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"Ein bisschen Bambule auf dem Platz machen"

Für unsere Kiezkicker geht's nach dem Derbysieg am Sonnabend (21.8.) zum SC Paderborn 07. Vor der Partie bei den ebenfalls noch ungeschlagegen Ostwestfalen sprach Cheftrainer Timo Schultz mit Medienvertreter*innen u.a. über...

...die personelle Situation: "Maximilian Dittgen und Luca Zander werden heute wieder auf dem Trainingsplatz stehen, dann schauen wir mal, ob sie an die 100 Prozent rankommen und eine Option sein werden. Sollte es bei Luca Zander, der Probleme mit dem Fuß hat, nicht reichen, haben wir mit Adam Dźwigała und Christian Viet, der die Position auch schon gespielt hat, zwei Alternativen. Sebastian Ohlsson, Jackson Irvine und Jannes Wieckhoff waren unterschiedlich lange raus, haben im Training aber einen guten Eindruck gemacht. Für sie kommt das Spiel wohl aber noch zu früh."

...die Entwicklung von Finn Ole Becker: "Es macht Spaß, mit Finn Ole zu arbeiten. Er ist sehr wissbegierig und fleißig und eigentlich immer gut drauf. Er ist ein sehr ballsicherer Spieler, als 2000er-Jahrgang hat er bereits fast 70 Zweitligaspiele bestritten. Es gibt nicht viele, die das schon vorweisen können. Er hatte letzte Saison viele Phasen, wo er gemerkt hat, dass ihm einige Themen noch vor die Füße fallen. Er muss versuchen, die Quote an Assists und eigenen Toren noch zu steigern. Da hat er über den Sommer einen Schritt gemacht, er geht immer mehr in die gegnerische Box und ist so auch im letzten Spiel belohnt worden."

...die Entwicklung von Leart Paqarada: "Wir haben ihn verpflichtet, damit er sich bei uns durchsetzt. Paqa hatte ein bisschen Anlaufschwierigkeiten. Von seinen spieltechnischen und spieltaktischen Fähigkeiten her ist er ein top Außenverteidiger, das sieht man Woche für Woche. Er fühlt sich richtig gut und ist sicherlich einer der besten Linksverteidiger der Liga. Mit so viel Selbstvertrauen und Selbstverständnis wie aktuell hat er noch nie gespielt. Ich würde mir wünschen, dass er noch ein bisschen effektiver wird, gerade was seine Standards und Flanken angeht. Da hat er eigentlich die Qualität auf ein anderes Level zu kommen."

...Simon Makienok und Tore von ihm nicht nur in Derbys: "Da müssen wir uns mal was überlegen (schmunzelt). Simon lebt von seinem Selbstvertrauen, das dürfte spätestens seit dem letzten Wochenende noch mal angestiegen sein. Er ist ein unglaublich positiver Typ, der bei den Jungs auch gut ankommt und ein riesen Standing hat."

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...die Spannung und Konzentration nach dem Derbysieg: "Natürlich war das Derby ein besonderes Spiel mit besonderem Kribbeln und für uns auch ein besonderes Highlight. Wir haben das Derby analysiert und müssen es abhaken. Das Selbstvertrauen ist wieder gestiegen, das nächste Spiel geht aber wieder bei 0:0 los. Spätestens jetzt nach dem freien Tag gestern müssen wir unseren vollen Fokus auf Paderborn richten und die drei Punkte ins Visier nehmen. Wenn wir es hinbekommen, den Fokus darauf zu legen, ins Handeln zu kommen, dann machen wir schon einen riesen Schritt nach vorne und dann spielt auch das Derby keine Rolle mehr."

...Gegner SC Paderborn 07: "Sie sind ähnlich gut gestartet wie wir und in der Liga auch noch ungeschlagen. In Bremen haben sie am vergangenen Wochenende einen eindrucksvollen Sieg gelandet, was nicht selbstverständlich ist im Weserstadion. Sie verfügen über eine Menge Zweitliga-Erfahrung und haben eine sehr sprintstarke Mannschaft, die auch eine defensive Stabilität an den Tag legt. Wir freuen uns, gegen einen guten Gegner zu spielen, sind aber auch guter Dinge, dass wir Lösungen haben werden, um die drei Punkte nach Hamburg mitzunehmen."

...die beiden Niederlagen gegen den SCP in der Vorsaison: "In Paderborn haben wir letzte Saison in der ersten halben Stunde richtig gut gespielt, hatten gute Chancen und einen Elfmeter. Wir hatten damals eine sehr schwere Phase und wie es in solchen Phasen ist, bekommst du nach dem verschossen Elfer hinten dann einen rein. So ist Fußball nunmal, ich denke aber, dass wir die letzte Saison gut abgehakt haben und die beiden Niederlagen keine Rolle mehr spielen."

Neue Saison, neues Spiel: Für Cheftrainer Timo Schultz spielen die beiden Niederlagen im Vorjahr keine Rolle.

Neue Saison, neues Spiel: Für Cheftrainer Timo Schultz spielen die beiden Niederlagen im Vorjahr keine Rolle.

...Paderborns Offensivspieler Sven Michel: "Er ist in meinen Augen ihr Unterschiedsspieler. Wenn er in der Spitze spielt, lässt er sich gerne auf den Flügel fallen oder sinkt ab in den Halbraum, spielt dann gute Bälle und geht nach. Er hat ein gutes Tempo und einen super linken Fuß. Das kann man nicht mit einer klassischen Manndeckung lösen, da muss man zusehen, kompakt zu stehen und ihn immer wieder aus den gefährlichen Räumen wegzuhalten."

...Paderborns Spielweise unter dem neuen Trainer Lukas Kwasniok: "Sie haben einen guten Nachfolger für Steffen Baumgart gefunden. Er ist nicht weniger emotional und hat auch eine enge Bindung zu seiner Truppe. Er wird sie auch nach vorne peitschen. Die Spielweise ist im Vergleich zum Vorjahr nicht mehr zu vergleichen. Sie haben in verschiedenen Formationen gespielt und sind taktisch flexibel. Wir wissen eigentlich ganz gut, was uns erwartet, und sind auf verschiedene Szenarien vorbereitet. Wir werden im Großen und Ganzen bei unserem Stil und unserer Art und Weise, Fußball zu spielen, bleiben. Es treffen zwei Teams aufeinander, die gut gestartet sind und die mit Selbstvertrauen nach vorne spielen wollen. Das kann ein ansehnliches Spiel werden."

...die eigene Spielweise: "Die Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen, sollte unabhängig von der personellen Konstellation sein. Wir wollen immer mutig sein, immer nach vorne spielen, etwas kreiern, Spielfreude an den Tag legen und gegen den Ball aggressiv sein. Aus St.-Pauli-Sicht könnte man sagen, dass wir ein bisschen Bambule auf dem Platz machen wollen. Da ist es eigentlich egal, wer auf dem Platz steht. Wir müssen uns diese Saison darauf einstellen, dass wir häufiger die Mannschaft sein werden, die den Gegner, der tief steht, bespielen muss. Auch da haben wir unsere Lösungen."

 

(hb)

Fotos: Witters

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