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"...dann sind wir eine gute Mannschaft und dann werden wir auch dauerhaft Erfolg haben"

Nach dem 2:1-Heimsieg gegen den SV Sandhausen geht's für unsere Kiezkicker am Sonntag (14.2.) zum 1. FC Nürnberg und damit ins nächste Duell mit einem direkten Konkurrenten. Vor der Partie beim FCN nahm sich Coach Timo Schultz viel Zeit, um die Fragen der Medienvertreter*innen zu beantworten. Er sprach u.a. über...

…die personelle Situation: "Mit Blick auf meinen Zettel für die Trainingsplanung sehe ich ganz wenige Striche durch die Namen. Es sind eigentlich nur Christopher Avevor, Christopher Buchtmann und Ryo Miyaichi. Sonst sind alle anderen Spieler mehr oder weniger einsatzfähig. Jannes Wieckhoff war nach dem Winter wieder voll trainingsfähig, ein kleiner Infekt hat ihn dann zurückgeworfen. Er robbt sich so langsam an seine 100 Prozent ran, da ist er aber noch nicht. Es sieht aber schon wieder gut aus. Leon Flach hat am Mittwoch gefehlt, weil er sich die Hacke gestaucht hat, das war aber halb so wild. Ich gehe davon aus, dass er heute wieder trainieren kann."

…die Witterungsbedingungen: "Die Temperaturen sind für uns Trainer unangenehmer als für die Spieler, sie bewegen sich die ganze Zeit. Als Trainer hast du schnell mal kalte Füße oder Hände. Das kann ich aber ab. Das Training macht immer Spaß, die Jungs waren gut drauf es war eine gute Stimmung auf dem Platz. Wir haben sehr gute Bedingungen und konnten jeden Tag vernünftig trainieren. Für mich macht es nicht den großen Unterschied, ob wir auf Rasen oder Kunstrasen trainieren. Mir ist ein guter Kunstrasen lieber als ein halbguter Rasenplatz, der halb gefroren ist und den wir kaputt machen."

…mögliche Änderungen in der Startelf: "Wir werden sicherlich nicht sieben oder acht Wechsel haben. Viele Veränderungen wird es nicht geben, ein oder zwei kann ich mir aber vorstellen. Es gibt zwei, drei Jungs, die hinten dran sind, mit den Hufen scharren und eine Chance verdient hätten. Wir haben uns zuletzt aber auch ganz gut präsentiert und sind eingespielt. Da ist es dann immer ein Abwägen zwischen neuen Kräften und neuen Reizen und never change a winning team."

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…Rico Benatelli: "Als wir in unserer schwierigen Phase waren, war er einer der Eckpfeiler in der Mannschaft. Er hat dauerhaft gute Leistungen gebracht. Momentan ist es so, dass wir gucken müssen, wie die Mannschaft am besten zusammenpasst. Da haben wir uns auf der Sechser-Position eben für Eric Smith entschieden, weil er mit seiner Physis und Kopfballstärke ein anderes Element reinbringt, was gegen Mannschaften wie Sandhausen für uns elementar wichtig war. Mit Rico haben wir gesprochen und sind weiter gegangen, ob er auch auf einer Rauten-Position spielen kann. Da ist er auf jeden Fall eine Alternative, Rodrigo Zalazar und Finn Ole Becker haben es zuletzt aber auch gut gemacht. Ich habe immer ein gutes Gefühl, wenn Rico auf dem Platz steht. Ich darf aber nur elf Spieler aufstellen."

…die aktuelle Situation für Marvin Knoll: "Die Phase nach dem Winter war nicht seine beste, ich habe ihn aber überhaupt nicht abgeschrieben. Er kann für uns noch mal wichtig werden. Die Qualität hat er ja, das hat er häufig genug bewiesen. Aktuell sehe ich andere Spieler vor ihm. Im defensiven Mittelfeld haben wir uns zuletzt für Afeez Aremu entschieden, in der Innenverteidigung haben wir mit Tore Reginiussen, Adam Dźwigała und Daniel Buballa auch Alternativen, so hat es für Knolli in den letzten beiden Spielen nicht für den Kader gereicht. Er haut sich im Training aber zu 100 Prozent rein, ist extrem engagiert und wird seiner Vorbildfunktion weiterhin gerecht. Er hat durch die Art und Weise, wie er sich hier im Training gibt, wie er seine Situation annimmt und mit den jungen Spielern umgeht, auch einen großen Anteil am Umschwung."

…die besondere Situation mit Leihspielern: "Nehmen wir beispielhaft Rodrigo Zalazar und Omar Marmoush. Sie wollen natürlich spielen und mit guten Leistungen weiterentwickeln. Wenn ich sehe, wie sie sich hier präsentieren, wie sie sich in die Gruppe eingefügt haben und mit welcher Power sie auch vorweggehen, sehe ich, dass sie mit der Mannschaft erfolgreich sein und selber gute Leistungen bringen wollen. Man darf bei solchen Personalien nie vergessen, dass wir die Jungs erst einmal hier und damit einen Fuß in der Tür haben. Wenn sich irgendwann die mittelfristige Zukunft der Jungs entscheidet, dann hat man den Fuß schon mal in der Tür. Sie wissen, was sie hier haben und wie ihr Stellenwert hier ist. Dann kann es auch gut sein, dass man eine Leihe über die Saison hinaus verlängert oder den Spieler fest verpflichtet. Ich sehe das Modell mit den Leihspielern nur positiv. Eine Garantie, dass ein Spieler – egal ob geliehen oder fest verpflichtet – funktioniert, hat man nie."

…Guido Burgstaller und dessen möglicher Torrekord: "Ich glaube nicht, dass der für Guido eine große Rolle spielt. Wenn er die Wahl zwischen seinem sechsten Tor und einem Sieg für uns hätte, dann würde er sich definitiv für den Sieg mit der Mannschaft entscheiden. Das ist für mich auch das Entscheidende. Ich habe aber auch nicht dagegen, wenn er weiter trifft und seine Serie ausbaut. Seinen Torriecher darf er gerne behalten. Er ist im besten Fußballeralter und der mit Abstand erfahrenste Spieler bei uns. Wir als Mannschaft und auch die jüngeren Spieler profitieren extrem davon."

Timo Schultz ist sich sicher: Der persönliche Rekord steht für Guido Burgstaller unter dem Erfolg mit der Mannschaft, zum sechsten Mal in Folge darf der Torjäger aber gerne treffen.

Timo Schultz ist sich sicher: Der persönliche Rekord steht für Guido Burgstaller unter dem Erfolg mit der Mannschaft, zum sechsten Mal in Folge darf der Torjäger aber gerne treffen.

…die Ambition, mehr als 'nur' den Klassenerhalt zu erreichen: "Wir sind froh, dass wir und als Mannschaft aus der Situation erstmal so gut befreit haben. Genauso wenig, wie am 17. Spieltag alles verloren war, ist jetzt vor dem 21. Spieltag alles gut. Der Abstand ist immer noch gering und wir sind immer noch mit einem Blick nach unten dabei zu sehen, dass wir unsere Punkte holen und unsere Spiele gewinnen müssen. Das wird weiterhin nur gut funktionieren, wenn wir unsere Leistungen bringen, wenn wir im Training scharf sind, Gas geben und sich jeder auf das konzentriert, was ihn stark macht. Der komplette Fokus auf das eigene Spiel und die eigene Leistung hat uns zuletzt auch stark gemacht. Nur das können wir beeinflussen. Wenn wir unsere Inhalte auf den Platz bringen, unsere Laufstärke, unsere Zweikampfstärke und unsere Kompaktheit, dann sind eine gute Mannschaft und dann werden wir auch dauerhaft Erfolg haben."

…Gegner Nürnberg: "Sie hatten zuletzt eine nicht so gut Phase, haben den Bock in Darmstadt nach einer sehr kuriosen Schlussphase aber umstoßen können. Ich kenne die Mannschaft ganz gut, sie sind mit acht Kontertoren gemeinsam mit Aue die konterstärkste Mannschaft der Liga und haben Tempo in der ersten Linie. Personell werden sie gegen uns anders auftreten, auch weil einige Spieler wie Torjäger Manuel Schäffler zurückkommen werden. Das wird ein interessantes Spiel auf Augenhöhe."

…Ex-Kiezkicker Mats Møller Dæhli: "Mats ist ein Spieler mit extremer Spielwut. Er will immer den Ball haben, ist immer unterwegs, weicht auch mal auf die Flügel aus, setzt seine Mitspieler in Szene. Es ist schwer, ihn zu kontrollieren, weil er ich überall auf dem Platz aufhält und nicht greifbar ist. Wir haben uns schon Gedanken gemacht, wie wir ihn in welcher Zone mit verschiedenen Spielern am besten deckeln können. Eine Eins-zu-Eins-Manndeckung wird es nicht geben, das wäre gegen Mats der falsche Ansatz. Es gibt wenig Trainer, die Mats nicht haben wollen. Mit ihm haben wir uns im Winter ein Stück weit beschäftigt und ausgelotet, was geht und was geht nicht. Für uns war intern klar, dass wir erst einmal andere Positionen besetzen, auf denen wir mehr Bedarf sehen. Ich wünsche ihm, dass er in Nürnberg erfolgreich ist und wieder den Spaß am Fußball findet. Wenn's geht aber erst nach unserem Spiel."

…FCN-Torjäger Manuel Schäffler: "Wie Guido hat er vor allem in der Box seine Stärken, beide haben über Jahre bewiesen, dass sie mit ihrer Quote immer verlässliche Torjäger waren. Schäffler ist ein sehr, sehr guter Wandspieler, der immer wieder seine Mitspieler in Szene setzt. Ich bin positiv gestimmt, dass wir es verhindern können, dass er zu häufig in torgefährliche Situationen kommt und wir zudem immer eng genug dran sind, um ihn beim Abschluss zu stören und den zu verhindern. Es wird eine Aufgabe für die Mannschaft, es strategisch so anzugehen, dass sie nicht permanent bei uns in der Box sind, und eine Aufgabe für unsere Innenverteidiger, gegen ihn die entscheidenden Zweikämpfe zu gewinnen."

 

(hb)

Fotos: Witters

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