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"Als Mannschaft besser verteidigen und in den direkten Duellen eine Schippe drauflegen"

Bevor unsere Kiezkicker am Mittwochnachmittag (23.2.) den Trainingsplatz betraten und die Vorbereitung auf das Spiel beim FC Ingolstadt 04 fortsetzten, stand Leart Paqarada Medienvertreter*innen erst noch Rede und Antwort. Dabei sprach unser Linksverteidiger u.a. über...

...seine Premiere als Startelf-Kapitän im Heimspiel gegen Hannover: "Die konnte ich mit Blick auf das Spiel und die Niederlage nicht wirklich genießen. Unmittelbar vor dem Spiel und beim Rauslaufen war es schon etwas sehr, sehr Besonderes. Die Mannschaft zuhause bei einem Verein wie dem FC St. Pauli und vor Fans aufs Feld zu führen - das werde ich so schnell nicht vergessen. Ich hätte natürlich lieber die drei Punkte mitgenommen."

...die aktuelle Stimmung: "In der Mannschaft hat sich nach wie vor nichts geändert. In der letzten Saison waren es schwierige Phasen und auch da waren wir als Mannschaft eher positiv gestimmt. Das hat sich auch in der jetzigen Phase nicht geändert. Die Mannschaft ist so gefestigt und gewachsen, dass jeder zwar weiß, dass etwas verbessert werden muss, aber dass man nicht allzu negativ an die Sache geht. Der Teamgeist ist weiter sehr, sehr gut und auch in so einer Phase darf in der Kabine auch mal gelacht werden. Die Stimmung ist weiter gut, wir sind aber auch konzentriert bei der Sache. Wir Spieler machen uns natürlich Gedanken und reden darüber, was wir verbessern müssen. Wir hinterfragen immer alles, das haben wir auch in guten Zeiten getan. Als Mannschaft und im Trainerteam schauen wir uns Details an, an denen wir arbeiten müssen. Wir dürfen grundsätzlich nicht in Panik geraten. Ich glaube nach wie vor, dass die Qualität in der Mannschaft sehr hoch ist und die Pläne, die das Trainerteam macht, gut sind. Jetzt geht's darum, auch individuell wieder an die Leistung und den Anspruch, den man selber hat, zu kommen. Dann bin ich auch guter Dinge, dass es schnell wieder in die andere Richtung gehen kann."

...den Blick auf die Tabelle: "Ich glaube schon, dass die Tabelle bei dem einen oder anderen im Unterbewusstsein vielleicht eine Rolle gespielt hat. Dass du weißt, dass du oben stehst und gejagt wirst. Da ist jeder Spieler eigen und muss selbst damit umgehen. Oben ist es so eng, dass du mit einem Sieg auf der Eins stehst oder bei einer Niederlage nur auf Platz vier oder fünf. Sich zum aktuellen Zeitpunkt an der Tabelle festzubeißen, ist aber nicht der richtige Weg. Dafür geht es einfach zu eng zu."

Leart Paqarada mit Ball am Fuß gegen Hannovers Sebastian Stolze.

...die Rolle als Führungsspieler in der aktuellen Situation: "Ich finde, dass relativ früh versucht wurde, Dinge negativer zu sehen, als wir es empfunden haben. Bei einer Niederlage hatte man schon das Gefühl, dass der Anspruch so hoch ist, dass man nicht mehr verlieren darf. Die erfahrenen Spieler müssen momentan vorweggehen und wollen es auch. Wir haben eine Mannschaft, in der von jung bis alt alles dabei ist. Klar hat man da Spieler, die vielleicht gerade ein bisschen mehr überlegen. Wenn du erfahrene Spieler hast, die mit der Situation besser oder anders umgehen können, dann gibt man das weiter und versucht, jeden ins Boot zu holen. Da sind die Erfahrenen, zu denen auch ich gehöre, gefragt. Das Wichtigste ist natürlich, im täglichen Training Gas zu geben, auf dem Platz vorwegzugehen und ein Beispiel für die anderen Spieler zu sein. Hinzu kommt, viele Gespräche zu suchen. Ich selbst bin ein sehr kommunikativer Mensch und habe das Bedürfnis, mit meinen Mitspielern zu sprechen und alle beisammen zu halten. So versuche ich, der Mannschaft zu helfen, und das mache ich gerne."

...die zu vielen Gegentore in den vergangenen Spielen: "Auf Dauer ist es natürlich ein Problem, wenn wir jedes Spiel Gegentore bekommen. Kleine Fehler, die wir sowohl als Mannschaft aber auch individuell machen, werden momentan brutal bestraft. In der Hinrunde haben wir weniger zugelassen und wir hatten auch mal das Spielglück auf unserer Seite. Aktuell habe ich das Gefühl, dass der kleinste Fehler, ob nun individuell oder als Mannschaft, gnadenlos bestraft wird. Ich bin mir sicher, dass das nicht immer so sein wird. Wir müssen als Mannschaft besser verteidigen und in den direkten Duellen eine Schippe drauflegen. Die direkten Duelle in der zweiten Liga sind entscheidend. Grundsätzlich stehen wir für einen Power-Fußball und einen attraktiven Fußball mit dem Ball, aber bei all dem darf man nicht vergessen, dass der Grundstein die Defensive ist. Wenn wir zwischen Risikospiel und guter Absicherung die richtige Balance hinbekommen, dann wird es auch wieder was."

...das Spiel in Ingolstadt und den Druck, beim FCI gewinnen zu müssen: "In der zweiten Liga kannst du nicht am Tabellenplatz festmachen, dass du gegen eine Mannschaft gewinnen musst oder nicht. Diese Liga ist einfach ganz verrückt. Natürlich ist es unser Anspruch, dass wir nach Ingolstadt fahren und drei Punkte holen. Darauf werden wir die ganze Woche hinarbeiten."

...das Wiedersehen mit FCI-Keeper Dejan Stojanović: "Ich selbst habe aktuell keinen Kontakt zu ihm, wir haben uns aber gut verstanden. Ich weiß, dass einige Jungs mit ihm schreiben und sich mit ihm gut verstehen. Es hat Spaß gemacht mit ihm, es freut uns alle, ihn am Wochenende wiederzusehen."

...das DFB-Pokal-Viertelfinale bei Union Berlin: "In meinem Kopf ist das noch nicht. Wir haben eine Englische Woche vor uns und das Spiel ist sicherlich ein sehr schönes Erlebnis. Es ist aber erst nach dem Spiel in Ingolstadt ein Thema."

 

(hb)

Fotos: Witters

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