech wie in der letzten Saison" habe er noch nicht gehabt. "Ich hoffe nicht, dass sich so ein Jahr noch mal wiederholt“, wünscht sich Sobota eine möglichst verletzungsfreie Saison 2019/20. Den Grundstein dafür legte und legt der Flügelspieler aktuell in Polen, in seiner Heimat spult er den Rehaplan unserer Athletiktrainer ab. „Es ist alles mit ihnen und unserer medizinischen Abteilung abgestimmt“, so Waldi, den in der Hinrunde hartnäckige Leistenprobleme plagten. Anfang April zog er sich beim Spiel in Kiel einen Syndesmosebandanriss im Sprunggelenk zu und kam anschließend nicht mehr zum Einsatz. Zum Saisonende hatte Waldi neben Krafttraining und Fahrradfahren auch mit ersten Läufen begonnen. Während sich die meisten Teamkollegen in die USA oder in den Urlaub verabschiedeten, steigerte Sobota das Trainingspensum.

„Ich werde in der Sommerpause alles für meinen Körper machen, damit ich ohne Beschwerden wieder einsteigen kann. Ich hoffe natürlich, dass ich zum Trainingsauftakt in guter körperlicher Verfassung sein werde. Ich will nächste Saison wieder angreifen“, betonte Sobota, der dafür gerne auf Urlaub verzichtet: „Ich habe noch nichts geplant, weil ich das von meiner Gesundheit und meinem Fitnessstand abhängig mache. Sollte ich ein gutes Gefühl haben, geht’s für eine Woche ans Mittelmeer. Sollte ich aber noch Nachholbedarf haben, dann werde ich auf den Urlaub verzichten und die Reha bis zum Trainingsstart durchziehen. Ich habe mir vorgenommen, topfit zurückzukommen und im nächsten Jahr wieder anzugreifen. Ich will so viele Spiele wie möglich machen, so wie es in den Jahren zuvor auch der Fall war.“

Mit viel Dynamik zieht Waldemar Sobota an Ingolstadts Mergim Mavraj vorbei.

Mit viel Dynamik zieht Waldemar Sobota an Ingolstadts Mergim Mavraj vorbei.

Zum Auftakttraining will Sobota die schwierige letzte Saison längst aus dem Kopf haben und so geht der 32-Jährige mit viel Elan in die neue Spielzeit: "Die Vorfreude, dann wieder auf dem Rasen zu stehen, ist riesig." Vorfreude herrscht bei Sobota auch mit Blick auf die Spielphilosophie von Jos Luhukay. "So wie die Jungs mit der Ausrichtung des neuen Trainers in den letzten Partien gespielt haben, da wollte man schon gerne mitzocken. Die Spielphilosophie hilft uns Offensivspielern, sie wird auch mir entgegenkommen."

Als Vorlauf für die neue Saison seien die sechs Partien unter Luhukay anzusehen. "Viele Spieler haben das Spielsystem schon kennengelernt. Mit deutlich weniger Verletzten wollen wir dieses mit dem Trainingsstart dann noch besser kennenlernen und noch mehr verinnerlichen. Am Ende wird jeder checken, wie der Trainer spielen will. Wenn wir das umsetzen, können wir auch erfolgreich sein", so der Flügelspieler.

Erfolgreich verlief 2018/19 vor allem die Hinrunde, nach schwacher Rückrunde sprang am Ende nur Platz neun heraus. Was ist nächste Saison drin? Sobota: "Man kann die zweite Liga nicht vorhersagen, egal welche Teams runtergekommen oder aufgestiegen sind. Ich denke, dass keine Mannschaft so richtig davonmarschieren wird, und gehe eher davon aus, dass es bis zum Ende spannend bleiben wird – sowohl oben als auch unten." Und worauf freut sich der Flügelspieler am meisten? "Ich will gesund bleiben und so oft wie möglich wieder auf dem Platz stehen. Zudem freue ich mich auf die Derbys, denn wir haben nach dem komplett misslungenen Rückspiel etwas gutzumachen."

 

(hb)

Fotos: Witters

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