{} }
Zum Inhalt springen

3:2 bei starkem FCN - Kiezkicker nach Sieg bei Verfolger Nürnberg wieder Erster

Der FC St. Pauli hat das Auswärtsspiel bei Verfolger 1. FC Nürnberg am Sonntag (28.11.) mit 3:2 (2:1) gewonnen. Guido Burgstaller (3.) und Leart Paqarada (10.) sorgten vor 8.479 Fans für eine frühe 2:0-Führung, ehe Johannes Geis für den FCN verkürzen konnte (21.). Nach dem Seitenwechsel erhöhte der zur Pause eingewechselte Adam Dźwigała (64.), ehe es Manuel Schäffler noch einmal spannend machen sollte (72.). Die Kiezkicker verteidigten die Führung am Ende und holten sich die Tabellenführung zurück.

Im Vergleich zum 3:1-Heimsieg gegen Sandhausen starteten unsere Kiezkicker mit zwei Veränderungen in die Partie beim 1. FC Nürnberg. Zum einen rückte Jackson Irvine für Finn Ole Becker (Ban) auf die rechte Halbposition im Mittelfeld, zum anderen stürmte Igor Matanović (erster Startelfeinsatz seit mehr als zehn Monaten) anstelle von Simon Makienok (wegen Knieproblemen nicht dabei) neben Guido Burgstaller. Nicht in Nürnberg dabei war Cheftrainer Timo Schultz, er blieb nach einem positiven Covid19-Befund am Sonnabend (27.11.) in Hamburg und so coachten unsere beiden Co-Trainer Loïc Favé und Fabian Hürzeler das Team. Auch FCN-Coach Robert Klauß nahm zwei Wechsel nach dem Last-Minute-Auswärtssieg in Sandhausen (2:1) vor, Siegtorschütze Erik Shuranov und Manuel Schäffler ersetzten Nikola Dovedan und Taylan Duman.

Nachdem der SV Darmstadt 98 unsere Kiezkicker durch den 2:1-Erfolg bei Erzgebirge Aue am Sonnabend (27.11.) wieder von der Tabellenspitze verdrängt hatten, wollten sich unsere Boys in Brown diese mit mindestens einem Zähler beim FCN zurückholen. Unsere Jungs starteten stark und gingen früh in Führung! Leart Paqarada brachte das Leder von der linken Seite mit seinem schwachen rechten Fuß Richtung Fünfmeter-Eck und fand Guido Burgstaller. Der verlängerte den Ball unhaltbar für FCN-Keeper Christian Mathenia ins lange Eck – 1:0 (3.)! Dabei sollte es nicht bleiben und wieder waren Paqarada und Burgstaller entscheidend beteiligt. Igor Matanović legte links raus zu Burgstaller, der wiederum legte in die Mitte zu Paqarada und der traf mit dem rechten Fuß von der Strafraumkante präzise ins rechte untere Eck – 2:0 (10.)!

Die Gastgeber erhöhten in der Folge den Druck und erspielten sich mehrere gute Möglichkeiten. Erst probierte es Ex-Kiezkicker Mats Møller Dæhli aus dem Rückraum, James Lawrence konnte aber blocken (13.). Kurz darauf stand Nikola Vasilj im Mittelpunkt. Mit drei starken Paraden gegen Tim Handwerker, Manuel Schäffler und Erik Shuranov verhinderte er binnen weniger Sekunden den Anschlusstreffer für den FCN (14.), ehe er einen weiteren Schuss von Shuranov entschärfte (18.). Kurz darauf streckte er sich aber vergeblich. Johannes Geis, der als guter Distanzschütze bekannt ist, hatte zu viel Platz und konnte aus knapp 25 Metern abziehen. Vasilj war zwar noch mit den Fingerspitzen dran, der Ball schlug aber oben links mit Hilfe der Unterkante der Latte ein – nur noch 2:1 (21.).

Dann aber wieder die Kiezkicker mit einer Doppelchance: Erst scheiterte Burgstaller nach einer Ecke aus spitzem Winkel an Mathenia (25.), dann schlenzte Marcel Hartel das Leder aus 17 Metern nur hauchdünn oben rechts vorbei (26.). Kurz darauf der erste Wechsel: Der angeschlagene Leart Paqarada musste nach einem Schlag aufs Knie runter, er wurde durch Lars Ritzka ersetzt (27.). Nach einer kurzen Phase ohne nennenswerte Torszenen hatten die Kiezkicker die nächste Möglichkeit. Enrico Valentini konnte Matanović auf dem Weg in den Strafraum zunächst per Grätsche stoppen, Burgstaller nahm den abgegrätschten Ball dann aus 19 Metern direkt, doch Mathenia war zur Stelle und kratzte das Leder aus der rechten unteren Ecke (37.). Ritzka scheiterte aus 18 Metern dann noch mal an Mathenia (45.+1), kurz darauf ertönte dann aber der Halbzeitpfiff.

Igor Matanović im Duell mit den beiden Nürnbergern Asger Sörensen (li.) und Christopher Schindler (re.).

Igor Matanović im Duell mit den beiden Nürnbergern Asger Sörensen (li.) und Christopher Schindler (re.).

Bei leichtem Schneefall ging's mit einem Wechsel bei unseren Kiezkickern weiter, Adam Dźwigała nun für Sebastian Ohlsson auf dem Rasen. Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit gehörte dem FCN. Tom Krauß flankte den Ball von rechts auf den langen Pfosten, wo Manuel Schäffler nur noch einköpfen musste. Philipp Ziereis rettete aber in letzter Sekunde mit einem langen Bein und verhinderte so das 2:2 – eine starke Aktion unseres Kapitäns (48.). Wenig später wehrte Vasilj dann einen Schuss von Krauß aus ganz spitzem Winkel mit dem Fuß ab (51.).

Weiter die Gastgeber: Møller Dæhli legte den Ball in den Lauf von Shuranov und der hatte frei vor Vasilj die Chance zum 2:2. Jackson Irvine kam aber angeflogen und grätschte dem FCN-Stürmer den Ball gerade noch weg (55.). Nach einem von zu vielen Ballverlusten zu Beginn der zweiten Halbzeit kam Krauß aus 20 Metern zum Schuss, aber Vasilj verhinderte den Einschlag im rechten unteren Eck (56.). Dann endlich mal wieder die Kiezkicker. Nach Doppelpass mit Daniel-Kofi Kyereh verzog Burgstaller aus dem Rückraum aber deutlich (58.). Besser machte es dann Dźwigała. Nachdem Kyereh im Strafraum hängengeblieben war, kam der Ball zu Dźwigała. Der legte sich das Leder auf den rechten Fuß und traf aus 14 Metern genau ins linke untere Eck – 3:1 (64.)!

Nürnberg legte direkt den Vorwärtsgang ein, Møller Dæhli scheiterte aber mit einem zu zentral platzierten Schuss an Vasilj (66.). Christopher Schindler köpfte einen Freistoß aus dem Halbfeld zudem deutlich neben das FCSP-Gehäuse (69.). Nach einer Ecke von Møller Dæhli verkürzte der FCN dann aber doch. Schäffler stieg am höchsten und köpfte das Leder aus sieben Metern ins rechte Eck – 2:3 (72.). Kurz darauf zwei Wechsel bei unseren Jungs: Afeez Aremu und Christopher Buchtmann kamen für Eric Smith und Igor Matanović in die Partie (74.). Kyereh drang dann mal über links in den Strafraum ein und zog aus 13 Metern ab, der abgefälschte Schuss flog einen guten Meter am rechten Pfosten vorbei (78.).

Die Braun-Weißen igelten sich nicht hinten ein, sondern suchten immer wieder den Weg nach vorne und sorgten so für wichtige Entlastung. Nürnberg warf in den Schlussminuten aber noch mal alles nach vorne, die Boys in Brown wehrten aber alle Angriff ab und machten es in Ballbesitz sehr clever. So siegten sie am Ende mit 3:2 und holten sich die Tabellenführung zurück.

1. FC Nürnberg

Mathenia - Valentini, Schindler, Sörensen, Handwerker - Geis (69. Nürnberger), Krauß (69. Schleimer), Tempelmann (84. Köpke), Møller Dæhli - Schäffler (69. Duman), Shuranov (69. Duman)

Cheftrainer: Robert Klauß

 

FC St. Pauli

Vasilj - Ohlsson (46. Dźwigała), Ziereis, Lawrence, Paqarada (27. Ritzka) - Smith (74 . Aremu), Hartel, Irvine, Kyereh (90.+1 Dittgen) - Matanović (74. Buchtmann), Burgstaller

Trainerteam: Loïc Favé, Fabian Hürzeler

 

Tore: 0:1 Burgstaller (3.), 0:2 Paqarada (10.), 1:2 Geis (21.), 1:3 Dźwigała (64.), 2:3 Schäffler (72.)

Gelbe Karten: keiner / Burgstaller, Hartel

Schiedsrichter: Sven Waschitzki (Essen)

Fans: 8.479

 

(hb)

Fotos: Witters

Anzeige

Congstar
DIIY
Astra
Levi's
DIIY
bwin
Lichtblick