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So geht Trainingslager - Fast alles, was man wissen muss

Trainingslager sind immer eine Welt für sich. In dieser begrenzten Zeit, die Spieler und Staff so intensiv miteinander verbringen wie sonst nie in der Saison, gelten eigene Regeln – offiziell und ungeschrieben. Was muss man wissen oder unbedingt dabeihaben? Welche Anfängerfehler macht man beim ersten Trainingslager? Wir haben uns ein bisschen umgehört, was wir uns für das nächste Mal merken sollten.

"Man darf nicht rausgehen, um zu feiern. Das ist aber kein ungeschriebenes Gesetz, sondern eher eine klare Regel", gibt James Lawrence lachend zu Protokoll, zumal aufgrund der Pandemie die Grenzen aktuell nochmal deutlich enger umrissen sind. Was bei ihm im Trainingslager nicht fehlen darf, sind die Ohrstöpsel. Schließlich weiß man nie, wer das Zimmer nebenan bezieht und zu welchen Zeiten derjenige Musik hören möchte. "Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie viele Spieler Lautsprecher dabeihaben", so der Waliser, der in Spanien außerdem ein Buch über Fotografie im Gepäck hat.

Wenig überraschend ist für die meisten die Kulturtasche weit oben auf der Liste, je nach Wetterlage gehört auch die Sonnencreme zur Grundausstattung. Genauso wie eine Winterjacke, die man für ein Trainingslager in Spanien vielleicht eher nicht auf der Packliste erwartet hätte. "Ich wurde dafür öfter belächelt", sagt Anne Kunze, Leiterin Medien, "aber mittlerweile haben fast alle eine dicke Jacke dabei. Sobald die Sonne weg ist, wird es hier richtig kalt." Falls beim Thema Kleidung sonst mal etwas fehlt, können die Zeugwarte zur Not weiterhelfen. Sie sind ohnehin für fast alle Fälle ausgestattet. Ein Marker, um abgegebene Kleidung markieren und später zuordnen zu können, ist genauso immer dabei wie der Stollenkoffer, in dem sich alles für kleinere Reparaturen finden lässt. Für Sportchef Andreas Bornemann ist hingegen, wenig überraschend, das Handy-Ladekabel essentiell.

Dass Pünktlichkeit eine der wichtigsten Pflichten ist, ist kein Geheimnis. Und besonders mit leerem Magen werden Verspätungen schwer verziehen. "Immer pünktlich zum Essen erscheinen. Wenn es deinetwegen später losgeht, machst du dir keine Freunde", erläutert Teammanager Jonas Wömmel. Anders sieht das nur beim Frühstück aus, wenn es keine gemeinsame Startzeit gibt. Das musste auch Keeper Sören Ahlers erst lernen: "Als junger Spieler geht man grundsätzlich zu früh zum Frühstück. Man kommt geduscht, mit gemachten Haaren, wie aus dem Ei gepellt – und sitzt erstmal alleine da. Wenn ab 8 Uhr Frühstück ist, kommen die älteren Spieler dann erst um 8:45 Uhr mit zerzausten Haaren."

Zu guter Letzt mahnt Routinier Mathias Hain noch zur Wachsamkeit, wenn man es zur richtigen Zeit an den Tisch geschafft hat: "Man muss schon gucken, mit wem man da zusammensitzt. Ich habe es schon erlebt, dass die Salz- oder Zuckerstreuer ständig aufgedreht wurden." Dann kann das nächste Trainingslager ja kommen.

 

(hbü)

Fotos: FC St. Pauli

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