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1:1 gegen Bochum - Starkes Auftreten wird nur mit einem Punkt belohnt

Sie haben alles versucht! Doch vor 29.546 Zuschauern am ausverkauften Millerntor-Stadion mussten sich die Kiezkicker gegen den VfL Bochum mit einem 1:1-Unentschieden begnügen. Peniel Mlapa hatte die Gäste in Führung gebracht (19.), doch die Boys in Brown dominierten nach der Roten Karte gegen Timo Perthel das Geschehen (28.). Der Ausgleich durch Aziz Bouhaddouz (74.) konnte in der Schlussphase nicht mehr mit einem Siegtreffer veredelt werden. 

Den Schwung aus dem 2:0-Erfolg in Fürth wollten die Kiezkicker als Brustlöser nutzen und auch im Heimspiel gegen den VfL Bochum drei Zähler erbeuten. In der Startformation musste Cheftrainer Ewald Lienen auf einigen Positionen umräumen. Nach seiner starken Leistung in Fürth musste Cenk Sahin eine Gelbsperre absitzen und auch Bernd Nehrig musste mit muskulären Problemen passen. Dafür rückten Daniel Buballa und Marc Hornschuh zurück in die Elf. Richard Neudecker, der unter der Woche nicht voll trainieren konnte, wurde durch Ryo Miyiachi ersetzt.

Die Begegnung war keine drei Minuten alt, da hatte der Großteil der 29.546 Zuschauer am ausverkauften Millerntor-Stadion schon den Torschrei auf den Lippen. Eine Rückgabe von Timo Perthel antizipierte Aziz Bouhaddouz, der die Kugel spektakulär mit der Hacke an die Latte beförderte (3.). Was ein Start, was ein Pech. Auf der anderen Seite klopfte Peniel Mlapa mal an, der Philipp Heerwagen zu einer tollen Parade zwang (12.).

Durch einen schlimmen Zusammenprall zwischen Manuel Riemann und Daniel Buballa musste die Begegnung mehrere Minuten ruhen (14.). Buballa zog sich bei der Aktion ein Schädelhirntrauma zu und wurde unter Applaus beider Fanlager vom Platz und im Anschluss ins Krankenhaus gebracht. Gute Besserung! Für ihn kam Neudecker auf das Feld. 

Den Schock schienen die Gäste schneller verdaut zu haben und schlugen wenig später eiskalt zu. Nach einem Doppelpass zwischen Nils Quaschner und Mlapa schloss Letzterer trocken und flach ins Eck zum 0:1 ab (19.). Der nächste Aufreger ließ nicht lange auf sich warten: Perthel traf Miyaichi mit hohem Bein am Kopf, sodass Referee Felix Zwayer nach längerer Unterhaltung mit seinem Assistenten den VfL-Verteidiger mit Rot vom Platz stellte (28.). Nun machten die Boys in Brown mächtig Druck und kamen durch Bouhaddouz zu zwei guten Möglichkeiten, von denen der erste Versuch über den Kasten ging (31.) und der zweite im letzten Moment von Tim Hoogland geblockt wurde (32.).

In der Folge erarbeiteten sich die Braun-Weißen immer wieder Halbchancen gegen tiefstehende Bochumer, die sich nach dem Platzverweis kaum noch in der gegnerischen Hälfte zeigten. Die Lienen-Elf fehlte nur die Genauigkeit im Abschluss und in einigen Situationen, der letzte Pass in die Gefahrenzone. Mit deutlicher Feldüberlegenheit und dem knappen 0:1-Rückstand ging es dann in die Kabine.

In Überzahl machten die Braun-Weißen vor der Pause mächtig Druck, doch der VfL blieb zur Pause durch das Mlapa-Tor (19.) in Führung. Hier probiert es Aziz Bouhaddouz (li.), Bochums Tim Hoogland schaut zu.

In Überzahl machten die Braun-Weißen vor der Pause mächtig Druck, doch der VfL blieb zur Pause durch das Mlapa-Tor (19.) in Führung. Hier probiert es Aziz Bouhaddouz (li.), Bochums Tim Hoogland schaut zu.

Sowohl Lienen als auch sein Pendant Gertjan Verbeek reagierten nach dem Seitenwechsel auf die Spielsituation. Die Kiezkicker wechselten offensiv und brachten Nico Empen für Hornschuh und agierten nun mit zwei Spitzen. Die Bochumer nahmen Torschütze Mlapa vom Platz und wechselten mit Russell Canouse einen Defensivakteur ein. Bei den Gästen sollte der schnelle Quaschner für einen möglichen Nadelstich sorgen, während die Boys in Brown mit Offensivpower auf den Ausgleich drängen wollten.

Die Umstellung der Gäste fruchtete, die nun auch wieder nach vorne spielten und es den Braun-Weißen schwermachten die Dominanz vor der Pause wiederzufinden. Die beste Gelegenheit über Empen und Kyoungrok Choi konnten die Bochumer im letzten Moment verhindern (62.). Danach prüfte Miyaichi den bisher sicheren VfL-Schlussmann Riemann (65.). Den Kiezkickern fehlte das Erfolgserlebnis gegen die kompakte Verbeek-Elf.

Kapitän Sören Gonther war dann ganz nah dran! Nach einer herrlichen Hereingabe von Waldemar Sobota nickt der Innenverteidiger das Leder freistehend zu unplatziert in die Hände von Riemann (74.). Doch dann folgte die Erlösung! Eine Keller-Flanke kam für Riemann ungünstig auf den zweiten Pfosten, sodass der Keeper den Ball vor die Füße von Bouhaddouz abwehrte, der dankend den Ausgleich erzielte (76.). Jetzt knabberte die Lienen-Elf am Führungstreffer.

Die 29.546 Zuschauer pushten die Braun-Weißen nochmal mächtig nach vorne. Bei allen Bemühungen mussten die Boys in Brown aber immer wieder aufpassen, nicht in einen Konter der Gäste zu laufen. Auch wenn die Kiezkicker deutlich mehr von der Partie hatten, mussten sie sich letztlich mit dem 1:1-Unentschieden begnügen.

Viele Zweikämpfe! Am Ende trennten sich die Kiezkicker und der VfL Bochum mit 1:1-Unentschieden.

Viele Zweikämpfe! Am Ende trennten sich die Kiezkicker und der VfL Bochum mit 1:1-Unentschieden.

FC St. Pauli

Heerwagen – Hedenstad, Gonther, Sobiech, Keller – Hornschuh (46. Empen) – Miyaichi, Choi, Sobota, Buballa (17. Neudecker (89. Rosin)) – Bouhaddouz

Cheftrainer: Ewald Lienen

 

VfL Bochum

Riemann – Gyamerah, Hoogland, Rieble, Perthel – Losilla, Stiepermann – Merkel, Wurtz, Quaschner (86. Novikovas) – Mlapa (46. Canouse)

Cheftrainer: Gertjan Verbeek

 

Tore: 0:1 Mlapa (19.), 1:1 Bouhaddouz (74.)

Gelbe Karten: Sobota / Stiepermann, Gyamerah, Wurtz, Hoogland, Quaschner

Rote Karte: Timo Perthel (28., grobes Foulspiel)

SR: Felix Zwayer

Zuschauer: 29.546

 

(ms)

Fotos: Witters

 

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