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"Das war Kampf und Laufen bis zum Umfallen"

Das 2:2 im Volkspark liegt bereits einige Tage zurück, unsere Kiezkicker bereiten sich bereits intensiv auf das Heimspiel gegen den Karlsruher SC vor. Nach dem Training am Dienstag (3.11.) beantwortete Daniel-Kofi Kyereh in einer Presserunde die vielen Fragen der Medienvertreter*innen. Der 24-jährige Torjäger blickte nicht nur auf das Derby zurück, sondern auch auf seinen persönlichen Saisonstart. Dabei sprach Kyereh u.a. über...

…die Analyse des Derbys: "Die Trainer haben uns ein paar Szenen rausgeschnitten. Ein paar waren gut, bei anderen hätten wir Dinge besser machen können. Im Spiel gegen den Ball waren wir sehr gefordert, das hat der HSV spielerisch sehr gut gemacht. Wir haben aber super dagegengehalten und deswegen sind wir zufrieden und glücklich mit dem Punkt. Es gab mehr Positives als Negatives."

…seine Gefühle vor und nach dem Derby: "Ein Derby ist immer etwas Besonderes. Die Jungs haben mir davon erzählt, es war schon vorher Thema. Mitzubekommen, wie Stadt und Fans darauf brennen, pusht einen nochmal mehr als vor anderen Spielen. Die turbulente Schlussphase hat dafür gesprochen, dass beide Mannschaften gewinnen wollten. Schade, dass wir unsere Führung am Ende nicht über die Zeit bringen konnten. Wir können mit dem Punkt aber leben, der HSV war ungeschlagen und wir waren die erste Mannschaft, die sich nicht von ihnen besiegen ließ."

…seine Leistung im Derby: "Es war nicht mein bestes Spiel. Für uns Offensivspieler war das auch dem Gegner geschuldet, weil wir viele Defensivaufgaben hatten. Das war ein Spiel, in dem man sich nicht die Kräfte für Offensivaktionen aufspart. Das war Kampf und Laufen bis zum Umfallen. Dass mir am Ende noch die Vorlage glückt, war ein Akzent, den ich setzen konnte. Sonst sind es ein paar mehr, wenn nur einer klappt, dann ist das aber auch positiv und wichtig."

"Wir sind alle hungrig, heiß und wild darauf, besser zu werden."

…seine Laufleistung: "Das Laufen war schon immer eine Stärke von mir. Egal ob weit und lang oder kurz und schnell. Da habe ich schon in der Jugend nie Probleme gehabt. Bei St. Pauli ist es enorm wichtig, dass wir viel laufen und ackern. In der Vorbereitung haben wir viel gemacht, um fit zu sein und das intensive Spiel durchziehen zu können."

…sein bisheriges St. Pauli-Fazit: "Das ist sehr positiv. Klar, wir hätten uns gewünscht, ein paar mehr Punkte mitzunehmen. Es spricht aber auch für uns, dass wir schwer zu schlagen sind. Die Mannschaft und das Trainerteam sind jung, wir haben ein Riesenpotenzial. Wir sind alle hungrig, heiß und wild darauf, besser zu werden. Deswegen mache ich mir gar keine Sorgen, dass wir es nicht schaffen, die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Ich denke, wir werden an einen Punkt kommen, an dem mehr funktioniert und wir so weit in der Entwicklung sind, dass wir eine Mannschaft sind, vor der sich die Gegner fürchten."

…seine persönliche Zufriedenheit: "Ich bin zu 100 Prozent zufrieden mit mir. Ich habe mir persönlich nicht ausgemalt, wie viele Tore und Vorlagen ich machen werde. Für mich war es wichtig, gut anzukommen, zu spielen und mich bestmöglich weiterzuentwickeln. Ich merke Woche für Woche, dass es bergauf geht. Ich bin glücklich mit meiner Spielzeit und meiner Rolle."

…sein Steigerungspotenzial: "Gegen den HSV war es defensiv, vor allem in der ersten Halbzeit, nicht gut von mir. Es gab einige Szenen, die ich nicht gut gelöst habe. Gegen Heidenheim habe ich defensiv wiederum eines der besten Spiele meiner Karriere gemacht. Ich weiß, was ich kann, und bin mir meiner Stärken und Schwächen bewusst. Es gibt noch Steigerungspotenziale, ich bin mir aber sicher, dass Schulle, Loïc und Fabi mich zu meinen Bestleistungen fördern."

Daniel-Kofi Kyereh bejubelt sein Tor gegen Heidenheim.

Fühlt sich nicht nur in der Luft, sondern auch in Hamburg wohl: St. Pauli-Torjäger Daniel-Kofi Kyereh.

…die gestiegene Aufmerksamkeit durch Tore: "Klar merkst du, dass die Spieler sich mehr auf dich einstellen. Das finde ich aber auch gut, das zu spüren. Dadurch fahre ich keine Sekunde runter und kann mich nicht irgendwie ausruhen. Den Respekt vom Gegner zu fühlen, pusht mich umso mehr."

...die kleine Tor-Durststrecke: "Das ist nichts, worüber ich mir länger Gedanken mache. Ich gehe in jedes Spiel mit dem Ziel, Tore zu erzielen und Vorlagen zu geben. Als ich nicht getroffen habe, waren andere da. Ich bin mir bewusst, dass nicht jede Chance gleich ein Tor oder eine Vorlage mit sich bringt. Für die Zukunft bin ich da optimistisch."

…sein Einleben in Hamburg: "Ich fühle mich super wohl hier. Die Jungs haben mich super aufgenommen. Ich komme immer gerne zum Training, auch wenn es nur zum Laufen geht. Selbst da freue ich mich, weil ich mit den Jungs zusammen bin und quatschen kann. Wir machen viel auf und neben dem Platz zusammen. Ich fühle mich, trotz der Corona-Situation, angekommen."

"Wir dürfen nicht den Fehler machen und uns in eine andere Rolle wiegen." 

…Duelle gegen vermeintlich kleinere Gegner: "Für uns ändert sich gar nichts. Wir dürfen nicht den Fehler machen und uns in eine andere Rolle wiegen. Ich persönlich kenne Karlsruhe sehr gut, habe gegen sie in jeder Saison gespielt. Sie sind ein sehr guter, aggressiver Gegner, der topmotiviert ist und einen Plan hat. Es wird kein leichteres Spiel. Wir müssen unsere Stärken auf den Platz bringen, dann können wir in der Liga jeden Gegner schlagen."

…Karlsruhes Torjäger Philipp Hofmann: "Am Freitag war es Simon Terodde, davor war es Serdar Dursun und jetzt ist es Philipp Hofmann. Die Presse in Karlsruhe spricht vielleicht von Simon Makienok. Viele Stürmer in der Liga sind im Moment einfach gut drauf, sie machen einen guten Job. Wir müssen hundertprozentig wach sein. Wir als Mannschaft und vor allem unsere Defensive wissen, was auf uns zukommt. Respekt haben wir vor allen Mannschaften und jedem Spieler, wir brauchen aber vor niemandem Angst zu haben."

 

(ms)

Fotos: Witters

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