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"Ich bin kein Einzelsportler, der Erfolg der Mannschaft ist wichtiger für mich"

Zwischen den beiden Einheiten am Dienstag (29.3.) nahm sich Guido Burgstaller viel Zeit, um in einer Presserunde die Fragen der Medienvertreter*innen zu beantworten. Dabei sprach der Stürmer u.a. über...  

...die zurückliegende Länderspielpause: "Wir haben drei Tage frei bekommen und da konnte jeder mal abschalten. Das tat mal gut für den Kopf. In den Einheiten haben wir was fürs Körperliche getan, aber auch an Inhalten gearbeitet. Wir sind gut durch die Woche gekommen."

...die im Laufe der Saison wechselnden Sturmpartner und einen Wunschpartner im Angriff: "Den habe ich nicht. Mit Simon haben wir zuletzt mit hohen Bällen mehr die Linien überspielt und so schneller in die Spitze gespielt. Ich bin dann in die Tiefe gegangen und habe als Anspieler um ihn herum gespielt. Das macht mir auch Spaß. Ich kann mich immer ganz gut in den anderen Spieler hineinversetzen. Bis jetzt hat es mit allen ganz gut geklappt."

...Gegner Hansa Rostock: "Ich weiß, dass zwischen beiden Vereinen eine große Rivalität herrscht. Für unsere Fans ist es ein wichtiges Spiel. Ich freue mich auf das Spiel, das sehr hitzig und sehr emotional werden wird. Rostock ist gut drauf und hat die letzten Spiele gewonnen. Die Partien haben gezeigt, dass sie sehr stabil geworden sind. Rostock hat eine gute Mannschaft und vorne drin einen guten Stürmer, der weiß, wo das Tor steht. Es wird kein leichtes Spiel. Wir müssen sicherlich wieder an die 100 Prozent kommen, um die Punkte mitzunehmen."

...seine Erfahrung, mit der er dem Team in hitzigen Spielen helfen kann: "Wenn's hitzig wird, ist es manchmal auch nicht schlecht, dann kann man Emotionen freilassen. Das tut gewissen Spielern auch gut. Es kommt aber ganz auf die Situation und das Spiel an, manchmal muss man auch runterfahren. Wir haben es in hitzigen Spielen wie gegen den HSV oder in Dresden als Mannschaft immer gut im Griff gehabt und uns auf unsere Stärken besinnt."

Guido Burgstaller erzielte beim 4:0-Heimsieg gegen Rostock das zwischenzeitliche 3:0.am

Guido Burgstaller (hier im Duell mit Rostocks Björn Rother) erzielte beim 4:0-Heimsieg gegen Rostock das zwischenzeitliche 3:0.

...die Bedeutung der Torjägerkanone: "Wer mich kennt, weiß, dass ich alles für das Team mache. Ich bin kein Einzelsportler, der Erfolg der Mannschaft ist wichtiger für mich. Natürlich helfen Tore einer Mannschaft. Weil aber nur der Teamerfolg zählt, sind mir die Tore eigentlich egal, wenn wir drei Punkte holen. Wenn wir aufsteigen, wäre es natürlich sensationell. Da wäre es unwichtig, ob wir einen Torschützenkönig oder Assistkönig im Team haben. "

...die aktuelle Situation und den möglichen Aufstieg: "Wir sind vorne dabei und haben mit Blick auf das Restprogramm schwere Spiele vor der Brust. Da kann es in alle Richtungen gehen. Wir können in zwei, drei Spieltagen noch mal sprechen. Die warten wir noch ab und dann schauen wir mal, was passiert. Wichtig wird eine gewisse Lockerheit sein und dass du deine Spiele konstant ohne große Fehler runterspielst. Da interessiert es nicht, ob du einen Gegner an die Wand spielst oder nicht. Es geht nur noch darum zu punkten. Das probieren wir - egal wie. Ich bin positiv gestimmt, dass wir das gut meistern können."

...das mögliche Einsetzen von Angst vor einem möglichen Erfolg: "Wir haben nichts zu verlieren und freuen uns auf die letzten Spiele. Angst ist da bei uns überhaupt nicht im Kopf. Die Saison kann man schon jetzt als positiv bezeichnen. Wir haben eine super Entwicklung genommen - vielleicht schneller als erwartet. Wir sind darüber glücklich und wollen auch die letzten Spiele positiv bestreiten."

...das eigene Restprogramm gegen Teams, die um den Aufstieg spielen oder gegen den Abstieg kämpfen: "In dieser Liga kannst du keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen, das hat man im Laufe der Saison oft genug gesehen. Wenn du nicht bei hundert Prozent bist, kannst du als Mannschaft gegen alle Gegner Probleme bekommen. Es ist ein cooles Programm, das wir vor uns haben, und darauf freuen wir uns. Wir freuen uns auf den Endspurt, jetzt geht's um was. Wir haben geile Spiele vor der Brust. Es wird spannend zu sehen, wie wir damit umgehen und wie wir das meistern können."

...seine sportliche Zukunft: "Ich habe hier noch einen Vertrag, fühle mich wohl und mache mir da keinen großen Kopf. Ich habe ein gewisses Alter und mache mir nur noch Gedanken, wie lange es geht. Körperlich und mental fühle ich mich noch ganz gut. Mal schauen, wie lange ich noch spielen will. Momentan habe ich keinen Grund, die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen."

 

(hb)

Fotos: Witters / FC St. Pauli

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