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Mach‘s gut, Robin! Danke für über acht Jahre Einsatz und Identifikation!

Im Sommer 2012 wechselte Robin Himmelmann, damals für sehr viele FCSP-Fans noch unbekannt, vom FC Schalke 04 II ans Millerntor. Unterschrieben hatte der damals 23-jährige Keeper für nur ein Jahr mit Option. Nun, nach mehr als acht Jahren, verlässt Himmelmann das Millerntor und wir möchten uns für seinen Einsatz in all den Jahren bedanken.

Der Verfasser kann sich noch gut daran erinnern, wie er damals die Meldung für die Vereins-Website vorbereitete. Mit dem Namen Robin Himmelmann konnte er nicht viel anfangen, ehrlich gesagt gar nichts. Mehr als acht Jahre und 184 Pflichtspiele für unseren FCSP später kann der Verfasser dieser Zeilen rückblickend sagen, dass es einfach eine sehr gute Entscheidung war, diesen Himmelmann ans Millerntor zu holen.

Doch der musste erst einmal Geduld mitbringen, hinter Stammtorwart Philipp Tschauner wechselte er sich mit Benedikt Pliquett als Nummer zwei ab. Am letzten Spieltag seiner ersten Saison dann das Debüt für die Braun-Weißen, auf dem Betzenberg hatte Himmelmann mit einer guten Leistung seinen Anteil am 2:1-Erfolg. Bei seinem ersten Zweitliga-Spiel am Millerntor, als Himmelmann in der Schlussphase für den verletzten Tschauner reinkam, hieß der Gegner elf Monate später erneut Kaiserslautern. Der dritte Einsatz sollte eigentlich nur Tage darauf in Cottbus folgen, beim Aufwärmen jedoch zog sich der Keeper einen Sehnenabriss in der Schulter zu. Eine lange Pause folgte, nach einem halben Jahr hatte er sich aber zurückgekämpft und stand ab Dezember 2014 bis auf wenige Ausnahmen immer zwischen den braun-weißen Pfosten.

Sehr ungern traf er dabei auf den SV Darmstadt 98, denn neben einem Sieg und einem Remis gab’s gegen die Lilien gleich sieben Niederlagen. Neben den Leipzigern, gegen die Himmelmann in drei Spielen (alle 1:0) stets ohne Gegentor blieb, waren auch Eintracht Braunschweig (fünf von sieben Spiele zu Null) und Arminia Bielefeld (nur eine Niederlage in neun Partien, das 0:5 im Dezember 2017 war zugleich seine höchste Pleite in Liga zwei) Lieblingsgegner von Himmelmann.

Zu seinen persönlichen Top3-Momenten zählte auch eine 1:4-Niederlage in Sandhausen im ersten Jahr. Sichtlich beeindruckt war der Keeper von den mitgereisten FCSP-Fans, die nach dem Spiel trotz schwacher Leistung „You’ll never walk alone“ anstimmten und die Mannschaft wieder aufbauten. „Das ist hängengeblieben und da dachte ich nur, dass ich für diesen Verein und diese Fans auch mal auf dem Platz stehen will. Da wusste ich noch nicht, dass es viele Spiele werden sollten“, so der Torwart, der 184 Pflichtspiele für unsere Profis bestreiten sollte. Exakt 50 Spiele beendete Himmelmann mit einer weißen Weste, musste aber auch 258 Gegentore hinnehmen. Ganz viel Pech hatte er vor allem an der Alten Försterei. Sowohl im März als auch im Oktober 2015 sorgten zwei Platzfehler für zwei unglückliche Gegentore bei den Eisernen. Aber Schwamm drüber.

Doch nicht nur sportlich war Robin Himmelmann in den vergangenen Jahren ein wichtiges Gesicht dieser Mannschaft. Seine Identifikation und auch seine Verbundenheit zum FC St. Pauli reichten über den Spielfeldrand hinaus. Sehr schnell erkannte Robin, in was für einem Verein er gelandet war und er merkte, dass es passt. Mit Robin hatte der FCSP in den vergangenen Jahren einen Spieler, der sich aus gesellschaftlichen Themen nicht heraushalten wollte, eine Meinung hatte und diese auch öffentliche äußerte. Auch im Umgang mit Fans und Kolleg*innen der Geschäftsstelle war er immer empathisch, auf Augenhöhe und ein Teil des FC St. Pauli.

Lieber Robin, wohin es Dich nun auch verschlagen wird. Wir wünschen Dir auf diesem Wege alles Gute und hoffen selbstverständlich, dass Deine Zeit beim FC St. Pauli irgendwann den angemessenen Applaus bekommt. Von einem vollen Millerntor mit ganz vielen Menschen, die Dich in den vergangenen Jahren supportet haben und denen Du viel Freude bereitet hast.

Deinen Namen wird der Verfasser dieses Textes nun bestimmt nicht mehr vergessen.

Danke!

 

(hb)

Fotos: Witters

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