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"Es wird wichtig sein, egal wo auf dem Platz eine Kompaktheit zu haben"

Drei Spiele binnen sechs Tagen, für unsere Kiezkicker geht's zum Start ins Jahr 2022 Schlag auf Schlag. Und so stand Cheftrainer Timo Schultz den Medienvertreter*innen am Montagvormittag (17.1.) auch schon wieder Rede und Antwort. Vor dem DFB-Pokalspiel gegen Titelverteidiger Borussia Dortmund sprach Schultz u.a. über...

...die personelle Situation: "Es sind eigentlich alle mehr oder weniger heil aus dem Spiel gegen Aue rausgekommen. Ein Schlag hier, ein Tritt da. Das sollte aber nichts sein, was heute das Training oder morgen das Spiel verhindert. Bei Luca Zander geht's nur darum, den Rückstand aufgrund des verpassten Trainingslagers aufzuholen. Da werden wir sehen, ob er in den Kader und vielleicht auch zum Einsatz kommt. Bei Afeez Aremu werden wir noch die Länderspielpause nutzen und gar kein Risiko einzugehen. Afeez ist zwar beschwerdefrei, er bekommt aber noch seine Zeit. Bei Simon Makienok ist das Knie eigentlich unter Kontrolle, manchmal reagiert es aber bei viel Belastung. Er ist trainings- und auch spielfähig, wenn auch nicht für 90 Minuten."

...Keeper Dennis Smarsch: "Wie alle anderen Spiel auch freut er sich auf das Spiel. Er wird im Tor stehen und hat es sich auch verdient. Er hat einen wesentlichen Anteil daran, dass wir in Magdeburg und Dresden gewonnen haben. Er präsentiert sich top im Training und so bin ich mir sicher, dass er morgen eine top Leistung bringen wird. Ich hätte nichts dagegen, wenn er morgen über sich hinaus wächst und vielleicht kein Gegentor bekommt."

...die Weitergabe seiner Pokal-Erfahrungen ans Team: "Ich werde die Jungs damit nicht nerven, wie es früher war. Wenn ich den Platz jetzt sehe und mich an die Spiele damals gegen Hertha und Werder erinnere, dann hatte das damals mit einem Fußballplatz nichts zu tun. Wir waren als Drittligist damals krasser Underdog und hatten eine Mannschaft, die nicht wirklich talentiert war, aber einen enormen Willen hatte. Es ist aber gut zu wissen, dass man selbst Gegner, die in einer brutalen Favoritenrolle sind, trotzdem schlagen kann."

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...eine mögliche Umstellung von Vierer- auf Dreierkette: "Das haben wir letzte Saison häufiger gespielt, das ist für uns immer eine Option. Wir werden auch gegen Dortmund versuchen, mal hoch zu pressen, aber auch Fußball spielen und unsere Stärken auf den Platz bringen. Wir werden unsere Taktik nicht grundsätzlich ändern, uns hinten reinstellen und hoffen, dass uns wir vorne irgendwie erfolgreich sind. Das kommt für uns nicht in Frage. Taktisch muss man sich vielleicht einiges einfallen lassen, um die Stärken des Gegners noch ein bisschen mehr zu eliminieren. Da gibt es mehrere Möglichkeiten, das muss nicht unbedingt eine Dreierkette sein."

...Dortmunds Defensive als mögliche Schwachstelle: "Es wäre vermessen von uns zu sagen, dass wir Schwächen sehen und die Abwehr des BVB wackelig ist. Wir wissen schon, wo bei uns im Spiel die Schwerpunkte liegen, und versuchen, ein paar Lücken zu finden und uns Feldvorteile in bestimmten Zonen zu erspielen oder zu ergaunern. Ich sehe uns nicht chancenlos, wir werden weiter unseren Plan verfolgen und haben auch unsere Stärken. Wir spielen am Millerntor und rechnen uns immer was aus. Wir haben nichts zu verlieren, werden mit voller Power reingehen und versuchen, Tore zu schießen. Wie in jedem Spiel. Der BVB muss auch erst einmal kommen und uns ausspielen. Sie wissen auch, dass sie nicht in den einen oder anderen Konter von uns laufen dürfen. Sie werden auch gut vorbereitet sein."

...mögliche Mittel gegen den BVB: "Stress ist ein gutes Wort. Wenn man es schafft, sie zu stressen und unter Druck zu setzen und es schafft, dass man sie permanent in Zweikämpfe verwickelt und sie nicht ihren Stiefel runterspielen können, dann hat man schon viel gewonnen. Es wird wichtig sein, egal wo auf dem Platz eine Kompaktheit zu haben. Ob ganz hoch oder ganz tief. Wir müssen enge Abstände haben und uns gegenseitig unterstützen. Sie werden sich mit ihrer individuellen Qualität das eine oder andere Mal im Eins-gegen-Eins durchsetzen können, dann muss bei uns einfach der nächste da sein, um einen verlorenen Zweikampf oder Fehler ausgleichen zu können."

...Gegner Borussia Dortmund: "Ein richtig attraktiver Gegner und aktuell eine der beiden besten Mannschaften Deutschlands. Sie haben einen fantastischen Kader mit fast nur Nationalspielern. Unsere Vorfreude auf das Spiel ist groß, wir wissen aber auch, dass viele tolle Spieler und eine tolle Mannschaft auf uns zukommen. Wir haben die ersten beiden Runden überstanden, um mal wieder so ein Heimspiel gegen einen sehr attraktiven Gegner zu haben. Weltmeister und absolute Superstars kreuzen hier am Millerntor nicht so häufig auf. Das Spiel wird trotzdem mit 11-gegen-11 angepfiffen und dauert 90 oder vielleicht sogar 120 Minuten. Wir rechnen uns schon ein bisschen was aus, auch wenn wir nicht unbedingt der Favorit sind."

...Dortmunds starkes Mittelfeldzentrum: "Unsere Abläufe im Pressing sind grundsätzlich sehr gut. Wenn du ausgespielt wirst und den Gegner ins Zentrum lässt, bekommst du Probleme. Das gilt es morgen noch mehr zu vermeiden. Wir wissen, dass wir gerade das Zentrum schließen müssen, denn wenn Dortmund da ins Spielen kommt und von da aus die Schnittstellen belaufen und mit ihren Achtern und Außenbahnspielern in die Tiefe gehen kann, dann bekommt man Probleme. Machst du das Zentrum zu, kommen sie aber über außen und dann hast du da dann das Problem. Wir haben unseren Plan und wissen, wie wir es angehen wollen."

...die Corona-bedingten Umstände: "Es ist ein tolles DFB-Pokalspiel für uns hier am Millerntor, aber leider vor nur 2.000 Fans. Es ist unfassbar schade, dass das Millerntor nicht ausverkauft sein kann. Auch für die Dortmunder wäre es ein schönes Spiel gewesen. 3. Runde im DFB-Pokal, ausverkauftes Millerntor - da hätten unsere Fans richtig Alarm gemacht. Jetzt sind es nur die 2.000 Fans, die uns bestmöglich unterstützen. Wir haben ein Heimspiel und unsere Serie zuhause kann sich sehen lassen. Für uns spricht, dass wir eine gute Mannschaft haben, wir gut drauf sind und auf jeden Fall mutig spielen werden."

 

(hb)

Fotos: Witters

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