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„Man muss auf den Moment warten und dann da sein, wenn er kommt“

Nach zwei Startelfeinsätzen zu Beginn der Saison kam Betim Fazliji meist nicht über Kurzeinsätze hinaus. Im DFB-Pokal gegen den SC Freiburg und auch im Ligaspiel bei Arminia Bielefeld stand der Kosovare zuletzt aber wieder von Beginn an auf dem Rasen. Nach dem Training am Dienstag (25.10.) nahm sich der Defensiv-Allrounder viel Zeit für die Fragen der anwesenden Medienvertreter*innen und sprach u.a. über...

...die zurückliegenden Spiele gegen den HSV, Freiburg und Bielefeld: „Das war ein Rückschlag. Wenn man sich die letzten drei Spielen und die sechs Halbzeiten anschaut, dann waren fünf gut. Die beiden gegen den HSV waren top, die gegen Freiburg waren in fußballersicher Hinsicht auch gut. Gegen Bielefeld hatten wir in der ersten Halbzeit viel Kontrolle, da waren wir die aktivere, nach vorne spielende Mannschaft. In Hälfte zwei hat uns dann ein bisschen die Kraft gefehlt. Da haben wir durch die Müdigkeit die Konzentration verloren. Wir bekommen zwei Tore und schießen selbst keins. Dann sieht es bitter aus.“

...die Stimmung nach der Niederlage in Bielefeld: „Als Spieler nimmt dich das natürlich mit, mich persönlich natürlich auch. Die Saison geht noch lang, wir können jetzt nicht an diesem Spiel hängenbleiben. Wir haben gegen den Tabellenführer Darmstadt wieder eine neue Chance, die hat man im Fußball jedes Wochenende und die wollen wir nutzen. Zuhause wollen wir alles raushauen.“

...seine jüngsten Einsätze: „Ich fühle mich richtig gut und freue mich, Spielzeiten zu bekommen. Ich habe auf den Moment gewartet, jetzt war er da. Ich versuche, alles zu geben und der Mannschaft zu helfen. Hinten müssen wir alle besser und kompakter stehen und schauen, keine Gegentore zu kassieren. Wenn wir die Null halten, haben wir einen Punkt schon mal sicher.“

...das Warten auf die Startelf-Rückkehr: „Ich bin immer wieder auch zum Zug gekommen und habe zwei, drei Spiele von Anfang an gespielt. Bei Stürmern ist es einfacher, zu Einsätzen zu kommen, als bei Abwehrspielern wie mich, der neu und aus einer anderen, etwas schwächeren Liga gekommen ist. Es hat aber Zeit gebraucht. Man muss auf den Moment warten und dann da sein, wenn er kommt. Ich fokussiere mich von Partie zu Partie, will mich steigern, Erfahrung sammeln und der Mannschaft helfen. Alles andere interessiert mich nicht. Wenn man zu weit in die Zukunft blickt, bringt es dich nicht nach vorne. Der nächste Schritt ist, mich hier durchzusetzen und Spiele zu gewinnen.“

Betim Fazliji im Gespräch mit Medienvertrer*innen.

...das Spiel gegen Darmstadt und die Verteilung der Favoritenrolle: „Ich bin kein Freund davon, vor dem Spiel zu sagen, wer Favorit ist und wer nicht. Die ganze Liga ist unberechenbar. Zuhause sind wir im Vergleich zu den Auswärtsspielen eine Macht. Mit den Fans im Rücken haben wir noch mehr Selbstvertrauen und kommen mehr zum Zug. Den mutigen Fußball müssen wir jetzt auch gegen Darmstadt zeigen. Wir werden alles geben, um die drei Punkte hierzubehalten.“

...die Umstellung auf Dreier-/Fünferkette: „Es ist sicherlich nicht das Gleiche wie zuvor mit der Viererkette und der Mittelfeldraute, die größte Veränderung ist es aber auch nicht. Wir haben mit Eric Smith einen Mann mehr in der Abwehr. Weil die Absicherung besser ist, können wir hinten noch mehr verschieben. Wir haben viel Kontrolle im Zentrum und durch die Fünferkette außen noch mehr Breite, um Flanken verhindern zu können.“

...den lange verletzten Christopher Avevor: „Er ist ein erfahrener Spieler, der uns sicherlich helfen kann. Er weiß, wie man verteidigt. Er ist ein Innenverteidiger, wie man ihn sich vorstellt. Er geht in die Zweikämpfe und dann gibt's kein Zurückziehen. Jeder Spieler kann sich von ihm etwas abschauen, wie er arbeitet. Nach den Rückschlägen gibt er Vollgas, er ist ein richtiger Kämpfer. So habe ich ihn kennengelernt und das fasziniert mich an ihm.“

...die bisherige Zeit in Hamburg und das erstmalige Alleineleben: „Der Anfang war sicherlich nicht leicht. Ich merke aber, dass es mir hilft, aus der Komfortzone rauszukommen. Es tut mir wirklich gut, was ich nicht unbedingt gedacht habe. Ich bin so langsam ein selbständiger Mann geworden.“

...mögliche Pläne für die Zeit während der WM: „Nach dem letzten Spiel in Karlsruhe bin ich bei der Nationalmannschaft, mit der stehen zwei Freundschaftsspiele an. Danach geht's wahrscheinlich zur Familie in die Schweiz“

 

(hb)

Fotos: Witters

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