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0:2 - Kiezkicker verlieren in Heidenheim

Der FC St. Pauli verlor am Sonnabend (26.11.) beim 1. FC Heidenheim mit 0:2. Marc Schnatterer hatte die Gastgeber vor 13.000 Zuschauern in der ersten Halbzeit in Führung gebracht (20.). Nach dem Seitenwechsel stemmten sich die Kiezkicker zwar gegen die drohende Niederlage, der Ausgleich sollte aber nicht gelingen. Im Gegenteil: Wieder Schnatterer verwandelte einen umstrittenen Elfmeter zum 2:0-Endstand (81.)

In Heidenheim stand eines der weitesten Auswärtsspiele für unsere Boys in Brown auf dem Programm. Im Vergleich zur 0:1-Heimniederlage gegen Fortuna Düsseldorf entschied sich Cheftrainer Ewald Lienen für zwei Wechsel in der braun-weißen Startelf. Für Waldemar Sobota und Marc Hornschuh liefen Joel Keller und Richard Neudecker auf. Dieser Doppelwechsel hatte einige Positionsveränderungen bei den Kiezkickern zur Folge. Während Joel die linke Abwehrseite beackerte, rückte Richy auf die Sechs. Daniel Buballa übernahm die Aufgabe auf dem linken Flügel. Vegar Hedenstad agierte wieder als Rechtsverteidiger.

Kaum war das Spiel angepfiffen, war unsere Nummer 2 direkt im Zweikampf gegen Heidenheims Marc Schnatterer gefordert. Schiedsrichter Benjamin Cortus ließ den Vorteil für die Gastgeber laufen, Arne Feick flankte von der Grundlinie gefährlich nach innen, wo die Kugel an allen Spieler vorbeiflog (2.). Die Hausherren spielten weiter selbstbewusst auf. Ex-Kiezkicker John Verhoek verfehlte sein Ziel aus der Distanz deutlich (7.). Kurze Zeit später tauchte Denis Thomalla alleine vor Robin Himmelmann auf. Unser Keeper zeigte am kurzen Pfosten aber eine überragende Fußparade (11.), ehe Lasse Sobiech die Situation endgültig bereinigen konnte.

Die Anfangsviertelstunde war noch nicht vorbei, als Cheftrainer Ewald Lienen seinen ersten Wechsel vornehmen musste. Christopher Buchtmann musste nach einem Zusammenprall mit Tim Skarke angeschlagen runter. Für Buchti kam Dennis Rosin (13.). Kaum war der Jungprofi auf dem Rasen, da schlug Schnatterer einen Freistoß von rechts in den Strafraum, Feick stieg in der Mitte völlig frei hoch, erwischte das Leder aber nicht richtig – einfach mal durchpusten (14.). Heidenheim hielt den Druck hoch und ging schließlich in Führung: Schnatterer fackelte, von Verhoek in Szene gesetzt, aus rund 16 Metern nicht lange und traf mit einem satten Schuss ins linke untere Eck – 1:0 für Heidenheim (20.).

Nach dem Treffer bekam die Lienen-Elf mehr Spielanteile. Bis zum ersten Lebenszeichen von Braun-Weiß dauerte es bis zur 29. Minute. Doch einen Hedenstad-Freistoß, der auf Lasse Sobiechs Kopf geflogen war, klärte der FCH mit vereinten Kräften zur Ecke, die nichts einbrachte. Keine 60 Sekunden später verschaffte sich Neudecker im Mittelfeld etwas Platz und spielte auf links Hedenstad frei. Die anschließende Flanke des Außenverteidigers landete allerdings in Kevin Müllers Armen (31.).

Anschließend verflachte die Partie etwas. Erst die Schlussphase der ersten Halbzeit hatte es dann wieder in sich. Himmelmann parierte wuchtige Abschlüsse von Schnatterer (43.) und Skarke (45.+1). Für Braun-Weiß hatte Rosin den Ausgleich für die Boys in Brown auf dem Fuß. Nachdem der Youngster drei Gegenspieler ausgespielt hatte, wurde sein Schuss aus 16 Metern von der FCH-Defensive in höchster Not geblockt (45.). Weil auch eine braun-weiße Ecke von den Heidenheimern abgewehrt wurde (45.+2), ging es mit dem 0:1-Rückstand in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel suchten unsere Jungs schneller den Weg zum gegnerischen Tor, während die Gastgeber versuchten, die Begegnung unter Kontrolle zu halten. Aus dem rechten Halbfeld brachte Hedenstad einen Freistoß nach innen, Aziz Bouhaddouz brachte die Kugel per Kopf in Richtung Tor: vorbei (53.)! Auch Neudecker verfehlte das Gehäuse mit einem Schuss aus der Distanz (55.).

Coach Lienen entschloss sich zu seinem zweiten Wechsel. Für Ryo Miyaichi kam Cenk Sahin (60.). Unsere Kiezkicker erhöhten weiter die Schlagzahl. Heidenheim verwaltete den knappen Vorsprung und lauerte auf Konter. Ewald Lienen zog seine letzte Wechseloption und brachte mit Marvin Ducksch für Daniel Buballa einen zweiten Stürmer (69.).

Braun-Weiß warf in der Schlussphase alles nach vorne. Eine feine Kombination unserer Jungs brachte nach den guten spielerischen Ansätzen zuvor endlich Torgefahr. Hedenstad legte per Hacke auf Rosin ab, der vom rechten Strafraumeck auf den kurzen Pfosten flankte. Dort setzte Bouhaddouz zum Flugkopfball an, allerdings trudelte das Leder am langen Eck vorbei (73.). In der 77. Minute spielte Sahin den in den Strafraum startenden Rosin an. Leider brachte Dennis aber nicht genügend Druck hinter das Spielgerät, so dass Müller die Pille festhalten konnte.

Plötzlich wurde es im braun-weißen Strafraum unübersichtlich. Nach einem hohen Ball pfiff Schiedsrichter Cortus ab – und entschied auf Elfmeter für Heidenheim. Der Unparteiische hatte einen ahndungswürdigen Trikotzupfer von Sören Gonther gesehen – eine sehr harte Entscheidung (80.). Schnatterer trat an und ließ Robin keine Chance. 2:0 für Heidenheim (81.). Das Spiel war entschieden und die Kiezkicker standen wieder mit leeren Händen da.

 

1. FC Heidenheim

Müller – Strauß, Beermann, Wittek (46. Theuerkauf), Feick – Griesbeck, Titsch-Rivero, Skarke (85. Halloran), Schnatterer – Thomalla (64. Morabit), Verhoek

Trainer: Frank Schmidt

 

FC St. Pauli

Himmelmann – Hedenstad, Gonther, Sobiech, Keller – Neudecker, Nehrig, Miyaichi (60. Sahin), Buchtmann (13. Rosin), Buballa (69. Ducksch) – Bouhaddouz

Trainer: Ewald Lienen

 

Tore: 1:0 Schnatterer (20.), 2:0 Schnatterer (81., FE)

Gelbe Karte: Bouhaddouz

Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach a. d. Pegnitz)

Zuschauer: 13.000

 

(jk)

Foto: Witters

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